Wie läuft das alles ab?

Die eingereisten Menschen in Hessen werden zunächst in der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) in Gießen aufgenommen, registriert und erstmalig gesundheitlich untersucht. Wegen der großen Anzahl an Flüchtlingen ist die EAE Gießen mittlerweile in ganz Hessen auf diverse zentrale Niederlassungen verteilt, so zum Beispiel auch in der Wetzlarer Spilburg in Camp I und II und in Niedergirmes beim früheren Schlachthof.

Nach der Registrierung in der Erstaufnahmeeinrichtung werden die Menschen über das Regierungspräsidium Darmstadt auf die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt. Jede Woche geht beim Fachdienst Zuwanderung und Integration des Lahn-Dill-Kreises eine Liste mit Personen ein. Das ist in der Regel jeden Dienstagabend. Diese Personen müssen vom Kreis am folgenden Montag (Zuweisungstag) im Lahn-Dill-Kreis dezentral untergebracht werden. Damit die Abwicklung kundenfreundlicher und effektiver ablaufen kann, wurde die alte Caféteria im A-Gebäude der Kreisverwaltung am Karl-Kellner-Ring in Wetzlar zu einem Flüchtlingsbüro umfunktioniert – inklusive einem eigens für das Flüchtlingsbüro zuständigen neuen Anmeldebereich für die Flüchtlinge.

Zur Unterbringung der Menschen werden im gesamten Landkreis Gemeinschaftsunterkünfte oder Häuser angemietet. Über 260 Objekte, verteilt auf alle Städte und Gemeinden, werden mittlerweile schon genutzt. Sie bieten den Hilfesuchenden ein Zuhause – in Form von Gemeinschaftsunterkünften und Asylwohngemeinschaften. Je nach Größe des jeweiligen Wohnobjektes wohnen im Lahn-Dill-Kreis unterschiedlich große Flüchtlingsgruppen zusammen. Die Größe der Gruppen kann zwischen 5 und 80 Menschen variieren. Der bestehende Leerstand in den ländlichen Gebieten lässt den Lahn-Dill-Kreis nicht in unmittelbare Konkurrenz mit dem Mietmarkt treten.

Kontakt

Anne Peter-Lauff

Zuwanderung und Integration

Karl-Kellner-Ring 51
35576 Wetzlar

06441 407-1403
anne.peter-lauff@lahn-dil...