Fett, Windeln und Feuchttücher werden zum Problem

Abwasserpumpe in Hohenahr-Ahrdt immer wieder verstopft

Innerhalb des letzten Jahres gingen beim Lahn-Dill-Kreis mehrfach Störungsmeldungen am Abwasserpumpwerk in Hohenahr-Ahrdt ein. Immer wieder waren einzelne Schmutzwasserpumpen ausgefallen. Das Abwasser konnte nicht mehr ungehindert abfließen. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, mussten die Pumpen in aufwendiger Kleinarbeit auseinander gebaut werden. Schnell war klar: Pumpen und Rohrleitungen waren verstopft. Die Ursache war schnell zu erkennen. Windeln sowie Feucht- und Hygienetücher, die über die Toiletten in die Kanalisation gespült wurden, haben regelmäßig für die Störungsmeldungen gesorgt.

Anders als herkömmliches Toilettenpapier, zersetzen sich Feuchttücher kaum. Sie bestehen in den meisten Fällen aus einem Vliesstoff und enthalten zusätzliche Hilfsstoffe wie z.B. Weichmacher. "Zusammen mit anderen Inhaltsstoffen der Kanalisation bilden sich dadurch lange, verfilzte und extrem reißfeste Stränge, die sich in den Pumpen festsetzen und diese zum Stillstand bringen", sagt der Erste Kreisbeigeordnete und Umweltdezernent Heinz Schreiber. Auch Fett im Abwasser führt immer wieder dazu, dass die Rohre im Abwasserpumpwerk verstopfen. Fette lagern sich an den Innenwänden der Rohre ab. In Kombination mit zum Beispiel vorbei schwimmendem Toilettenpapier kann der Kanal komplett zuwachsen und verstopfen.

Die aufwendige und teure Instandsetzung der Pumpentechnik sowie die Beseitigung der Verunreinigungen gehen hierbei zu Lasten aller Bürger, da der Lahn-Dill-Kreis stellvertretend als Betreiber der Pumpwerke für die Kosten aufkommen muss.

Bürgerinnen und Bürger werden deshalb gebeten, folgendes zu beachten:

  • Benutze Feuchttücher (Vlies, o.a.) sollten immer über den Hausmüll entsorgt werden.
  • Toilettenpapier kann befeuchtet werden oder man kann Feuchttücher aus Papier verwenden.
  • Es wird empfohlen, Mehrwegartikel wie Baumwolltücher oder Waschlappen zu verwenden.

Mit diesen einfachen Verhaltensweisen kann jeder ganz einfach ein kleiner Beitrag für einen weitestgehend störungsfreien Betrieb der Abwasserbeseitigungsanlagen leisten.

Verstopfung vermeiden
Das bringt Rohre zum Verstopfen und darf nicht ins Abwasser: Fett und Speiseöl, große Mengen Speisefett (Frittierfett aus der Fritteuse usw.), Windeln, feuchtes Toilettenpapier, Hygieneartikel, Zigarren- und Zigarettenreste, Katzenstreu, Watte und Wattestäbchen, Rasierklingen oder Kleintiersand sind nur einige Beispiele für Abfälle, die in jedem Fall über die Mülltonne entsorgt werden sollten. Sie verstopfen die Kanalisation. Außerdem verursacht ihre Entsorgung über die Kanalisation hohe Kosten.

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Nicole Zey

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