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Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreises
Sozialplanung
Karl-Kellner-Ring 51
35576 Wetzlar

Auskunft erteilt:
Meike Menn
Telefon:
06441 407-1222

Telefax:
06441 407-1060

E-Mail an:
meike.menn@lahn-dill-kreis.de

Gut besuchte Veranstaltung: Zweite Fachtagung zum Thema „Armut von Kindern im Lahn-Dill-Kreis“

Mit über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde die zweite Fachtagung Armut von Kindern im Lahn-Dill-Kreis in den Kreistagssitzungsräumen in Wetzlar durchgeführt. Organisiert durch die Verbände der freien Wohlfahrtspflege, Kreis und Stadt, wurde diesmal der Schwerpunkt auf dem vorschulischen Bildungsbereich gelegt.

Die Fachtagung eröffnete mit einem geführten Rundgang mit Landrat Wolfgang Schuster und Sozialdezernent Günther Kaufmann-Ohl zu den ausgestellten Praxisbeispielen im Lahn-Dill-Kreis. Ausgestellt wurden die Projekte „Familienhebammen“; „Fitte Früchtchen“, ein Modellprojekt zur Gesundheitserziehung in Kita und Grundschule; das Programm „Integration durch Sport“ der hessischen Sportjugend; „Vorlesen in Familien“ der Phantastischen Bibliothek Wetzlar, „Das Baby verstehen" als frühzeitiges präventives Angebot der Familien- und Erziehungsberatungsstelle des Lahn-Dill-Kreises; Suchtpräventionsangebote wie „faustlos“ sowie „das kleine ich bin ich“ und „Gemeinsam unterwegs mit Mofa, Kfz und Bus“ der Stadt Wetzlar. Die Sprachförderangebote sowie die Sprachstandserhebung trugen ebenso zur Ausstellung bei wie die bekannten Projekte „HIPPY“ und „VIP“. Einen weiteren Ausstellungsstand nahm das aktuelle Lahn-Dill-Kreis-Projekt „SchülerInnen-Hilfsfonds“ ein, das als herausragendes Ergebnis der ersten Fachtagung gesehen werden kann. Von der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitserziehung (HAGE) wurde ein sehr gut sortierter Informationsstand zur Gesundheitsförderung vorgehalten. Die Projekte luden mit ihren jeweils eingerichteten „Kaffeeinseln“ – ausgestattet mit Gebäck und Softgetränken – zum regen Austausch zwischen den Ansprechpartner/innen und Interessierten ein.

Nach der offiziellen Begrüßung durch Landrat Wolfgang Schuster und den Ligavorsitzenden Rüdiger Harz-Bornwasser begann der Hauptvortrag von Prof. Dr. Dieter Eißel von der Justus-Liebig-Universität Gießen, der über die „Armut in Deutschland und Möglichkeiten lokaler Prävention“ beeindruckend referierte. Aus soziologischer Perspektive verglich er den Begriff und die gesellschaftliche Einordnung von Armut zwischen den europäischen Ländern und besonders in Deutschland. Mit regionalen Daten konnte Prof. Dr. Eißel die Situation für den Lahn-Dill-Kreis verdeutlichen und bot anschließend Maßnahmebeispiele zur Armutsprävention an.


Bereits umgesetzte positive Projekte wurden in den sich anschließenden vier Praxisreferaten erläutert:
• Über die Einordnung und den Arbeitsinhalt der „Familienhebammen“ klärten Andreas Kreuter und Natascha Leimenstoll auf.
• Marie-Luise Lenz-Graf schilderte das pfiffige Modellprojekt zur Gesundheitserziehung „fitte Früchtchen“, das erfolgreich in den Wetzlarern Stadtteilen umgesetzt worden ist.
• Mit „HIPPY“ und „VIP“ wurden zwei interkulturelle und integrative Programme der Familienbildung und frühen Förderung von Kindern vorgestellt. Heinrich Arndt erläuterte dazu die Rahmenbedingungen der unterschiedlichen Verbände, Stephanie Hellmer und Tülin Yavuz traten dabei als Expertinnen auf.
• Mit dem Wetzlarer Projekt „Gemeinsam unterwegs mit Mofa, Kfz und Bus“ (Mobile Familienbegleitung und das Kinder- und Familienzentrum als ein Modellprojekt der Stadt Wetzlar), vorgetragen von Elke Eichler, endete die Praxisvorstellung.

Günther Kaufmann-Ohl knüpfte noch einmal kurz an die vorjährige Tagung zur Armut von Kindern an, in deren Folge sich einige der dargestellten Projekte entwickelt hatten. Er bedankte sich bei allen Beteiligten für die hervorragende Organisation der Fachtagung und bei Gabriele Mangold für die abwechslungsreiche Moderation. Abschließend lud er alle Anwesenden für die Fortsetzung des Themas zur dritten Tagung Anfang 2010 ein.

Ansprechpartnerin zum Thema beim Lahn-Dill-Kreis: Meike Menn, Sozialplanerin, Tel. 06441 407-1222.



Weiterführender Link:
Dokumentation Armut von Kindern 2009


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