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Konten-Verwaltungszentrum, verschiedene Adressen:
- Verwaltungszentrum, Abt. Kontenbetreuung, Postfach 1133, 26189 Großenkneten
- Steiner Reisen, Abt. Kontenbetreuung, Postfach 1262, 49754 Werlte
- Verwaltungsagentur Gröme, Postfach 1159, 49686 Lastrup
- Planungsservice, Postfach 1105, 49753 Werlte
- Planungsservice, Postfach 1107, 49693 Molbergen
- Zentrale Gewinnverteilung, Postfach 1325, 49751 Sögel


Warnung veröffentlicht am 28. Jan. 2009.
41 Mal (!!!) ergänzt/überarbeitet, zuletzt am 16. November 2010.

Zunächst erreichen uns vor allen Dingen aus Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen die irreführenden Schreiben. Alleine am 17. Feb. 2009 gehen zudem mindestens sechs weitere Anrufe aus Dresden und Umgebung bei uns ein. Dort wird die Einladung in der "Steiner-Reisen-Variante" offenbar in großem Stil gestreut.
Um den 18. Feb. 2009 herum hat es offenbar die Region Heilbronn/Mosbach "erwischt". Innerhalb von ca. 15 min. berichten drei Anrufer aus dieser Region über den Eingang der Einladung.
Am 2. März 2009 erhalten wir zwei weitere Einladungen. Diesmal aus dem bayerischen Landkreis Bad Kissingen. Damit liegen uns jetzt 13 Einladungen in der "Steiner-Reisen-Variante" und 7 der "Verwaltungszentrum-Großenkneten-Variante" vor.
Am 31. März 2009 erreicht uns ein Anruf aus Karlsruhe und eine Einladung aus Baden-Baden. Mindestens Baden Württemberg scheint von einer zweiten Welle Einladungen in der Werlte-Variante heimgesucht zu werden.
Zudem geht uns eine Einladung von einem Bürger aus dem Landkreis Oberallgäu (Bayern) zu und zwar mit der uns bisher nicht bekannten Adresse der "Verwaltungsagentur Gröme".
Aus Südhessen erreicht uns eine Einladung am 3. April.
Um den 17. April 2009 herum erreichen uns Einladungen aus Rheinland-Pfalz, dem Harz und zwei aus Baden Württemberg in der "Großenkneten-Fassung" und auch eine entsprechende Mail aus dem Harz. Es scheint so, dass nach Ostern wieder in großem Stil die Einladung in der "Großenkneten-Variante" verschickt wird.
27. April 2009: Anrufe, ein Fax und Mails aus Berlin zeigen, dass die Einladung in der "Großenkneten-Version" derzeit in der Bundeshauptstadt in größerem Stim gestreut wird.
30. April 2009: Zeitgleich erhalten wir zwei weitere Einladungen in der "Großenkneten-Variante" aus den Regionen Viersen und Neuss im westlichen Nordrhein-Westfalen. Nie haben wir mehr Einladungen des gleichen Typs erhalten wie in Sachen "Konten-Verwaltungszentrum". Bundesweit dürften Hundertausende, wenn nicht Millionen davon seit Anfang 2009 verschickt worden sein.
5. Mai 2009: Ein Anruf und eine Mail mit einer weiteren Einladung im Anhang zeigen uns, dass nunmehr die Region Koblenz (RLP) abgegrast wird.
9. Mai 2009: Eine Einladung in der "Gröme-Lastrup-Variante" schickt uns ein Bürger aus Thürigen.
12. Mai 2009: Die Menschen, die uns dieser Tage anrufen, berichten fast alle von der Einladung vom "Konten-Verwaltungszentrum". Auffällig diesmal: Die Anrufe kommen aus dem Rheinland.
14. Mai 2009: Eine weitere Einladung in der "Verwaltungszentrum-Großenkneten-Variante" kommt aus dem Rheinland. Ein Schreiben in der "Verwaltungsagentur-Gröme-Variante" erreicht uns aus Baden-Württemberg.
7. April 2010: Die Schwindel-Einladung ist nicht tot zu kriegen. Nach über einem Jahr taucht sie mit neuer Adresse - diesmal Planungsservice, Postfach 1105, in 49753 Werlte erneut auf. Ein aufmerksamer Bürger aus dem Landkreis Oder-Spree in Brandenburg schickt uns sein Exemplar.
29. Mai 2010: In den vergangenen Tagen haben wir drei weitere Einladungen in der Werlte-Variante erhalten und zwar aus Berlin, Leverkusen und Ingolstadt.
9. Juni 2010: Eine Dame aus Berlin schickt uns ihre beiden Einladungen. Bemerkenswert: Ein Abfahrtstermin ist der 14. Juni, der andere ist der 30. Juni 2010! Zwei weitere Einladungen - ebenfalls aus der Bundeshauptstadt erhalten wir am 10. Juni.
17. Juni 2010: Eine weitere Einladung in der Werlte-Veriante erhalten wir aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark (Brandenburg) und zwei weitere in der Molbergen-Ausführung aus dem Rhein-Sieg-Kreis (NRW) und dem Landkreis Neuwied (RP).
30. Juni 2010: Eine Gewinnmitteilung mit der Postfach-Adresse in Molbergen schickt uns ein Bürger aus Ludwigshafen.
2. Juli 2010: Ein Bürger aus dem Rhein-Erft-Kreis (NRW) lässt uns seine Gewinnmitteilung in der Molbergen-Ausführung zukommen.
16. Juli 2010: Es folgt eine aus dem Landkreis Mayen-Koblenz (Rheinland-Pfalz)
23. Juli 2010: Wir erfassen zwei weitere Einladungen in der Molbergen-Variante, die uns aus dem Odenwaldkreis (Hessen) und dem Rhein-Neckar-Kreis (BW) zugeschickt werden. Zudem erhalten wir die erste Einladungen mit der Postfach-Adresse in Sögel aus dem Landkreis Wolfenbüttel in Niedersachsen.
In den ersten drei Septemberwochen folgen zwei Einladungen Typ Molbergen aus zwei verschiedenen Gemeinden des Landkreises Ludwigsburg (BW) und zwei weitere von der Sögel-Variant, davon eine aus unserem Lahn-Dill-Kreis und die zweite aus dem Landkreis Emmendingen (BW).

