Junge Flüchtlinge ins Bildunssystem integrieren – das ist das Ziel der InteA-Klassen im Lahn-Dill-Kreis. (Foto: LDK)

Flüchtlingshelfer informieren sich über InteA

Sechste Sprechstunde für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe

Wetzlar/Herborn/Dillenburg (ldk): Wie man es schafft, jungen Flüchtlingen mit unterschiedlichsten schulischen Vorbildungen zu einem Schulabschluss zu verhelfen, das war Thema der sechsten Sprechstunde für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe. Ins Leben gerufen hat diesen Service der Lahn-Dill-Kreis in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und dem kommunalen Jobcenter. Die Veranstaltung fand in Wetzlar statt. Stefan Aurand, als hauptamtlicher Kreistagsbeigeordneter zuständig für die Abteilung ,Soziales und Integration', dankte den anwesenden Ehrenamtlichen für deren enorme Integrationsleistung. Ihnen beratend und informativ zur Seite zu stehen, sei Ziel der bereits etablierten Sprechstunde. Darüber hinaus begrüßte er auch ausdrücklich Angelika Berbuir, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar, deren Mitarbeiter sich von Anfang an in die Sprechstunde aktiv eingebracht hatten.

Als Ansprechpartner für berufliche Schulen und Ehrenamtsbeauftragter des staatlichen Schulamtes Weilburg, das auch für den Lahn-Dill-Kreis zuständig ist, berichtete Detlef Jadatz darüber, wie das hessische Schulsystem junge Migranten in sogenannten InteA-Klassen auf die Zeit nach der Schule vorbereitet. Der Besuch der Intensiv-Klassen sei verpflichtend. Das Angebot richte sich an Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren, die erst grundlegende Kenntnisse der deutschen Sprache für den Übergang in eine Berufsausbildung oder den Wechsel in einen anderen Bildungsgang erwerben müssen.

InteA-Klassen vermitteln grundlegende Kenntnisse der deutschen Sprache in Verbindung mit einem beruflichen Fachsprachenerwerb. Der Schulbesuch dauert bis zu zwei Jahre. Er soll flexible Übergänge in andere schulische Bildungsgänge ermöglichen und Zugänge zur Ausbildungs- und Berufswelt eröffnen. "Viele Schüler erwerben als externe Prüflinge den Hauptschulabschluss", berichtete der Pädagoge weiter. Ergänzende Unterstützung erfahre InteA durch ein sozialpädagogisches Angebot, das durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration finanziert wird. Im Lahn-Dill-Kreis besuchen im Juni 378 junge Migranten an fünf Schulstandorten InteA-Klassen.

Reinhard Strack-Schmalor, Leiter der Aufsichts- und Kreisordnungsbehörden des Lahn-Dill-Kreises, informierte die Flüchtlingshelfer zudem darüber, dass das Land Hessen angeordnet habe, an allen Standorten der Ausländerbehörden Beratungsstellen für eine Rückkehrberatung einzurichten. Die Stellen werden durch Mitarbeiter des Landes besetzt. Die nächste Sprechstunde findet nach den Sommerferien im September statt.

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