Wirtschaft an Lahn und Dill im Fokus, von links: Anselme Champollion (Wirtschaftsförderung Lahn-Dill-Kreis), Burghard Loewe (Hauptgeschäftsführung IHK-Lahn-Dill), Wolfram Dette (Ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter Lahn-Dill-Kreis). (Foto: Lahn-Dill-Kreis)

Breitbandausbau vorantreiben

IHK und Lahn-Dill-Kreis blicken im Sommergespräch nach vorn

Breitbandausbau in den Gewerbegebieten und Fortführung der intensiven Beratungs- und Unterstützungsleistung für die heimische Wirtschaft – das waren wichtige Themen des traditionellen Sommergesprächs zwischen der Industrie- und Handelskammer Lahn-Dill und dem Lahn-Dill-Kreis. IHK-Hauptgeschäftsführer Burghard Loewe, Wirtschaftsdezernent Wolfram Dette und Wirtschaftsförderer Anselme Champollion hatten sich dafür in Haiger getroffen.

„Wir arbeiten als Kreis traditionell im engen Schulterschluss mit unseren Partnern der Wirtschaftsregion Lahn-Dill zusammen“, erklärte Wirtschaftsdezernent Wolfram Dette. „Mit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland hat sich wieder einmal bestätigt, wie wichtig dies für die Region ist.“

Zustimmung erhielt er von Burghard Loewe. Insbesondere in Zeiten täglich neuer Informationen und Regelungen sei eine engmaschige Kommunikation unerlässlich gewesen: „Von Seiten der IHK wurden tausende Beratungen von Unternehmen rund um das Thema Corona durchgeführt. Gute Kontakte in den Kreis sind für schnelle Lösungen essentiell“, so Loewe.

Einig waren sich die Anwesenden, dass der Fokus der Zusammenarbeit auch weiterhin zukunftsgerichtet sein muss. „Die schnelle Reaktion auf neue Situationen wie die von Kreis und IHK geleistete intensive Beratungstätigkeit ist natürlich unerlässlich“, so Wolfram Dette. „Es ist aber klar, dass wir darüber die mittel- und langfristigen Perspektiven nicht aus den Augen lassen dürfen.“ Zum Beispiel beim Thema Breitbandausbau: Hier fassten Kreis und IHK im nächsten Projekt den Anschluss der Gewerbegebiete ins Auge. Dieser sei für die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes alternativlos, kommentierte Loewe das kommunale Projekt.

Natürlich mache sich die Corona-Pandemie auf die heimische Wirtschaft bemerkbar. In etwa 40 Prozent der Betriebe sei oder war Kurzarbeit ein genutztes Instrument, die Umsätze in der ersten Jahreshälfte seien erwartungsgemäß gesunken. Die Pandemie werde nicht morgen wieder verschwinden, sondern weltweit zu spüren sein – ein Umstand, der für den exportstarken Kreis weiterhin bemerkbar sein wird, so die Teilnehmer. Dennoch herrschte keine Katastrophenstimmung im Gespräch. „In der Krise haben sich auch die Stärken des Landkreises gezeigt – und sie werden weiter zu Tage treten“, so Anselme Champollion. „Starke Ballungsräume werden in Pandemiezeiten unattraktiver. In ländlichem Umfeld ist die Ansteckungsgefahr geringer – gleichzeitig ermöglichen die guten Netzgeschwindigkeiten die Erledigung vieler Büroarbeiten aus dem Homeoffice“.

Hierin waren sich die drei Gesprächsteilnehmer einig. Als logistisch gut ausgebauter Landkreis mit starkem Mittelstand und einigen „Hidden Champions“ werde es auch in Zukunft attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten im Lahn-Dill-Kreis geben.

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