Achtung, giftige Pilze!

Kreis warnt besonders Menschen mit Migrationshintergrund vor dem Verzehr von selbst gesammelten Pilzen

Wetzlar/Herborn/Dillenburg (ldk): Er sieht aus wie ein Champignon und schmeckt auch ähnlich – allerdings ist er hochgiftig und kann sogar tödlich sein: der sogenannte Knollenblätterpilz. Mit dem Spätsommer beginnt die Hochsaison für Pilzesammler. Die Vielfalt an Champignonarten nimmt zu. Und genau hier verbirgt sich die Gefahr: Wer sich gut mit Pilzen auskennt, für den ist das richtige Sammeln kein Problem. Was aber ist mit den Menschen, die aus anderen Ländern zu uns gestoßen sind? In Deutschland gibt es sehr giftige Pilzarten, die essbaren Pilzen aus anderen Teilen der Welt stark ähneln. Gesundheitsamt, Veterinäramt und Sozialamt des Lahn-Dill-Kreises weisen deshalb auf die Gefahr durch den Knollenblätterpilz hin.

Migrantinnen und Migranten sollte vermittelt werden, dass

  • sie keine Speisepilze sammeln sollen, wenn sie sich mit den hier wachsenden Pilzsorten nicht sehr gut auskennen.
  • ein Pilz, der aus der Heimat als Speisepilz bekannt ist, hier einen tödlichen Doppelgänger haben kann.
  • sie sich bei einem Verdacht auf eine Pilzvergiftung sofort an das nächste Krankenhaus wenden sollen. Damit die Bestimmung der Vergiftung erleichtert werden kann, sollten Reste des Pilzes mitgenommen werden.
  • sie diese Information über Pilze in der Unterkunft weitertragen sollen, damit möglichst viele Menschen erreicht werden!

Mehrsprachige Informationsflyer zum Aushängen können unter hier herunter geladen werden und zum Beispiel in Flüchtlingsunterkünften und sämtlichen anderen Einrichtungen, in denen Menschen mit Migrationshintergrund leben oder verkehren, verbreitet werden.

Hintergrund
In Niedersachsen ist es aktuell zu fünf Vergiftungen durch Knollenblätterpilze unter Flüchtlingen gekommen. Im Jahr 2015 waren 30 Menschen mit Migrationshintergrund betroffen. Um der Vergiftungsgefahr in Hessen entgegenzuwirken hat das Hessisches Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen (HLPUG) jetzt Warnhinweise veröffentlicht.

 

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