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Nr.: 251/
2008 Auskunft erteilt: Stefan Röger Telefon: 06441 407-1813 Telefax: 06441 407-1801 E-Mail: Stefan.Roeger@lahn-dill-kreis.de Internet: http://www.lahn-dill-kreis.de |
Landrat wirbt für die Benutzung des Gelben Sackes – zu viele Leichtverpackungen in der Restabfalltonne
Wetzlar/Dillenburg, 2008-11-17
Leichtverpackungen mit dem Grünen Punkt werden über den Gelben Sack entsorgt – für dieses System bezahlt der Kunde schon beim Kauf seines Produktes. Im Lahn-Dill-Kreis landen viele Joghurtbecher, Konservendosen, Safttüten und Plastikfolien aber noch immer in der Grauen Tonne. Eine zu Beginn dieses Jahres durchgeführte Sortieranalyse hatte ergeben, dass Leichtverpackungen bis zu acht Prozent des Restabfallvolumens ausmachen. Damit bezahlen viele Lahn-Dill-Kreis-Bürger genaugenommen zweimal für die Entsorgung der mit dem Grünen Punkt gekennzeichneten Verkaufsverpackungen – einmal an der Ladenkasse und ein zweites Mal über die Abfallgebühren. Denn alles, was nicht in den Gelben Sack wandert, muss in der Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) in Aßlar getrennt werden. Das stellt zwar technisch kein Problem dar, doch die Kosten für diese zusätzlich zu trennenden Abfallmengen tragen am Ende die Gebührenzahler. Zudem spielen die Mengen bei der geplanten Neuausschreibung des Restabfallvolumens durch den Lahn-Dill-Kreis eine buchstäblich gewichtige Rolle.
Vor diesem Hintergrund wirbt Landrat Wolfgang Schuster dafür den Gelben Sack zu nutzen. „Wir wissen von unseren Partnern bei den Abfuhrunternehmen, dass die im Lahn-Dill-Kreis gesammelten Mengen an Verpackungsabfällen von außerordentlich guter Qualität sind, weil es bei uns kaum Fehlbefüllungen der Gelben Säcke gibt“, lobt Schuster die Bürgerinnen und Bürger und weist darauf hin, wie wichtig dies für die nachfolgenden Verwertungsschritte ist. Leider seien es aber noch zu wenige, die vom Gelben Sack Gebrauch machten. Gemessen an der Sammelmenge bildet der Lahn-Dill-Kreis das Schlusslicht in Hessen. „Das wollen wir gerne ändern und dem Restabfall auch im Sinne der Gebührenstabilität so viele Verpackungsabfälle wie möglich vor der Anlieferung in Aßlar entziehen“, erläutert Frank Dworaczek, Betriebsleiter der Abfall- und Energiewirtschaft Lahn-Dill (AEWLD). Dabei setzt der Eigenbetrieb des Lahn-Dill-Kreises auf Information. „Wer sich nicht sicher ist, was in den Gelben Sack gehört und was nicht, kann unsere Abfallberater befragen oder unsere Sortierhilfen im Internet nutzen“, so Dworaczek. Außerdem sollen Anzeigen über den richtigen Umgang mit dem Gelben Sack informieren. Grundsätzlich gilt: In den Gelben Sack gehören alle mit dem Grünen Punkt gekennzeichneten gebrauchten Leichtverpackungen aus Metall, Kunststoff und Verbundstoffen. Diese sollten restentleert, aber nicht gespült in die Sammlung gegeben werden.
Knapp 4000 Tonnen Leichtverpackungen werden jährlich im Lahn-Dill-Kreis über den Gelben Sack eingesammelt und nach Sortierung unter anderem in der Anlage der SITA Kommunal Service West GmbH in Sinn der Wiederverwertung zugeführt. Mit der Abfuhr und dem Austeilen der Gelben Säcke im Lahn-Dill-Kreis ist die Firma KCS aus Pohlheim beauftragt. Die Menge und Qualität der Säcke ist vertraglich direkt zwischen dem Abfuhrunternehmen und dem Dualen System Deutschland (DSD) geregelt. Einmal im Jahr werden je zwei Rollen mit 15 Säcken an die Haushalte im Lahn-Dill-Kreis verteilt. Darüber hinaus sind Gelbe Säcke kostenlos bei den Städten und Gemeinden erhältlich. Damit es bei der Versorgung mit Gelben Säcken nicht zu Engpässen kommt, bitten der Kreis und die Abfuhrunternehmen darum, die Säcke nur für die Sammlung von Verkaufsverpackungen zu verwenden.

Für Fragen rund um den Gelben Sack hat KCS eine Hotline eingerichtet: 0800 6645243. Aber auch die Abfallberater der AEWLD (Tel. 06441 407-1818) geben Tipps zur richtigen Entsorgung von Leichtverpackungen. Im Übrigen gibt es im Internet unter www.aewld.de unter dem Stichwort „Was wohin?" eine nützliche Sortierhilfe für den Gelben Sack.
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