Kreis im Gespräch mit den Schützenkreisen (Foto: LDK)

Kreis im Gespräch mit den Schützenkreisen

Landrat weist Vorwürfe zurück

Am 24. Juni 2017 wurde in der heimischen Presse berichtet, dass sich die CDU im Rahmen einer Wahlkampfveranstaltung mit den Vertretern der heimischen Schützenkreise und dem Hessischen Innenminister Peter Beuth getroffen habe.

Die Presse berichtete, die Schützen hätten dem Minister gegenüber geklagt, dass die praktische Anwendung der Gesetze und Vorschriften zur Lagerung und Verwahrung von Sportwaffen in den Landkreisen unterschiedlich gehandhabt werde. Die Umsetzung der Gesetze und Vorschriften sei im Lahn-Dill-Kreis aber so, dass die Latte sehr hoch liege. Die Behörde des Landrates würde zu hohe Anforderungen stellen, die kein Verein bezahlen könne.

Landrat Wolfgang Schuster zeigt sich verwundert über die Kritik: „Gerade weil mir die ehrenamtliche Arbeit in den Schützenkreisen und die Tätigkeit der Schützenvereine äußerst wichtig sind, hatte ich erst unlängst – und zwar am 20. April 2017 – Vertreter der Schützenkreise ins Kreishaus eingeladen und unter anderem die Vorsitzenden der Schützenkreise Wetzlar und Dillenburg, Dunja Boch und Eckhard Franz, zu einem Gespräch empfangen.“

Kritik, wie sie nun gegenüber dem Minister geäußert wurde, sind weder durch Frau Boch noch durch Herrn Franz zum Ausdruck gebracht worden. Kein Verein hat bisher beantragt, die Gestattung von Ausnahmen von den gesetzlichen Sicherheitsregeln zu den Schützenhäusern zu erhalten. Ebenso hat kein Verein gegenüber der Behörde vorgetragen, gesetzliche Sicherheitsstandards aus finanziellen Gründen nicht einhalten zu können.

Im Übrigen habe ihm, so Landrat Wolfgang Schuster, Innenminister Beuth am Rande einer anderen Veranstaltung – er bezog sich auf besagte Berichterstattung in der heimischen Presse – bestätigt, dass nach wie vor Sicherheit beim Vollzug des Waffenrechtes oberste Priorität sei, wenn in Schützenhäusern weit außerhalb der Bebauung und der sozialen Kontrolle in erheblichen Umfang Waffen gelagert würden. Dann sei es eine Selbstverständlichkeit, dass diese Waffen zuverlässig vor einer Entwendung durch Kriminelle gesichert werden müssten.

Auch nachdem sich die beiden heimischen Schützenkreise zu einem neuen Schützenkreis formiert haben, möchte Landrat Wolfgang Schuster den engen Kontakt zum neuen Vorstand des Schützenkreises halten. „Ich bin mir sicher“, so der Landrat, „dass sich der Vorstand des neuen Schützenkreises, sobald dieser seinen Start genommen hat, bei mir melden wird. Ich werde dann auch gerne das Gespräch mit dem neuen Vorstand suchen – immer mit dem Ziel, den Gesetzesvollzug im Interesse der Sicherheit der Bevölkerung zuverlässig zu gewährleisten und gleichzeitig das Ehrenamt in den Vereinen zu unterstützen.“

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