Vom Typ Sögel folgen weitere Einladungen aus unserem Lahn-Dill-Kreis, Berlin, dem Landkreis München, dem Landkreis Limburg-Weilburg, dem Landkreis Wolfenbüttel und dem Landkreis Karlsruhe.

Der lieben Ordnung halber sei angemerkt, dass in der nachfolgenden Statistik nur solche Einladungen mitgezählt werden, die uns im Original, als Scan, Fax oder Kopie vorliegen. Einfache E-Mails oder Anrufe sind n i c h t berücksichtigt!

Zurzeit (Stand: 5. November 2010) liegen uns vor:
- 18 Einladungen in der "Steiner-Reisen-Werlte"-Variante,
- 19 in der "Verwaltungszentrum-Großenkneten"-Variante,
- 12 in der "Verwaltungsagentur-Gröme-Lastrup"-Variante,
- 10 in der "Planungsservice-Werlte"-Fassung,
- 11 in der "Planungsservice-Molbergen"-Ausführung,
- 29 vom Typ "Zentrale Gewinnverteilung", Sögel und
- 2 vom Typ "Zentrale Gewinnverteilung", Dörpen

Wir empfehlen:
Leiten Sie die Einladung Ihrer Lokalpresse zu und weisen Sie die Journalisten auch auf diesen Warnlisten-Eintrag hin. Vielleicht veröffentlicht man dann eine Warnung, die auch die schutzbedürftigen älteren Menschen, wirksam erreicht. Wir wissen: Fahrten, vor denen frühzeitig öffentlich gewarnt wird, fallen oft aus. Das wäre aus Sicht des Verbraucherschutzes auch bereits als Erfolg zu verbuchen.

