Von links: Günter Bedenbender (Musikschulleiter), Gabriele Mirsal (Betriebsleiterin Lahn-Dill-Akademie), Heinz Schreiber (Erster Kreisbeigeordneter), Frank Dworaczek (1. Betriebsleiter Lahn-Dill-Akademie) und Martin Hinterlang (Schulleiter Wilhelm-von-Oranien-Schule) vor dem Hofgebäude. (Foto: Stefan Röger)

Umzug mit Konzertflügel und Ukulele

Die Musikschule findet in der Wilhelm-von-Oranien-Schule ein neues Zuhause

Die Musikschule der Lahn-Dill-Akademie ist in das Hofgebäude der Wilhelm-von-Oranien-Schule umgezogen. Seit Februar nutzen die Musikpädagogen der kreiseigenen Bildungseinrichtung über 20 Klassenräume des Dillenburger Gymnasiums für ihren Instrumental- und Vokalunterricht. Wo vormittags Mathe gebüffelt wird, packen nun nachmittags die Musikschüler ihre Instrumente aus. Bei einem Besuch des Ersten Kreisbeigeordneten und Schuldezernenten Heinz Schreiber waren sich die Beteiligten einig, dass alle von dem Umzug profitieren. „Unsere Musikschule macht insbesondere jungen Menschen vielfältige Angebote zur musikalischen Bildung. Der neue Standort im Herzen des Dillenburger Gymnasiums ist ein Glücksfall“, so Heinz Schreiber.

Gute Beziehungen pflegen Musikschule und Gymnasium schon lange. Seit 2014 arbeiten die Vertragspartner etwa im Rahmen der Amadeus-Junior-Akademie zusammen. Ziel dieses von der Rittal-Foundation unterstützten Förderprogramms ist es, Schülern im Rahmen der Mittags- und Nachmittagsbetreuung Instrumental- oder Gesangsunterricht zu ermöglichen. „Dass jetzt auch die übrigen Unterrichtsangebote der Musikschule in unseren Räumen stattfinden, ist nur konsequent und schafft Synergien“, findet WvO-Schulleiter Martin Hinterlang. Und da viele Schüler der Musikschule ohnehin das Gymnasium besuchten, könnten diese jetzt gleich vor Ort bleiben.

Dass ein Umzug mit mehreren Dutzend kleiner und großer Musikinstrumente – von der Ukulele bis zum Konzertflügel – ein Kraftakt war, versteht sich von selbst. Doch Musikschulleiter Günter Bedenbender zieht ein positives Fazit: „Mit einem speziellen Umzugsunternehmen und dank der guten Zusammenarbeit mit der Schulleitung hat alles hervorragend geklappt.“ Auch die Eingewöhnung sei den Musikschullehrern leicht gefallen. „Wir sind sehr gut aufgenommen worden und fühlen uns schon ganz zu Hause.“ Und da das Hofgebäude über einen separaten Eingang verfügt, gebe es bislang auch keine Probleme mit dem Zugang außerhalb der sonst üblichen Schulzeiten.

Beindruckt zeigten sich die Betriebsleiter der Lahn-Dill-Akademie, Frank Dworaczek und Gabriele Mirsal, von den Unterrichtsräumen. Die lichtdurchfluteten Klassenzimmer im Hofgebäude seien eine Verbesserung zu der räumlichen Enge an der Bahnhofstraße, wo sich Volkshochschule und Musikschule bislang das Gebäude teilten. Gerade mit Blick auf dem gestiegenen Raumbedarf für den VHS-Fachbereich „Deutsch als Fremdsprache“, der die Integrationskurse für Flüchtlinge organisiert, sei die Raumplanung zuletzt immer schwieriger geworden. Da von der Musikschule lediglich die Verwaltung und der Früherziehungsbereich am alten Standort verbleiben, habe sich die Lage dort inzwischen entspannt.

Infotag am neuen Standort

An den Umzug der Musikschule knüpfen Heinz Schreiber und die Lahn-Dill-Akademie die Hoffnung, dass sich mehr junge Leute für das Erlernen eines Musikinstrumentes entscheiden. Wer sich von den Angeboten der Musikschule und den neuen Unterrichtsräumen am Wilhelm-von-Oranien-Gymnasium ein Bild machen möchte, hat schon am 24. Juni Gelegenheit dazu. Dann nämlich findet der traditionelle Infotag der Musikschule erstmals am neuen Standort statt. Auf dem Programm stehen Schnupperkurse, Mitmachaktionen und Live-Musik mit Schülern und Dozenten. Und wie immer gilt: Das Ausprobieren aller Instrumente ist ausdrücklich erlaubt.

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