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Presseinformation


Hauptamtlicher Kreisbeigeordneter
Roland Wegricht
Nr.: 133/ 2009
Auskunft erteilt:
Susanne Müller-Etzold (Pressestelle)
Telefon: 06441 407-1105
Telefax: 06441 407-1051
E-Mail:
presse@lahn-dill-kreis.de
Internet:
http://www.lahn-dill-kreis.de

„Zeit für Familie“ – Aktionstag am 15. Mai 2009

Wetzlar/Dillenburg, 2009-05-13

Das Bündnis für Familie im Lahn-Dill-Kreis unterstützt den bundesweiten Aktionstag der Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“.

Am 15. Mai 2009, dem internationalen Tag der Familie, laden Hunderte der 560 Lokalen Bündnisse für Familie zum bundesweiten Aktionstag „Zeit für Familie“ ein. An diesem Tag sind alle aufgerufen, Familien Zeit zu schenken: mit kreativen und passgenauen Lösungen für eine familienfreundlichere Infrastruktur, mit Diskussionsrunden zu familienfreundlicher Zeitgestaltung oder auch mit Festen und bunten Aktionen für Familien. Der Aktionstag der vom Bundesfamilienministerium ins Leben gerufenen Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“ findet bereits zum vierten Mal statt.

Das Bündnis für Familie im Lahn-Dill-Kreis unterstützt den Aktionstag 2009 mit seinem Motto „Zeit für Familie“. Aktionen und Projekte des Bündnisses tragen auch dazu bei, die Lebens- und Arbeitssituation durch gemeinsames Handeln familienfreundlicher zu gestalten. Im Bündnis nehmen sich vielfältige Akteurinnen und Akteure Zeit für Familie. So fand am 29. April ein von der AG „familienfreundliche Unternehmen“ gemeinsam mit der Johann-von-Nassau-Schule organisiertes Schülergespräch statt. Vertreter der Isabellenhütte Heusler GmbH & Co KG, der Industrie- und Handelskammer Lahn-Dill und der Handwerkskammer Wiesbaden haben die Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klasse der Johann-von-Nassau Schule in Dillenburg besucht. Zusammen wurde über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Lebensperspektiven und Rollenbilder diskutiert. Am 6. Mai konnten die Schülerinnen und Schüler die Isabellenhütte im Eibacher Weg besichtigen und mit der Fachbeauftragten für Chancengleichheit der Agentur für Arbeit, Heike Schubert, darüber diskutieren, welche Berufe typischerweise von Männern und welche von Frauen erlernt und ausgeübt werden und warum das so ist. Der Personalleiter und weitere Mitarbeiter des Unternehmens standen den ganzen Vormittag zur Verfügung.

Zeit für Familienfreundlichkeit haben sich Unternehmensvertreter auch am 28. April 2009 genommen. An diesem Tag fand im Rahmen der AG „Familienfreundliche Unternehmen“ des Bündnisses für Familie im Lahn-Dill-Kreis in der IHK Lahn-Dill ein Gespräch über die Unterstützungsmöglichkeiten der Personalabteilungen für Mitarbeiter, Fach- und Führungskräfte und ihre Familien statt. Gemeinsam sind – ausgerichtet am Bedarf der Personalabteilungen – die Handlungsfelder für ein entsprechendes Service-Angebot erarbeitet worden. Eine Online „Such- und Findmaschine“ halten die Unternehmensvertreter von ThyssenKrupp Nirosta, Hailo und Isabellenhütte Heusler GmbH & Co KG für ein „Muss“. Das Bündnis für Familie im Lahn-Dill-Kreis hat bereits im letzten Jahr die Erstellung einer Online-Version eines Familienwegweisers angeregt. Die Umsetzung in Form eines Großprojektes ist in Planung.


Vereinbarkeit von Familie und Beruf bedeutet oftmals Zeitstress für die Eltern

Die hohe Bedeutung solch lokaler Lösungen für mehr Zeit für Familie macht eine repräsentative Forsa-Umfrage Anfang Mai deutlich: Knapp die Hälfte der befragten berufstätigen Eltern mit Kindern unter sechs Jahren geben an, häufig bis sehr häufig Zeitstress bei dem Versuch erleben, Familie und Beruf zu vereinbaren. 95 Prozent der befragten Eltern erachten familienfreundliche Arbeitsbedingungen sowie bedarfsgerechte Angebote zur Kinderbetreuung (93 Prozent) für wichtig bzw. sehr wichtig, um den Zeitstress bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verringern. Auf einander abgestimmte Zeit-Takte von Ämtern, Kitas und öffentlichen Verkehrsmitteln halten 80 Prozent in diesem Zusammenhang für (sehr) wichtig. Knapp 70 Prozent sehen gebündelte Informationen über Angebote zur Unterstützung für Familien als wichtig an, um den Zeitstress bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verringern.

Deutlich ist: Unternehmen bestimmen wesentlich Quantität und Qualität der Zeit für Familie mit. Lokale Bündnisse geben wichtige Impulse für eine familienfreundliche Personalpolitik. Diese ist gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein wesentlicher Standortfaktor und Wettbewerbsvorteil. So geben in einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im März 2009 60 Prozent der befragten Unternehmen an, die Auswirkungen der Krise zu spüren. Gleichzeitig glauben fast 70 Prozent, dass das Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ nicht an Bedeutung verlieren wird, fast 20 Prozent meinen sogar, dass es wichtiger wird. Familienfreundlichkeit wird sowohl aus betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten als auch aus Gründen der Personalgewinnung als zentral erachtet – und mehr als jeder vierte Betrieb kann trotz der Krise seinen Fachkräftebedarf nicht decken.

Für weitere Informationen zum Lokalen Bündnis für Familie im Lahn-Dill-Kreis wenden Sie sich bitte an die Bündniskoordinatorinnen und Ansprechpartnerinnen Ihres Lokalen Bündnisses für Familie im Lahn-Dill-Kreis:

IHK Lahn-Dill, Dr. Claudia Schmölz, Tel.: 06441 9448-1720, E-Mail: schmoelz@lahndill.ihk.de.

Lahn-Dill-Kreis, Meike Menn, Tel.: 06441 407-1222, E-Mail: meike.menn@lahn-dill-kreis.de.

Weitere Informationen zum Aktionstag finden Sie unter: www.aktionstag2009.de.



Was steckt dahinter?

Die Initiative Lokale Bündnisse für Familie wurde Anfang 2004 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen. Ein Lokales Bündnis für Familie ist der Zusammenschluss verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und Akteure mit dem Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien vor Ort durch konkrete Projekte zu verbessern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.

Derzeit engagieren sich mehr als 13.000 Akteurinnen und Akteure, darunter 5.000 Unternehmen, in rund 5.200 Projekten. 560 Bündnisse sind in der Initiative bereits aktiv und etwa 200 weitere Bündnisgründungen in Vorbereitung (Stand: 15. Mai 2009).

In den Kreisen, Städten und Gemeinden mit einem Lokalen Bündnis leben mehr als 50 Millionen Menschen. Das Bundesfamilienministerium hat ein Servicebüro eingerichtet, das den Aufbau und die Weiterentwicklung der Lokalen Bündnisse bundesweit koordiniert und unterstützt. Das Servicebüro wird aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums und des Europäischen Sozialfonds finanziert.

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