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Nr.: 098/
2009 Auskunft erteilt: Stefan Röger Telefon: 06441 407-1813 Telefax: 06441 407-1801 E-Mail: Stefan.Roeger@lahn-dill-kreis.de Internet: http://www.lahn-dill-kreis.de |
Abfallwirtschaft Lahn-Dill investiert in Betriebsgebäude in Aßlar –
Preise für die Direktanlieferung von gemischten Gewerbeabfällen gesenkt
Wetzlar/Dillenburg, 2009-04-07
Seit der Eröffnung der Abfallentsorgungsanlage im Jahre 1972 sind in Aßlar-Bechlingen rund sieben Millionen Tonnen Abfall abgelagert worden. Und noch immer ist die Deponie ein unverzichtbares Werkzeug der Abfallwirtschaft im Lahn-Dill-Kreis. Der Hausmüll der 250.000 Kreisbewohner wird hier zwar schon seit 1997 nicht mehr abgelagert, sondern in der Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) zum Sekundärbrennstoff Trockenstabilat verarbeitet, doch ist die Deponie Anlaufstelle für die unterschiedlichsten Industrie- und Gewerbeabfälle aus dem gesamten Kreisgebiet und angrenzenden Regionen. Jetzt hat die Abfallwirtschaft Lahn-Dill, Eigenbetrieb des Lahn-Dill-Kreises, weiter am Standort Aßlar investiert und in einem ersten Bauabschnitt Teile der zuletzt in den 80er Jahren erweiterten Betriebsgebäude modernisiert. Die 180.000 Euro umfassende Maßnahme beinhaltet Büro- und Kassenräume sowie das Wiegehaus, das die Abfallfahrzeuge nun in futuristischer doch zweckmäßiger Architektur auf dem Deponiegelände empfängt.
„Während andernorts Deponien geschlossen wurden und der Gewerbeabfall deshalb mitunter quer durchs Bundesgebiet transportiert werden muss, haben es Gewerbetreibende und Containerdienste an Lahn und Dill nicht weit, um ihre Abfälle fachgerecht zu entsorgen“, hebt Landrat Wolfgang Schuster die Bedeutung der kreiseigenen Deponie hervor, die den Betrieben in Mittelhessen noch über Jahrzehnte Kapazitäten und somit Entsorgungssicherheit biete. Rund 65.000 Wiegungen werden jedes Jahr auf den beiden 50-Tonnen-Waagen am Wiegehaus vorgenommen, ehe die Abfälle über die Abfallentsorgungsanlage entsorgt werden. Für eine exakte und schnelle Abwicklung sorgt eine neue Wiege- und Auswertungssoftware. So können die angelieferten Abfälle heute direkt nach den so genannten Abfallschlüsseln verwogen werden. Deponiert werden in Aßlar grundsätzlich „nicht reaktive“ Industrie- und Gewerbeabfälle, also organisch unbelastetes Material, das kein Deponiegas erzeugt. Das sind beispielsweise Sande, Schlacken oder Bodenaushub. Welche weiteren Abfallsorten angenommen werden, verrät der Abfallschlüssel, der auf der Website der Abfallwirtschaft Lahn-Dill (www.awld.de) eingestellt ist.
Eine weitere Neuerung betrifft die Entgeltliste für Direktanlieferungen. So senkt der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Lahn-Dill die Preise für gemischte Gewerbeabfälle: Anlieferer bezahlen für die Gewichtstonne MBA-fähigen Materials nur noch 119 Euro statt 129 Euro. Für gemischte Gewerbeabfälle, die noch zerkleinert werden müssen, werden von der Abfallwirtschaft 139 Euro statt bislang 149 Euro berechnet. Alle Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer. Mehr Infos über die Abfallwirtschaft Lahn-Dill sind unter
www.awld.de zu finden. Fragen zur Abfallentsorgungsanlage in Aßlar beantwortet auch Wolfgang Pfeiffer (Tel. 06441 407-1815).

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