Goetheschule in Wetzlar (Foto: LDK)

Chance für die heimische Bauwirtschaft

Kein Generalübernehmer bewirbt sich auf Großprojekt „Schulzentrum in Wetzlar“

Die zunächst interessierten und ausgewählten Bieter – allesamt bundesweit tätige, hochkarätige Baufirmen – haben am Ende des Ausschreibungsverfahrens keine Angebote für das Großprojekt „Schulzentrum in Wetzlar“ abgegeben, berichtet der Schuldezernent Heinz Schreiber. Begründet wurden die im Dezember 2016 und im Januar 2017 eingegangenen Absagen mit übervollen Auftragsbüchern durch den anhaltenden Bauboom, der Auslastung durch Großprojekte und somit Kapazitätsengpässen für dieses anspruchsvolle Bauvorhaben.

Heimische Bauwirtschaft kann profitieren

Die Kreisgremien sind bzw. werden in den nächsten Sitzungen über die Beendigung des Verfahrens informiert. Die künftige Richtung geben Landrat Wolfgang Schuster und Schuldezernent Heinz Schreiber gemeinsam vor: Es wird keine Verzögerung des Baubeginns durch eine erneute Ausschreibung in der bisherigen Form geben. „Es macht keinen Sinn zu warten und in einem Jahr einen neuen Versuch zu starten, da es nicht wahrscheinlich ist, dass der Bauboom abflacht“, so Landrat Wolfgang Schuster. Und weiter: „Wir möchten das gesamte Bauvorhaben in Abschnitte aufteilen und gewerkeweise ausschreiben. Erfahrungsgemäß bleiben dann bis zu 70% der Aufträge in der Region. Beim Neubau des Kreishauses in Wetzlar hat das auch sehr gut funktioniert.“

Beschluss des Kreistages vom 1. Dezember 2014 wird umgesetzt

Schuldezernent Heinz Schreiber ergänzt: „Wir haben ein fundiertes Grundkonzept und ein abgestimmtes Raum- und Funktionalprogramm, das unverändert bestehen bleibt. Das Oberstufengymnasium Goetheschule sowie die beiden Berufsschulen Theodor-Heuss- und Käthe-Kollwitz-Schule werden an ihrem jetzigen Standort in der Frankfurter Straße in Wetzlar saniert bzw. zum Teil neu gebaut und zu einem Schulzentrum mit gemeinsamer Aula, Mediathek und Naturwissenschaftsräumen entwickelt.“ (Beschluss des Kreistages vom 01.12.2014)

Landrat und Schuldezernent gehen davon aus, dass die Bauabteilung Schulen des Lahn-Dill-Kreises das Projekt Schulzentrum mit externer Unterstützung selbst stemmen kann und stemmen wird. Derzeit arbeitet die Bauabteilung Schulen mit Hochdruck an alternativen Umsetzungsverfahren, um bereits im Februar einen groben Zeitplan vorstellen zu können.

Wolfgang Schuster und Heinz Schreiber sind zuversichtlich, dass es zu keinen größeren zeitlichen Verzögerungen kommen wird und das Schulzentrum in etwa im geplanten Zeitraum von 5 bis 6 Jahren fertig gestellt werden wird.

Ansprechpartner beim Lahn-Dill-Kreis für Fragen zum Thema: Heinz Schreiber, Tel. 06441 407-1210; E-Mail: heinz.schreiber@lahn-dill-kreis.de.

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