WARUM DIE EINLADUNGEN UNSERIÖS SIND
Sie weisen die typischen Merkmale auf, die unseriöse Veranstaltungen erwarten lassen.

IM EINZELNEN:

1. VERSCHLEIERUNG DER WAHREN IDENTITÄT
Das "Verwaltungszentrum" in Großenkneten existiert nicht. Auch unter "Steiner" findet man im Telefonbuch von Werlte nichts, weder eine Einzelperson, noch eine Firma. Das Gleiche gilt für "Gröme" in Lastrup und den Planungsservice in Werlte. Auch für die anderen Fälle gilt: Es handelt sich um frei erfundene Phantasie-Bezeichnungen. An Stelle zustellfähiger Anschrift werden lediglich Postfachadressen genannt.
Die tatsächlich Verantwortlichen geben sich somit nicht zu erkennen. Das ist schon ein erster mehr als deutlicher Hinweis auf die unsauberen Praktiken, die wir erwarten.

2. VERSPRECHEN VON GEWINNEN, GESCHENKEN UND ANDEREN ZUWENDUNGEN
Im vorliegenden Fall werden allen Empfängern der Einladungen jeweils
- 1.568,00 € (Großenkneten u. Lastrup),
- 1.098 € (Steiner-Werlte) bzw.
- 1.368 € (Planungsservice, Werlte) bzw.
- 1.100 € (Zentrale Gewinnverteilung, Sögel)
in bar versprochen. Angeblich handelt es sich um einen Betrag, den die Empfänger der irreführenden Einladung bei einer "Fa. HTF-Europazentrale", die es ebensowenig gibt, gewonnen haben sollen.
Bedenken Sie: Diese Einladungen sind immer identisch. Jeder der sie bekommen hat, hat das gleiche Gewinnversprechen erhalten wie Sie. Alleine der vorgegaukelte Wert der uns vorliegenden Einladungen beträgt schon über 68.000 €. Der Bundesgerichtshof hat in einem Strafverfahren gegen einen Kaffeefahrten-Unternehmer im Jahr 2002 festgestellt, dass dieser pro eingesetztem Bus mindestens 1.500 Einladungen verschickt hat. Dann sähe die Rechnung - im Fall Großenkeneten - wie folgt aus:
1.500 Einladungen x 1.568 € = 2.352.000 €. Glauben Sie wirklich, eine Fa., die sich nicht zu erkennen gibt, hat 2,3 Mio. € - pro Bus - zu verschenken?
Derartige Versprechen dienen bekanntermaßen nur dazu, die Empfänger der Einladung, darunter oft gutgläubige ältere Menschen, zu einer Verkaufsfahrt zu locken, auf der dann überteuerte Ware
- mit falschen Versprechungen,
- Lügen hinsichtlich der Preiswürdigkeit (z.B. Apotheken-Trick mit der PZN-Nr.)angeboten und
- zum Teil auch durch Ausüben von Druck
verkauft wird.

3. MAN KANN WEITERE PERSONEN MITBRINGEN
"Bis zu vier Personen Ihrer Wahl", kann man mitbringen zur Busfahrt ins Unbekannte. Auch das ist typisch für Einladungen zu Kaffeefahrten.

4. DIE ADRESSE IST BEREITS ALS UNSERIÖS BEKANNT
Das "Verwaltungszentrum" in Großenkneten erfreut sich auch bereits eines zweiten Warnlisten-Eintrages bei uns (Link an Ende des Beitrages) und eines Eintrages bei der Verbraucherzentrale in Hamburg.
Auch beide Postfach-Adressen in Werlte sind uns nicht unbekannt. Auch sie sind in der Warnliste der Verbarucherzentrale Hamburg aufgeführt.

