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Presseinformation
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Nr.: 166/
2006 Auskunft erteilt: Susanne Müller-Etzold (Pressestelle) Telefon: 06441 407-1105 Telefax: 06441 407-1051 E-Mail: presse@lahn-dill-kreis.de Internet: http://www.lahn-dill-kreis.de |
Abfallwirtschaft mit Überschuss von 834.000 Euro – Verwertungsmarkt weiterhin angespannt
Wetzlar/Dillenburg, 2006-08-09
Die Betriebsleitung der Abfallwirtschaft des Lahn-Dill-Kreises hat der Betriebskommission in ihrer konstituierenden Sitzung den Jahresabschluss für das Jahr 2005 vorgelegt. Er weist einen Überschuss in Höhe von 834.821,26 Euro aus. Die Betriebskommission empfiehlt dem Kreistag, den Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Aus dem parallel vorgelegten Bericht für das 1. Quartal dieses Jahres ergibt sich die fundierte Erwartung eines erneuten Überschusses. Dies erscheint auf Grund der zwischenzeitlich eingetretenen Entwicklung als durchaus verlässlich. Folglich wird der Eigenbetrieb dem Kreistag auch für 2006 keine Gebührenerhöhung vorschlagen. Die in 2003 getroffene Festsetzung, die zwischenzeitlich familienfreundlich durch Ausweitung der Gebührenfreiheit auch auf das zweite Kind einer Familie modifiziert wurde, geht damit in das vierte Jahr.
Die Trockenstabilatanlage in Aßlar ist mittlerweile in den Routinebetrieb übergegangen. Seit Mitte vorigen Jahres bewegt sich die Anlieferung auf dem vertraglichen Volumen von 140.000 Jahrestonnen. Dieses wird auch verarbeitet und zeitweilig leicht überschritten.
Probleme gibt es nach wie vor bei der Stabilatverwertung. Der Engpass wird nach Einschätzung von Fachleuten auch noch einige Jahre andauern. Dies beruht darauf, dass seit Mitte vorigen Jahres Abfälle nur noch nach Vorbehandlung deponiert werden dürfen.
Dies hatte zur Folge, dass die bis dahin auf Deponien abgelagerten Gewerbeabfälle seitdem zu Ersatzbrennstoffen verarbeitet auf den Verwertungsmarkt drängen. Auf Grund der langen Planungs- und Genehmigungsvorläufe für energetische Verwertungsanlagen wird die Marktanpassung nach Einschätzung von Landrat Dr. Ihmels leider noch einige Jahre dauern.
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