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Presseinformation
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Nr.: 059/
2006 Auskunft erteilt: Frank Dworaczek Telefon: 06441 407-1820 Telefax: 06441 407-1801 E-Mail: frank.dworaczek@lahn-dill-kreis.de Internet: http://www.lahn-dill-kreis.de |
Entsorgung von Haushaltsgeräten: Wohin mit den so genannten Elektroaltgeräten?
Wetzlar/Dillenburg, 2006-03-14
Elektromotorbetriebene Haushaltsgeräte werden in die so genannte „Weiße Ware“ (z. B. Waschmaschinen, Wäschetrockner, Elektroherde, Mikrowellengeräte, Kühlgeräte) und „Braune Ware“ (Radios, Fernsehgeräte, Videorecorder, Computer, Plattenspieler) unterteilt. Alle diese Geräte enthalten schadstoffhaltige Bauteile, weswegen sie nicht in den Restmüll oder Sperrmüll gehören.
Sehr viele Bürgerinnen und Bürger des Lahn-Dill-Kreises haben diese Elektroaltgeräte schon auf den heimischen Wertstoffhöfen entsorgt. Was bisher aus freien Stücken erfolgte, ist in Kürze ein Muss: Mit der Umsetzung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes dürfen alte Elektrogeräte ab dem 24. März 2006 nicht mehr zusammen mit dem Restmüll (graue Tonne) entsorgt, sondern müssen getrennt erfasst und bei den kommunalen Sammelstellen abgegeben werden. Diese Abgabe ist immer kostenfrei.
Das bedeutet: Besitzerinnen und Besitzer von Altgeräten sind verpflichtet, diese zu den vorgesehenen Sammelstellen zu bringen oder, soweit vorhanden, bei einer entsprechenden Sammlung abzugeben. Mit diesem kleinen persönlichen Aufwand wird ein hoher Nutzen für die Umwelt bewirkt: So hilft jede/r mit, dass wertvolle Rohstoffe recycelt und Schadstoffe gezielt behandelt werden können. Die Sammelstellen sind am Ende des Artikels aufgeführt.
Was steckt dahinter?
Wenn Sie Altgeräte einer getrennten Sammlung zuführen, entlasten Sie die Umwelt in doppelter Weise: Erstens helfen Sie, Ressourcen zu sparen und zweitens tragen Sie dazu bei, den Schadstoffgehalt im Restmüll deutlich zu verringern. Elektroaltgeräte gehören bisher zu den größten Verursachern der Schadstoffbelastung des Hausmülls mit Blei, Cadmium und Quecksilber.
Wiederverwendung von Altgeräten
Die Innovationszyklen von Elektrogeräten werden immer kürzer. So werden häufig Geräte ausrangiert, obwohl sie viel zu schade für den Müll sind. Geben Sie diese zur Wiederverwendung weiter – an Freunde, an entsprechende Händler, an Initiativen in Ihrer Kommune oder an wohltätige Einrichtungen. Wenden Sie sich vor allem bei IT-Geräten, Unterhaltungselektronik und großen Haushaltgeräten an so genannte Re-Use-Initiativen, die sich auf die Weiterbenutzung gebrauchter Geräte spezialisiert haben.
Verwertung von Altgeräten
Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz schreibt vor, dass pro Einwohner und Jahr mindestens 4 kg Elektro-Altgeräte getrennt gesammelt werden sollen. Soweit die Geräte oder einzelne Bauteile nicht wieder verwendet werden, müssen je nach Gerät 50 bis 80 Prozent stofflich verwertet, das heißt recycelt werden.
Die unsachgemäße Entsorgung von Elektro-Altgeräten gefährdet Mensch und Umwelt!
