Hochwasserschutz hautnah

Über 300 Besucher kommen zum Tag der offenen Tür an der Aartalsperre

Bischoffen (ldk): Ein Zentimeter Höhenunterschied im Aartalsee machen rund 5400 Kubikmeter Wasser aus – das sind umgerechnet 5,4 Millionen Liter. Und das ist ungefähr so viel wie 27.000 Badewannenfüllungen. Eine schwer vorstellbare Zahl. Die Stauwärter der Aartalsperre Wolfgang Völker und Patrick Will konnten die gut 300 Besucher am Tag der offenen Tür am vergangenen Wochenende nicht nur mit vielen Informationen zur Technik und zum Innenleben der Sperre, sondern auch mit der ein oder anderen kuriosen Geschichte zum Staunen bringen.

Im Wechsel ging es mit insgesamt 15 Gruppen rein ins Betriebsgebäude am Hochwasserrückhaltebecken, vorbei an der großen Turbine und durch einen langen, düsteren Tunnel unter dem Wasser durch. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei den überdimensionalen Rohrleitungen und Schiebern, ging es über eine enge, 10 Meter hohe Wendeltreppe wieder nach oben auf den weithin sichtbaren Turm der Aartalsperre, der als Hochwasserentlastung dient. Völker und Will stellten sich den Fragen der Besucher und erklärten, wie die Sperre funktioniert. Seit 25 Jahren ist die Aartalsperre nun in Betrieb und hat seitdem einige Kommunen schon öfters vor Überschwemmungen bewahrt. Das war auch der Anlass des Baus: Regelmäßig kam es in den unterhalb der Sperre liegenden Regionen zu Hochwassern, die Millionenschäden anrichteten.

Dass das Gebiet rund um den Aartalsee heute ein beliebtes Ausflugsziel für Familien, Radfahrer und Wanderer ist, ist grob genommen nur ein Nebeneffekt. Eigentlich ist der See zum Hochwasserschutz entstanden.

Detaillierte Informationen finden Sie im aktuellen Flyer zur Aartalsperre.

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