Hygiene & Infektion

Die Gesundheitsämter überwachen die Einhaltung der Hygieneanforderungen der im Infektionsschutzgesetz (IfSG) genannten Einrichtungen, wie z. B. Gemeinschaftseinrichtungen (Kindergärten, Schulen, Ferienlager, etc.), Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Einrichtungen für ambulantes Operieren, Dialyseeinrichtungen, Arztpraxen, ebenso Wassergewinnungs- und Wasserversorgungsanlagen sowie Schwimm- und Badebecken.

Die Gesundheitsämter beobachten und bewerten Einwirkungen aus der Umwelt auf die menschliche Gesundheit; sie informieren und beraten die Bevölkerung und Behörden in Fragen des umweltbezogenen Gesundheitsschutzes. Bei Planungsvorhaben, Genehmigungsverfahren, Baumaßnahmen und sonstigen Maßnahmen, die gesundheitliche Belange der Bevölkerung wesentlich berühren, nehmen die Gesundheitsämter zu den Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit Stellung.

Impfen

Impfungen gehören zu den wirksamsten und wichtigsten präventiven Maßnahmen auf dem Gebiet der Medizin. In der Bundesrepublik Deutschland besteht keine Impfpflicht. Die STIKO (Ständige Impfkommission) überarbeitet den „Impfkalender“ jedes Jahr. Durch Erlass der obersten Gesundheitsbehörden der Länder entstehen daraus die so genannten „Öffentlichen Impfempfehlungen“.  

Hier finden Sie Informationen zu allen Impfungen für Säuglinge, Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren, für besondere Berufs- oder Risikogruppen sowie für besondere Gefahrensituationen. Hinweise zu Impfabständen, Kontraindikationen, Impfreaktionen, wie man sich im Verletzungsfall oder bei Kontakt mit infiziertem Blut verhält, was zu beachten ist bei Immunschwäche, während der Schwangerschaft und beim Stillen, bei Zeckenbissen oder Tollwutgefahr, bei ansteckender Hirnhautentzündung, bei Grippeepidemien oder anderen Infektionskrankheiten. Auch Reiseimpfempfehlungen sind dort zu finden.  

 

Mehr Informationen zum Thema Impfen

Robert-Koch-Institut (RKI)
http://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/stiko_node.html

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
http://www.impfen-info.de/

CRM - Zentrum für Reisemedizin
http://www.crm.de/

Auswärtiges Amt
http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/01-Laender/Gesundheitsdienst/Uebersicht_node.html

Paul-Ehrlich-Institut
http://www.pei.de/DE/infos/fachkreise/impfungen-impfstoffe/impfungen-impfstoffe-node.html

Kinder- & Jugendärzte im Netz
http://www.kinderaerzte-im-netz.de/impfen/

 

Infektionskrankheiten

Die Gesundheitsämter tragen zur Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten bei. Sie wirken insbesondere durch Aufklärung und Beratung sowie durch Aufdeckung von Infektionsketten mit dem Ziel ihrer Unterbrechung darauf hin, die Verbreitung übertragbarer Krankheiten zu verhindern. Hier erfahren Sie mehr zum Thema: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): http://www.infektionsschutz.de/

Sind Sie eine Person oder Institution, die der Meldepflicht von Infektionskrankheiten unterliegt? Dann finden Sie im folgenden alle notwendgien Meldeformulare:

Arztmeldungen (Meldepflicht gemäß § 6 Infektionsschutzgesetz)

Erläuterungen
Meldeformular Arztmeldung (§§ 6,8,9 IfSG)
Meldebogen Impfkomplikation (§ 6 IfSG)

Labormeldungen (Meldepflicht gemäß § 7 Infektionsschutzgesetz)

Erläuterungen
Meldeformular Labormeldung (§§ 7,8,9 IfSG)

Gemeinschaftseinrichtungen (Meldepflicht gemäß § 34 Infektionsschutzgesetz)

Meldebogen Gemeinschaftseinrichtungen (§ 34 IfSG)

Begriffserklärungen

Gut zu wissen

Wem als Ausscheider*, Ansteckungsverdächtiger*, Krankheitsverdächtiger* oder als sonstiger Träger von Krankheitserregern aufgrund des Infektionsschutzgesetzes die Ausübung seiner bisherigen Erwerbstätigkeit verboten wurde, kann bei Vorliegen der Voraussetzungen eine Entschädigung in Geld erhalten (§ 56 IfSG), wenn er durch das Verbot einen Verdienstausfall erlitten hat.

Das Gleiche gilt für Personen, die als Ausscheider oder Ansteckungsverdächtige abgesondert (isoliert) wurden oder werden (Stichwort: Quarantäne). Bei Ausscheidern jedoch nur, wenn sie andere Schutzmaßnahmen nicht befolgen können.

Zu beachten ist, dass eine Entschädigung jedoch nicht in Frage kommt, wenn die betreffende Person in der Zeit des Tätigkeitsverbotes arbeitsunfähig ist (AU bzw. „gelber Zettel“), da „kranke Personen“ für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit einen vorrangigen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall für die ersten sechs Wochen gegenüber ihrem Arbeitgeber und ab der siebten Wochen Anspruch auf Krankengeld gegenüber ihrer Krankenkasse haben.

*Ausscheider: Eine Person, die Krankheitserreger ausscheidet und dadurch eine Ansteckungsquelle für die Allgemeinheit sein kann, ohne krank oder krankheitsverdächtig zu sein.
*Ansteckungsverdächtiger: Eine Person, von der anzunehmen ist, dass sie Krankheitserreger aufgenommen hat, ohne krank, krankheitsverdächtig oder Ausscheider zu sein.
*Krankheitsverdächtiger: eine Person, bei der Symptome bestehen, die das Vorliegen einer bestimmten übertragbaren Krankheit vermuten lassen.

Antragsformular Verdienstausfallentschädigung

Merkblatt Verdienstausfallentschädigung

Kontakt

Dr. Gisela Ballmann

Infektion/Umwelt

Schlossstraße 20
35745 Herborn

02771 407-1617
02771 407-1067
gisela.ballmann@lahn-dill...

Anmeldung für Belehrungen

nach § 43 Abs. 1 IfSG (Ausübung einer Tätigkeit im Lebensmittelbereich)
montags bis freitags
von 11:00 bis 12:30 Uhr unter
Tel. 06441 407-1621 oder -1622.