Förderprogramme für energetische Sanierung nutzen (Foto: LDK)

Energiesparende Sanierung – welche Förderprogramme gibt es?

Tipp der Verbraucherberatung im DHB – Netzwerk Haushalt, Landesverband Hessen e. V.

Energieeinsparung und Energieeffizienz sind Schlagwörter, wenn es darum geht, Lösungen für die Zukunft zu finden, um dem Klimawandel und der Verknappung fossiler Brennstoffe zu begegnen. In bestehenden Gebäuden, mit einem Anteil von rund 40% des bundesweiten Energieverbrauchs, bieten energetische Sanierungsmaßnahmen ein großes Einsparpotential. „Es ist eine Herausforderung, die auch jeden Privathaushalt betrifft, so Kathrin Fuchs, Mitarbeiterin der Verbraucherberatung Wetzlar. „Energieeinsparende Maßnahmen sind häufig kombinierbar mit allgemeinen Modernisierungsarbeiten und werden durch die Inanspruchnahme öffentlicher Fördermittel besonders wirtschaftlich.“

Broschüre „Fördergeld“ bietet Überblick

Welche Förderprogramme gibt es und wie finde ich das passende Förderprogramm für mein Vorhaben? Eine aktuelle Broschüre „Fördergeld“ der gemeinnützigen co2online GmbH schafft hier den gewünschten Überblick. Für Privathaushalte werden rund 20 bundesweite Förderprogramme vorgestellt. Ergänzend gibt es eine Auflistung mit nach Bundesländern sortierten regionalen Förderprogrammen.

Die Broschüre sowie weiteres Infomaterial sind kostenfrei erhältlich in der Verbraucherberatung in Ihrer Nähe.

Verbraucherberatung Dillenburg, Bahnhofstr. 10, Tel.: 02771 5884
Öffnungszeiten: Montag 09:00 – 12:00 Uhr; Mittwoch 15:00 – 18:00 Uhr. Freitag 09:00 – 12.00 Uhr.

Verbraucherberatung Herborn, Mühlgasse 7 – 5 (Stadtbücherei), Tel.: 02772 2945, Öffnungszeiten: Donnerstag 14:00 – 17:00 Uhr.

Verbraucherberatung Wetzlar, Hausertorstraße 47 A, Tel.: 06441 47231, Öffnungszeiten: Montag 15:00 – 18:00 Uhr, Mittwoch 09:00 – 12:00 Uhr, Donnerstag 16:00 – 19:00 Uhr, Freitag 09:00 – 12:00 Uhr. Außerdem im Nachbarschaftszentrum Niedergirmes, Wiesenstr. 4, Raum 4 jeden dritten Montag im Monat, 09:00 – 12:00 Uhr.

Und für alle, die gleich mit dem Energiesparen beginnen wollen, hier die wichtigsten Tipps zum Heizen:

  • Raumtemperatur
    Die Raumtemperatur sollte im Durchschnitt etwa 20 Grad betragen. Mit jedem Grad, um das Sie die Temperatur im Raum senken, können Sie bis zu 6 Prozent Heizkosten einsparen.
  • Heizung nicht ganz abschalten
    Wenn Sie die Heizung über Nacht oder während sie außer Haus sind ganz abschalten, sparen Sie nur scheinbar: Das Mauerwerk kühlt dann ab und frisst beim Aufheizen viel Wärme. Ebenfalls kondensiert die Luft an den Wänden, weil diese kühl sind. Die feuchte Tapete wird zum idealen Ort für Schimmelbildung. Schalten Sie die Heizung nicht ganz ab, sondern lassen Sie diese auf reduzierter Stufe durchlaufen.
  • Richtig lüften
    Fenster mehrmals am Tag ganz öffnen, aber nur so lange, dass die Wohnung nicht komplett auskühlt – Stoßlüftung.  Dauerlüften über Kippfenster ist Energieverschwendung.
  • Thermostatventile
    Lassen sich die Thermostatventile nur noch schwer drehen oder bleiben die Heizkörper immer gleich bleibend warm, sollten die Ventile gegen neue, besser regelnde ausgetauscht werden.
  • Heizkörper regelmäßig entlüften
    Erwärmt sich immer nur ein Teil der Heizkörper oder gluckert es hörbar in den Heizrohren, sollten Sie die Heizanlage entlüften. Luft in der Anlage verhindert energiesparendes Heizen.
  • Wärmestau vermeiden
    Die Heizkörper müssen die Wärme frei an die Raumluft abgeben können. Entfernen Sie Möbel, Vorhänge und schwere Gardinen vor den Heizkörpern und über den Ventilen.
  • Wärmeverlust verringern
    Rollläden und Vorhänge sollten Sie über Nacht schließen, damit weniger Wärme über die Fensterflächen verloren geht.

Weitere Tipps und Infos im Internet unter: www.dhb-netzwerkhaushalt-hessen.de.

Kontakt

Susanne Müller-Etzold

Pressestelle

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35576 Wetzlar

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