Vom Acker bis zum Teller

Das oberste Ziel der Lebensmittelüberwachung ist der Verbraucherschutz. Die Bürgerinnen und Bürger sollen qualitativ hochwertige und gesundheitlich unbedenkliche Lebensmittel verzehren können und insbesondere geschützt werden vor akuten Gesundheitsschäden, Gesundheitsgefährdung durch langfristige (chronische) Effekte; Irreführung, Übervorteilung und Täuschung (Betrug).

Lebensmittelsicherheit = Verbrauchersicherheit

Die amtliche Lebensmittelüberwachung kontrolliert in erster Linie gewerbliche Betriebe, die Lebensmittel herstellen, bearbeiten oder verkaufen. Das sind z. B. Supermärkte, Restaurants, Imbissbetriebe, Kioske, Bäckereien, Fleischereien, Getränkehändler genauso wie Obst- und Gemüseerzeuger, milchproduzierende Landwirte und industrielle Verarbeitungsbetriebe für Fleisch- und Wurstwaren oder Kartoffelprodukte. Die Kontrolle umfasst also alle Produktionsstufen von der Urproduktion bis zum Einzelhandel bzw. bis zur Gastronomie. Auch Betriebe, die Kosmetika, Bedarfsgegenstände (z. B. Textilien, Spielzeug, Essgeschirr) oder Tabakerzeugnisse produzieren oder in Verkehr bringen, werden kontrolliert.

Alle Betriebe werden regelmäßig unangekündigt kontrolliert, außerdem unterstützen und beraten wir Betriebe z .B. bei Bau- bzw. Umbaumaßnahmen hinsichtlich der Umsetzung der hygienerechtlichen Anforderungen sowie bei erforderlichen Zulassungsverfahren. Auch die Schlachtbetriebe werden laufend von Mitarbeitern des Veterinäramtes überwacht.

Die Überwachung dieser Betriebe erfolgt nach den vier wesentlichen Elementen:

  • Inspektion
  • Probennahme und Analyse
  • Prüfung der Dokumentation auf Schrift- und Datenträgern
  • Untersuchung der Eigenkontrollsysteme und der Ergebnisse.

Wie genau diese Kontrolle funktioniert und was mit den Ergebnissen passiert, lesen Sie hier.

Verbraucherbeschwerden

Wenn ein gekauftes Produkt nicht die Qualität oder die Menge aufweist, die es laut Beschreibung haben sollte oder wenn es vorzeitig verdirbt, sollten Sie es zunächst in das Geschäft zurückbringen. Wenn aber eine Gesundheitsgefahr von einem Produkt ausgeht oder häufiger Mängel in einem Geschäft oder einer gastronomischen Einrichtung festgestellt werden oder der Geschäftsführer nicht auf die Reklamation eingeht, sollten Sie sich an die amtliche Lebensmittelüberwachung wenden.

Zuständig ist jeweils die Lebensmittelüberwachung in dem Landkreis, in dem das Produkt gekauft wurde, nicht die Ihres Wohnortes, falls dieser in einem anderen Landkreis liegt. Am besten setzen Sie sich zunächst telefonisch mit uns in Verbindung, so dass alles Weitere besprochen werden kann. Alle Hinweise und Beschwerden werden von uns vertraulich behandelt.

Welche Angaben helfen bei einer Beschwerde weiter?

  • Um welches Lebensmittel handelt es sich?
  • Ist noch etwas von dem Lebensmittel übrig, das begutachtet und evtl. zur Untersuchung an ein amtliches Labor geschickt werden kann?
  • Was steht auf der Verpackung (Produktname, Name des Herstellers, Verpackers oder Verkäufers, Mindesthaltbarkeitsdatum, Loskennzeichnung, Menge)? Am besten die Verpackung zum Amt mitnehmen!
  • Wann und wo wurde das Lebensmittel gekauft? Den Kassenbon mitbringen!
  • Unter welchen Bedingungen wurde es in der Verkaufsstätte angeboten (z. B. gekühlt)?
  • Bei loser Ware: Welche Angaben waren im Geschäft an der Ware angebracht?
  • Wann wurde welcher Mangel festgestellt (z. B. abweichender Geruch oder Geschmack oder abweichendes Aussehen)?
  • Wie wurde das Lebensmittel zu Hause gelagert, wann wurde es geöffnet, wurde es gekühlt?

Wenn Gesundheitsschäden eingetreten sind

Wenn Gesundheitsschäden eingetreten sind, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Seine Diagnose ist unter Umständen wichtig für die Beurteilung, ob die Erkrankung tatsächlich durch den Verzehr des verdächtigten Lebensmittels verursacht worden sein könnte. Bei Einzelerkrankungen ist der Nachweis eines Zusammenhangs zwischen einer Erkrankung und dem Verzehr eines bestimmten Lebensmittels meist sehr schwierig. Hilfreich sind folgende Angaben:

  • Wie viel Zeit ist zwischen dem Kauf und dem Verzehr des Lebensmittels vergangen?
  • Wie viel Zeit ist zwischen dem Verzehr des Lebensmittels und dem Auftreten der Beschwerden vergangen?
  • Welche Symptome sind aufgetreten?
  • Haben noch andere Personen das Lebensmittel gegessen? Sind auch sie erkrankt?
Kontakt

Veterinäramt

Schlossstraße 20
35745 Herborn

06441 407-7711
06441 407-7723
veterinaeramt@lahn-dill-k...

Pflanzliche Lebensmittel

Sie stellen pflanzliche Lebensmittel her und geben diese weiter? Dann registrieren Sie sich jetzt bei uns!