Aktuelles
Wirtschaft
Tourismus
Verkehr
Jugend Frauen Bildung
Gesundheit
Soziales
Politik
Verwaltung
Volltextsuche:
Lahn-Dill-Kreis direkt
Presseinformationen
zurück

Presseinformation


Landrat
Wolfgang Schuster
Nr.: 384/ 2009
Auskunft erteilt:
Susanne Müller-Etzold (Pressestelle)
Telefon: 06441 407-1105
Telefax: 06441 407-1051
E-Mail:
presse@lahn-dill-kreis.de
Internet:
http://www.lahn-dill-kreis.de

Landrat Wolfgang Schuster: Rückblick 2009 und Ausblick auf das Jahr 2010

Wetzlar/Dillenburg, 2009-12-31

2009 stand auch in unserem Kreis ganz im Zeichen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Zwar haben sich die Zahlen der arbeitsuchend gemeldeten Menschen entgegen ersten Befürchtungen weniger dramatisch entwickelt. Allerdings kennzeichnet die Zahl der Kurzarbeiter/innen die Situation. Waren im Herbst 2008 noch rund 800 Menschen von der Kurzarbeit betroffen, so waren es 12 Monate später mehr als zehn Mal so viele. Diese Zahl ist aber zugleich Beleg für die Verantwortung der heimischen Sozialpartner, haben sie doch auf Beschäftigungssicherung gesetzt. Da es in 2010 wohl keineswegs leichter werden wird, strebe ich im Verbund mit den Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern sowie der Hessischen Landesregierung die Errichtung einer Transfer- und Rückkehrgesellschaft an.

Zudem freue ich mich, dass es gelungen ist, mit der Bundesagentur für Arbeit einen Regionalen Arbeitsmarktmonitor zu initiieren, um im kommenden Jahr gezielt regionale Beschäftigungsstrategien zu entwickeln.

Wir verfügen mit den Lahn-Dill-Kliniken und ihren Standorten in Wetzlar, Dillenburg und Braunfels über ein hochqualitatives Gesundheitswesen. Mit einer Zielvereinbarung, die wir erst kürzlich mit der Geschäftsführung geschlossen haben, bekennen wir uns mit Nachdruck zu der Klinik in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft. Als Träger streben wir keine Gewinnabführung an. Vielmehr möchten wir den Kliniken eine gute Basis für ihre Weiterentwicklung bieten.

Komplettiert wird unser pflegerisches Angebot durch eine sich in der Weiterentwicklung zum Kompetenzzentrum „Pflege“ befindliche Altenpflegeschule. Ich hoffe sehr, dass es gelingt, im kommenden Jahr die räumlichen Voraussetzungen am Standort Haiger zu schaffen, damit wir unsere Konzepte für die Altenpflegeschule umsetzen können. Eine auf hohem Niveau arbeitende und sich permanent weiterentwickelnde Altenpflege ist ein Baustein unseres Konzeptes, um den Lahn-Dill-Kreis noch familienfreundlicher zu machen.

Familienfreundlichkeit spiegelt sich aber auch in der Betreuung der Kinder wider. Im U 3-Bereich verzeichnen wir einen stetigen Ausbau und werden im Landkreis im kommenden Jahr einen Versorgungsgrad von 22% erreichen. 55 von 73 Grundschulen und 16 Schulen der Mittelstufe verfügen über Betreuungsangebote; 2010 kommen vier Schulen dazu.


Wolfgang Schuster, Landrat des Lahn-Dill-Kreises

Das Investitionsprogramm für unsere Schulen, gespeist durch Kreismittel und Gelder aus den Konjunkturprogrammen des Bundes und des Landes, stellt eine besondere Herausforderung dar. Insgesamt haben wir im Jahr 2009 über 80 Mio. € zur baulichen Ertüchtigung und zur Ausstattungsverbesserung eingesetzt. Davon entfallen über 30 Mio. € auf Eigenmittel, die wir mit Unterstützung der Städte und Gemeinden bereitstellen. In dem mittelfristigen Zeitraum von 2008 bis 2013 werden rund 287 Mio. € für die Bildungseinrichtungen verfügbar gemacht. Darüber hinaus konnten wir für die energetische Sanierung unserer Schulliegenschaften erfolgreich Fördergelder in Höhe von 2,25 Mio. € einwerben. Den baulichen Zustand unserer Schulen, die wir zum Großteil von den Städten und Gemeinden als frühere Schulträger „geerbt“ haben, mag man als Krise bezeichnen. Diese Krise bietet aber auch die große Chance, unsere Infrastruktur nachhaltig auf Vordermann zu bringen. Diese Chance nutzen wir!

Unser Landkreis ist eingebettet in eine reizvolle Landschaft. Dies erkennen zunehmend Gäste aus nah und fern. Der Tourismus ist ein nicht zu verkennender Wirtschaftsfaktor. Neben dem Rothaar- und Westerwaldsteig, dem Ausbau des Lahnwanderweges, dem Lahn-Dill-Bergland-Pfad und dem Hugenotten- und Waldenserpfad, der durch unseren Kreis führt, trägt die Weiterentwicklung des Geoparks zur Profilbildung bei, die überregional auf großes Interesse stößt.

Viele Herausforderungen liegen vor uns. Wenn wir uns unserer Stärken bewusst sind und sie gezielt weiter entwickeln, dann können wir auch in schwierigen Zeiten Akzente setzen. Daran möchte ich auch 2010 mit Ihnen gemeinsam und zum Wohle unserer Heimat arbeiten.

Druckversion


| Aktuelles | Wirtschaft | Tourismus | Verkehr | Jugend Frauen Bildung | Gesundheit | Soziales | Politik | Verwaltung |

© 2005 Lahn-Dill-Kreis, Tel.: 06441 407-0
Bei Fragen, Anregungen und Kritiken zu den Webseiten klicken Sie bitte hier.