Elektrogeräte bestehen aus ca. 1000 verschiedenen Substanzen; darunter sind wertvolle Rohstoffe wie Kupfer oder Aluminium, gleichzeitig aber auch umwelt- und gesundheits- gefährdende Stoffe wie Cadmium, Blei, Quecksilber und polybromhaltige Flammschutzmittel. Mit dem Elektro-Gesetz wird der Einsatz dieser Stoffe in Neugeräten stark eingeschränkt. In einigen Bauteilen jedoch kann heute auf ihre Verwendung noch nicht verzichtet werden. Zudem haben Elektrogeräte eine relativ lange Lebensdauer, so dass die derzeit zurückkommenden Altgeräte häufig noch erhebliche Mengen der Schadstoffe enthalten.
Beispiele für den Nutzen der getrennten Erfassung:
Leuchtstoffröhren benötigen nur wenig Energie und sind sehr langlebig. Sie enthalten jedoch Quecksilber. Deshalb müssen die Altröhren getrennt von anderen Abfällen und unbeschädigt erfasst werden. Auf diese Weise wird vermieden, dass Quecksilberdämpfe in die Umwelt entweichen. Nur durch ordnungsgemäße Entsorgung kann das Quecksilber kontrolliert entfernt und das Altröhrenglas verwertet werden.
Ab dem 24. März 2006 werden alle neuen Elektrogeräte mit einer „ durchgestrichenen Abfalltonne auf Rädern“ gekennzeichnet. Das Symbol weist Sie darauf hin, dass dieses Gerät nicht über den Hausmüll (Graue Tonne, gelbe Tonne, Biotonne, Papier oder Glas) entsorgt werden darf sondern bei den kommunalen Sammelstellen oder freiwilligen Rücknahmesystemen abzugeben ist.

Sammelstellen für Elektronik-Schrott
Für die Bürgerinnen und Bürger aus dem Lahn-Dill-Kreis (außer Stadt Wetzlar/Stadtteile):
Abfallentsorgungsanlage Aßlar, Am grauen Stein, 35614 Aßlar;
Annahmezeit: montags bis freitags 08:00 bis 15:30 Uhr; samstags 08:30 bis 11:30 Uhr
SITA Kommunal Service West GmbH, Grube Falkenstein, 35688 Dillenburg-Oberscheld; Annahmezeit: samstags 08:00 bis 12:00 Uhr
Für die Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt Wetzlar und den Wetzlarer Stadtteilen:
Recyclingzentrum GWAB, Westendstraße 15, 35578 Wetzlar;
Annahmezeit: montags bis freitags 07:30 bis19:00 Uhr, samstags 10:00 bis 14:00 Uhr
Achtung: Ab 24. März 2006 keine Annahme mehr von Elektronikschrott beim Wertstoffhof der Stadtreinigung Wetzlar (Dillfeld 37) sowie keine Abfuhr mehr von Elektrogroßgeräten im Rahmen der Sperrmüllabfuhr!
Grünschnitt, Restmüll, Bauschutt, Papier & Co.
Achtung: Der Wertstoffhof Schelderwald ist letztmalig am Samstag, 18.März 2006 zur Abgabe für Elektronik-Schrott geöffnet. Grünschnitt kann hier jedoch auch weiterhin ab 20. März 2006 montags bis freitags von 08:00 bis 16:00 Uhr angeliefert werden.
Ab Samstag, 25. März 2006 wird in Oberscheld auf der Grube Falkenstein bei der Fa. Sita-Schneider E-Schrott kostenlos angenommen. Restmüll in Kleinmengen kann auch dort zu den gleichen Preisen wie auf der Abfallentsorgungsanlage Aßlar abgegeben werden. Die Annahme ist beschränkt auf PKW, PKW-Kombi und Anhänger bis1000 kg Nutzlast. Die Öffnungszeit ist samstags von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr.
Bauschutt, Papier/Pappe/Kartonage und Schrott/Metalle können auf dem Wertstoffhof in Dillenburg (Stadion/AQUARENA) samstags von 09:00 bis 12:00 Uhr abgegeben werden.
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