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Landrat
Dr. Karl Ihmels
Nr.: 185/ 2005
Auskunft erteilt:
Frank Dworaczek
Telefon: 06441 407-1820
Telefax: 06441 407-1801
E-Mail:
frank.dworaczek@lahn-dill-kreis.de
Internet:
http://www.lahn-dill-kreis.de

Mülltonnenaustausch: Abfallwirtschaft setzt Kreistagsbeschluss um

Wetzlar/Dillenburg, 2005-11-09

Zurzeit wird im Lahn-Dill-Kreis eine Inventur des Behälterbestands durch das Unternehmen Sita Schneider GmbH als beauftragten Entsorger für die Abfalleinsammlung durchgeführt. Gleichzeitig werden überzählige und „zu große“ Abfallgefäße abgezogen und den Bürgern die Gefäßgrößen zur Verfügung gestellt, die nach Abfallsatzung des Kreises vorgesehen sind. „Dies beruht“, so Landrat Dr. Karl Ihmels, „auf einem Kreistagsbeschluss!“

Gerade bei den grauen und braunen Tonnen steht zurzeit den Bürgern noch deutlich mehr Abfallgefäßvolumen zur Verfügung, als es nach Satzung vorgesehen und letztendlich auch „bezahlt“ ist. Das satzungsmäßige Volumen wieder rum ist im bundesweiten Vergleich außerordentlich komfortabel.

Es ist verständlich, dass sich die Bürger beschweren, wenn eine größere Tonne gegen eine kleinere getauscht wird – gerade wenn Grundstücke mit viel Grünfläche eine „kleine“ braune Abfalltonne erhalten. Maßstab für eine Festlegung der Abfallgefäßgröße und der Gebührenhöhe ist jedoch nicht die Grundstücksgröße, sondern die Personenzahl der angeschlossenen Grundstücke. Die Biotonne ist nach Satzung für kompostierfähige Küchenabfälle und häusliche Grünabfälle (Bioabfälle) gedacht (nach dem Prinzip: je mehr Personen, desto mehr Küchenabfall) und nicht für die großen Mengen an Gartenabfall ausgelegt.

Natürlich kann auch Gartenabfall wie Laub, Gras- und Strauchschnitt über die Biotonne entsorgt werden – und zwar in dem Umfang, wie es die Abfallsatzung vorsieht. Sollte das nach Satzung zur Verfügung gestellte Abfallgefäßvolumen nicht ausreichen, so hat der Bürger die Möglichkeit, bei der Gemeinde- oder Stadtverwaltung eine Höherveranlagung zu beantragen. Mit diesen (höheren) Gebühren ist dann auch das größere Abfallbehältervolumen bezahlt, das der Bürger dann gestellt bekommt.

Eine weitere – und in diesem Fall bereits mit der Abfallgebühr „bezahlte“ – Möglichkeit besteht darin, dass die Bürger bestimmte Abfallarten bei den gemeindlichen bzw. städtischen Wertstoffhöfen abgeben. Angenommen werden dort Grünschnitt, Altholz (mit Ausnahme von Schadstoff belasteten Hölzern), Elektrokleingeräte, Bauschutt, Schrott, Papier, Pappe und Kartonagen. Die „kostenlose“ (mit der Abfallgebühr bezahlte) Annahme ist nur für die privaten Haushalte vorgesehen und auf Anlieferungen in haushaltsüblichen Mengen (max. eine PKW oder PKW-Kombi-Ladung) begrenzt.

Restabfall und größere Mengen an sonstigen Wertstoffen können in Aßlar (Abfallentsorgungsanlage, Telefonnummer: 06440 92250) gegen Gebühr entsorgt werden.

Größere Mengen an Grünschnitt sowie Restabfälle können, gegen Gebühr, zusätzlich auf dem Wertstoffhof Schelderwald (Telefonnummer: 02771 24185) entsorgt werden.

Für Verpackungsabfälle – ohne Glas und Papier – wie Dosen, Folien, Plastikschalen und Plastikbecher usw. (die mit dem „Grünen Punkt“) steht der Gelbe Sack zur Verfügung. Gelbe Säcke sind in einigen Einzelhandelsgeschäften sowie teilweise in den Gemeinde- oder Stadtverwaltungen erhältlich. Jeder kann so viele Gelbe Säcke mitnehmen, wie er benötigt. Ausgabestellen für Gelbe Säcke können beim Vertragspartner von DSD, Fa. Krätz, unter der Telefonnummer 02772 958-646 oder -645 erfragt werden.

Für die Entsorgung von Glas (Sektflaschen, Gurkengläser usw.) stehen den Bürgern die dafür bereitgestellten Depotcontainer zur Verfügung.

Abfälle aus Papier, Pappe oder Kartonagen gehören in die blaue Tonne. Damit es nicht zu Platzproblemen kommt, muss man manchmal die Kartonagen falten oder sie zerkleinern.

Durch sorgfältiges Abfalltrennen und durch das Kompostieren im eigenen Garten kann man erfahrungsgemäß so viel Abfall sparen, dass man mit dem zur Verfügung stehenden Behältervolumen problemlos klarkommt.

Zuletzt weist der AEWLD (Abfall- und Energiewirtschaft Lahn-Dill) die Bürger noch darauf hin, dass sich die Rufnummer für die Anmeldung der Sperrmüllabholung ändern wird. Ab 5. Dezember 2005 wird ein anderes Unternehmen die Anmeldungen entgegennehmen. Künftig wird neben der telefonischen Anmeldung auch eine Anmeldung per Fax und per E-Mail möglich sein. Die betreffenden Telefon- und Faxnummern und die E-Mail-Adresse werden den Bürgern Ende November in einem separaten Infoblatt mitgeteilt.

Ihr Kontakt AEWLD: Telefon 06441 407-1821.

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