Der Geflügelpest weiter vorbeugen

Eigenen Tierbestand melden und verendete Wildvögel abgeben

Wetzlar/Dillenburg/Herborn (ldk): Landrat Wolfgang Schuster weist nochmals darauf hin, dass Geflügelhalter und auch Hobbygeflügelhalter dazu verpflichtet sind, unabhängig von der gehaltenen Tierzahl, ihren Betrieb bei der Veterinäramt des Lahn-Dill-Kreises (veterinaeramt@lahn-dill-kreis.de, Tel. 06441 407-7711) zu melden und ein Bestandsregister zu führen.

Da bei der Geflügelpest Hühner in kurzer Zeit zunächst mit einem Rückgang der Legeleistung reagieren und oft nach sehr kurzer Erkrankungszeit sterben, zieht jede Auffälligkeit Untersuchungen nach sich. Zur rechtzeitigen Erkennung der Geflügelpest sind Bestände, in denen gehäuft Todesfälle bei gehaltenem Geflügel auftreten, unverzüglich durch einen Tierarzt auf Geflügelpest untersuchen zu lassen. Dies ist der Fall, wenn in Beständen mit bis zu 100 Tieren mindestens 3 Tiere innerhalb von 24 Stunden sterben bzw. bei Beständen über 100 Tieren mehr als zwei Prozent. Eine tierärztliche Untersuchung auf Geflügelpest ist auch erforderlich bei starkem Rückgang der Legeleistung oder erheblicher Verminderung der Gewichtszunahme bei Masttieren.

Seit gestern gilt die landesweite Stallpflicht für Geflügel. Außerdem sind alle kleinen und mittleren Geflügelhaltungsbetriebe dazu angehalten, die folgenden Biosicherheitsmaßnahmen zu beachten (für Bestände ab 1000 Stück gelten die gewohnten umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen):

  1. Die Ein- und Ausgänge zu den Ställen oder sonstigen Standorten des Geflügels sind gegen unbefugten Zutritt oder unbefugtes Befahren zu sichern.
  2. Die Ställe oder die sonstigen Standorte des Geflügels dürfen von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegkleidung betreten werden. Diese Personen müssen die Schutz- und Einwegkleidung nach Verlassen des Stalles oder sonstigen Standorts des Geflügels unverzüglich ablegen.
  3. Die Schutzkleidung muss nach Gebrauch unverzüglich gereinigt und desinfiziert und Einwegkleidung nach Gebrauch unverzüglich unschädlich beseitigt werden.
  4. Es ist eine betriebsbereite Einrichtung zum Waschen der Hände sowie eine Einrichtung zur Desinfektion der Schuhe vorzuhalten (Nähere Angaben zum Desinfektionsmittel finden Sie in den Merkblättern auf der Lahn-Dill-Kreis Homepage).

Auffinden verendeter Wildvögel
Alle Bürger des Lahn-Dill-Kreises werden um Meldung über erkrankte und verendete Vögel gebeten. Tote Vögel können nach telefonischer Absprache beim Veterinäramt des Lahn-Dill-Kreises, Schlossstr. 20, 35745 Herborn oder im LHL (Landesbetrieb Hessisches Landeslabor) Schubertstr. 60, Haus 13, 35392 Gießen, für die Untersuchung auf Geflügelpest abgegeben werden. Beim Einsammeln der Tiere sollten Mundschutz und Einmalhandschuhe verwendet, sowie ggf. auch Händedesinfektionsmittel benutzt werden. Infektionen des Menschen mit H5N8 sind bisher nicht bekannt. Eine Übertragung des Erregers (H5N8) über infizierte Lebensmittel ist theoretisch denkbar, aber unwahrscheinlich.

Bürger, besonders Geflügelhalter, die Fragen zum Thema haben, können sich gerne mit dem Veterinäramt des Lahn-Dill-Kreises in Verbindung setzen:

veterinaeramt@lahn-dill-kreis.de
Tel. 06441 407-7711

Ausführliche Informationen zum präventiven Umgang mit der drohenden Geflügelpest finden Sie hier.

Kontakt

Nicole Zey

Pressestelle

Karl-Kellner-Ring 51
35576 Wetzlar

06441 407-1102
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