5. ZIEL: UNBEKANNT
Das Ziel der Fahrt wird nicht genannt. Fehlende, sehr allgemein gehaltene oder gar falsche Angaben zum Ziel der Kaffeefahrt sind typisch und dienen (auch) dazu, Ordnungsämtern und Polizei das Einschreiten gegen die in aller Regel illegalen Veranstaltungen zu erschweren.

6. BESONDERHEITEN
Die Verantwortlichen wollen den Empfänger der Einladung regelrecht Schuldgefühle einreden. "Auf das erste Schreiben vom XX.12.2008 erhielten wir keine Antwort von Ihnen. Uns erscheint es ungewöhnlich. Wollen Sie wirklich auf das Bargeld verzichten", heißt es da scheinheilig.
Der komplette in der Einladung beschriebene Sachverhalt ist ein Märchen. Wie alles, was sich in derartigen Einladungen findet, dient auch diese Masche nur dem Zweck, möglichst viele Leute in die Busse zu bekommen und dann abzuzocken.
Auffällig ist die Vielzahl von Einladungen, die uns aus der Bevölkerung zugespielt werden. Zu mancher Kaffeefahrt liegt uns nur eine vor. Hier sind es (Stand: 22. Juni. Mai) mit 49 Stück doch sehr viele.

+++ NACHTRAG VOM 23. FEB. 2009 +++ Pressebericht in der Rhein-Neckar-Zeitung
Die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet am 21. Februar 2009, schließt sich uns an und warnt ebenfalls. Folgen Sie zum Lesen des Artikels dem letzten Link am Ende dieses Beitrages.
Auch die Mittelbadische Presse hat sich des Themas angenommen und am 3. März 2009 einen Bericht veröffentlicht.

+++ NACHTRAG VOM 30. APRIL 2009 - Bayerische Polizei verhindert Kaffeefahrt +++
In der entsprechenden Pressemitteilung der bayerischen Polizei wird zwar die Einladung nicht näher beschrieben, wohl aber die Höhe des Gewinnversprechens: 1.568 €. Deswegen spricht viel dafür, dass es sich um das "Konten-Verwaltungszentrum" handelt, weil derzeit keine andere uns bekannte Einladung diesen krummen Geldbetrag verspricht.
Im Garching hat die Polizei auf sehr ungewöhnliche Art eine Kaffeefahrt verhindert. Beamten bestiegen ganz einfach den Kaffeefahrten-Bus und informierten die Fahrgäste, die sich geschlossen zum Abbruch entschieden. Viele stiegen sofort aus. Der einsichtige Busfahrer versprach die Übrigen wieder nach Hause zu fahren.
Den Pressebericht, der auch viele allgemeine Hinweise zu Kaffeefahrten enthält, können Sie aufrufen, wenn Sie die nachfolgende Internet-Adresse kopieren und anschließend in das Adress-Fenster Ihres Internet-Browsers einfügen.
http://www.polizei.bayern.de/muenchen/news/presse/aktuell/index.html/92277

+++ NACHTRAG VOM 26. OKT. 2009 +++ Pressebericht in der Heilbronner Stimme
Die Zeitung berichtet am 23, Oktober 2009. Eine Mitarbeiterin war mitgefahren uns ihr Bericht bestätigt einmal mehr unsere Warnungen.

WEITERE LINKS

Datei oder Merkblatt zum Download:

Merkblatt mit Informationen und Anregungen rund um Verkaufsveranstaltungen und Kaffeefahrten. Enthält auch Tipps, was SIE gegen das unseriöse Geschäftsgebaren unternehmen können.

Früherer Warnlisten-Eintrag zum "Verwaltungszentrum" Großenkneten.

Bericht in der "Rhein-Neckar-Zeitung vom 21. Feb. 2009

Teilnehmerbericht in der Online-Ausgabe der Heilbronner Stimme vom 23. Oktober 2009.

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