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Unser Schulwesen
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Unser Schulwesen

Der Lahn-Dill-Kreis verfügt als Schulträger seit vielen Jahren über ein vielfältiges und wohnortnahes schulisches Angebot. Dies zeigt sich in einer umfangreichen Schullandschaft, bei der zahlreiche verschiedene Schulformen in unterschiedlichen Organisationsformen angeboten werden.

Im einzelnen stellte sich die schulische Situation im Schuljahr 2006/2007 wie folgt dar:

Schülserstatistik des Lahn-Dill-Kreises für das Schuljahr 2006/2007
Stichtag allgemeinbildende Schulen: 29.09.2006
Stichtag Berufliche Schulen: 01.11.2006

Anzahl Schulform Gesamtschülerzahl
57 Grundschulen 8.666
4 Grundschulen mit Eingangsstufe 1.152
2 Grundschulen mit Förderstufe 682
2 Grund-, Haupt- und Realschulen 1.305
2 Grund-, Haupt-, und Realschulen mit Förderstufe 1.182
2 Haupt- und Realschulen 1.328
3 Gymnasien 4.088
1 Gymnasium mit auslaufender Integrierter Gesamtschule 920
5 Integrierte Gesamtschulen 4.318
1 Integrierte Gesamtschule mit Grundschule 676
2 Schulformbezogene kooperative Gesamtschulen mit Förderstufe 2.120
1 Schulformbezogene kooperative Gesamtschule mit Förderstufe und auslaufender Integrierter Gesamtschule 873
1 Schulformbezogene kooperative Gesamtschule ohne Förderstufe 706
2 Schulformbezogene kooperative Gesamtschulen ohne Förderstufe und auslaufender Inegrierter Gesamtschule 1.632
85 Gesamtschülerzahl der allgemeinen Schulen 29.648
7 Förderschulen 846
92 Gesamtschülerzahl der allgemeinbildenden Schulen 30.494
5 Gesamtschülerzahl der Beruflichen Schulen Schulen 9.217
97 Gesamtschülerzahl 39.711

Diese Darstellung der Schulangebote zeigt, dass der Lahn-Dill-Kreis einem flächendeckenden und vielfältigen Angebot an Schulen große Bedeutung beimisst.

94 allgemeinbildende und 5 berufliche Schulen sollen den Schülerinnen und Schülern eine optimale Schulausbildung ermöglichen.

Neben 56 eigenständigen Grundschulen und 4 differenzierten Grundschulen werden auch 11 Grundschulen in Verbindung mit anderen Organisationsformen angeboten. Dadurch stehen für die Schülerinnen und Schüler im Lahn-Dill-Kreis insgesamt 70 Grundschulen mit 74 Schulstandorten zur Verfügung. Dieses eng gezogene Grundschulnetz ermöglicht allen Schülerinnen und Schülern der Primarstufe einen wohnortnahen Schulbesuch.

Darüber hinaus hat der Schulträger in den vergangenen Jahren auch ein vorbildliches dichtes Netz an wohnortnahen weiterführenden Bildungsangeboten aufgebaut. An insgesamt 21 Schulstandorten innerhalb des Kreisgebietes besteht die Möglichkeit, mindestens den mittleren Bildungsabschluss zu erreichen. Unter Berücksichtigung der beruflichen Schulen kann an sieben Schulen die Hochschulreife erworben werden.

Hinsichtlich der vorhandenen Schulformen stehen zahlreiche schulformbezogene und schulformübergreifende Bildungsangebote in der Sekundarstufe I zur Verfügung, wobei der Schwerpunkt der schulformbezogenen Angebote im ehemaligen Dillkreis liegt und die schulformübergreifenden Angebote vor allem im Altkreis Wetzlar zur Verfügung stehen.

Seit dem Ende der 80er bzw. dem Beginn der 90er-Jahre wurden vom Land Hessen in enger Zusammenarbeit mit den Schulträgern Betreuungsangebote an Grundschulen in verschiedenen Ausgestaltungsformen initiiert (Betreuende Grundschulen / Grundschulen mit festen Öffnungszeiten).

Gerade in den letzten Jahren konnte eine gesteigerte Nachfrage nach der Einrichtung von Betreuungsangeboten an Grundschulen festgestellt werden. Die Ursachen für diese Entwicklung liegen sicherlich in den veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen (Zunahme von Klein- und Kleinstfamilien und Alleinerziehenden etc.) sowie einer veränderten Schullandschaft begründet.

Im Rahmen seiner Aufgaben als Schulträger hat sich der Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreises zeitnah auf die Veränderungen in der Gesellschaft und der Schullandschaft eingestellt und die Einrichtung und Durchführung von Betreuungsangeboten an Grundschulen ermöglicht. In enger Zusammenarbeit mit dem Hessischen Kultusministerium werden seit dem Schuljahr 1990/91 Betreuungsangebote an Grundschulen gefördert.

Die grundsätzlichen Voraussetzungen für die Einrichtung und Durchführung von Betreuungsangeboten liegen den vom Land Hessen im Dezember 2001 verabschiedeten "Empfehlungen für die Einrichtung und Durchführung von Betreuungsangeboten an Grundschulen sowie den Grundstufen der Schulen für Lernhilfe und der Sprachheilschulen" - diese sind am 01. Januar 2002 in Kraft getreten - und den Richtlinien des Lahn-Dill-Kreises zur Förderung von Betreuungsangeboten an Grundschulen vom Juni 2002 begründet.

Zur Zeit bestehen an 43 der 74 Grundschulstandorte des Lahn-Dill-Kreises Betreuungsangebote.

Weiterhin hat der Lahn-Dill-Kreis in den vergangenen Jahren begonnen, ein Sprachheilklassensystem einzurichten. Orientiert an den Regionen der Schulverbünde wurden 23 Sprachheilklassenstandorte in Absprache zwischen Schulträger und Schulaufsicht festgelegt.

Das angestrebte System der Sprachheilklassen wurde zwischenzeitlich weitgehend realisiert.

Auch die Einrichtung von Vorklassen ist nicht unberücksichtigt geblieben. Hier wurden im Lahn-Dill-Kreis in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt und dem Hess. Kultusministerium an insgesamt zehn Schulstandorten entsprechende Vorklassen eingerichtet. Die Einrichtung der Vorklassen erfolgte mit dem Ziel, den Kindern den Übergang in die Grundschule durch die Verbindung von sozialpädagogischen und unterrichtlichen Lern- und Arbeitsformen zu erleichtern. Gleichzeitig sollen in den Vorklassen Kinder gefördert werden, die zwar schulpflichtig, aber noch nicht schulreif sind.

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