Befristung für erleichterte Verbringungsregelungen wird bis zum 30. April 2019 verlängert (Foto: Lahn-Dill-Kreis)

Blauzungenkrankheit – Lahn-Dill-Kreis ist Sperrbezirk

Befristung für erleichterte Verbringungsregelungen wird bis zum 30. April 2019 verlängert

Seit Ende letzten Jahres bedroht die Blauzungenkrankheit die regionalen Tierbestände. Am 22. Januar 2019 wurde der gesamte Lahn-Dill-Kreis zum Sperrgebiet bezüglich der Blauzungenkrankheit erklärt. Für das Sperrgebiet wurde u. a. Folgendes angeordnet: Wer empfängliche Tiere hält, hat die Haltung und den Standort der Tiere (Stall, Weide, Triebweg) unverzüglich der zuständigen Behörde anzuzeigen. Das Verbringen von empfänglichen Tieren, Embryonen, Samen und Eizellen aus dem Sperrgebiet ist verboten, soweit die zuständige Behörde keine Ausnahme zulässt.

Die erleichterten Verbringungsregelungen werden um einen Monat bis zum 30. April 2019 verlängert. Für Halter der empfänglichen Tiergruppen ergeben sich zwei wichtige Änderungen:

  • Anders als bisher werden die Kosten für die BTV8 Untersuchung nicht mehr vom Land Hessen bezahlt, sondern sind ab dem 1. April 2019 durch die Tierhalter zu tragen. Davon ausgenommen sind nur Verdachtsuntersuchungen und Monitoringuntersuchungen (Merkblatt).
  • Kälber, die über Sammelstellen in Niedersachen in die Niederlande verbracht werden, müssen ab sofort – zusätzlich zum negativen Untersuchungsbefund – von einer Tierhaltererklärung für die Niederlande begleitet werden (Formular).

Und nach wie vor gilt: Wirksamer – und einziger – Schutz gegen die Blauzungenkrankheit ist eine zeitnahe Impfung der Rinder-, Schaf- und Ziegenbestände. So können Wiederkäuer wirksam vor einer Infektion mit dem Virus geschützt werden.

Alle wichtigen Informationen zur Blauzungenkrankheit sind auf der Homepage des Lahn-Dill-Kreises unter www.Lahn-Dill-Kreis.de/blauzunge zu finden. Kontakt beim Lahn-Dill-Kreis für Fragen zum Thema: Abteilung Veterinärwesen und Verbraucherschutz, Tel. 06441 407-7711, E-Mail: veterinaeramt@lahn-dill-kreis.de.

Hintergrund:

Im August 2006 trat die Blauzungenkrankheit erstmals in Deutschland auf. Empfänglich für die Tierseuche sind alle Wiederkäuer, also neben Rindern, Schafen und Ziegen auch Büffel, Rehe und Hirsche. Die Herden des Lahn-Dill-Kreises – vor allem Schafe und Ziegen – waren damals von der Erkrankung sehr stark betroffen und extrem geschädigt.

Kontakt

Susanne Müller-Etzold

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