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Presseinformation
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Nr.: 206/
2006 Auskunft erteilt: Susanne Müller-Etzold (Pressestelle) Telefon: 06441 407-1105 Telefax: 06441 407-1051 E-Mail: presse@lahn-dill-kreis.de Internet: http://www.lahn-dill-kreis.de |
Kreisausschuss will mehr Energie aus Biomasse
Wetzlar/Dillenburg, 2006-10-05
Kein Tag ohne spektakuläre Meldungen über Klimakatastrophen. Das ist die Wirklichkeit. Mittlerweile besteht kein Zweifel mehr, dass die Erwärmung der Erdatmosphäre eine erhöhte Feuchtigkeitsaufnahme bewirkt und entsprechend stärkere Entladungen auslöst. Ursächlich ist die verstärkte CO2-Freisetzung durch den Verbrauch fossiler Energien.
Die Landesregierung setzt deswegen auf Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen, sprich Biomasse. Das zuständige Ministerium hat eine Biomassenpotentialstudie erarbeitet. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass im gesamten Land Hessen die Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen vervierfacht werden könnte. Dafür müssten landwirtschaftliche Flächen und die Rest-, Schwachholz- und Altholzmengen aus unseren Wäldern konsequent für die Erzeugung von Energie herangezogen werden. Diese Problematik hat der Lahn-Dill-Kreis unter Federführung der Abteilung für den ländlichen Raum sowie des Eigenbetriebes Abfall- und Energiewirtschaft in einem Planungsworkshop aufbereitet. Unter Mitwirkung hochrangiger Vertreter auf der Gemeinde- und Kreisebene sowie der Land- und Forstwirtschaft, IHK und Energieversorger ist die Verabredung getroffen worden, die Ziele der Hessischen Landesregierung zum Ausbau der Biomassennutzung tatkräftig zu unterstützen.
Als Konsequenz daraus bereiten die Fachleute eine Empfehlung des Kreisausschusses für den Kreistag vor, dass der Lahn-Dill-Kreis sich am Wettbewerb des Landes Hessen „Bioregio Holz“ beteiligt. In Aussicht steht die nachhaltige planerische Unterstützung von Anlagen Holz befeuerter Wärme- und Stromerzeugung. Dies soll durch die „Hessen-Energie“ geschehen, die speziell auf diesem Sektor über vielfältige Erfahrungen verfügt.
Die Fachleute schlagen vor, dass der Lahn-Dill-Kreis eine umfassende Informations- und Kommunikationspolitik zur Förderung der Biomassen entwickelt. Auch soll er Hilfestellung leisten bei der Entwicklung von Modellen zur Biogasnutzung in Verbindung mit der Landwirtschaft.
„Die Energieversorgung bildet den Dreh- und Angelpunkt moderner Volkswirtschaften. Die Entwicklung der Energiepreise verdeutlicht schmerzhaft, wie abhängig jeder Bürger persönlich aber auch die Wirtschaft insgesamt von diesem Lebens- und Produktionsfaktor ist“, so Landrat Dr. Karl Ihmels. „Es gilt die Abhängigkeit von ausländischen Energielieferanten abzumildern und zugleich die Klimabelastungen zu reduzieren. Beides wird durch den Einsatz heimischer Ressourcen ermöglicht und dadurch zugleich Kaufkraft aus und für die Region entwickelt.“
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