Nadine Lublow (li.) und Sarah Schreiber vom Lahn-Dill-Kreis nahmen Anfang November an der „Bundeskonferenz Bildungsmanagement“ teil. (Foto: LDK)

Gemeinsam mehr erreichen

Netzwerken für die Bildungslandschaft Lahn-Dill

Daten sammeln und Netzwerke knüpfen – das ist Alltag hinter den Kulissen der in der Entstehung befindlichen „Bildungslandschaft Lahn-Dill“.

Erst im vergangenen Jahr hatte der Lahn-Dill-Kreis die Projektförderung (knapp 200.000 Euro) im Rahmen des BMBF-Programms „Bildung integriert“ mit Erfolg beantragt. Die Zuwendung wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert und gilt für den Zeitraum von drei Jahren. Das Ziel: Die Optimierung der regionalen Bildungszusammenarbeit und der Aufbau eines zentralen Bildungsbüros.

Die Transferagentur Hessen, die das Projekt begleitet und moderiert, hatte jetzt Bildungsbeauftragte aus ganz Hessen zum Gedankenaustausch ins Wetzlarer Kreishaus eingeladen. Sie alle befinden sich noch am Projektanfang. Darunter Vertreter aus Kassel, Marburg, Fulda, Waldeck-Frankenberg, Main-Taunus und sieben Kommunen des Lahn-Dill-Kreises. „Diese Art des Austausches ist enorm wichtig, wenn es darum geht, Chancen regionaler Bildungszusammenarbeit auszuloten, Interessen zu bündeln oder einfach vom Nachbarn zu lernen“, so der Erste Kreisbeigeordnete Heinz Schreiber.

Ein Vortrag über das Bildungsnetzwerk im Kreis Recklinghausen diente als Impulsgeber des eintägigen Workshops. Daraus entwickelten sich rasch eigene Ansätze und regionale Schwerpunkte wie z. B. die Ganztagsbetreuung an Kindergärten und Grundschulen im Lahn-Dill-Kreis. Wie können auch kleine Gemeinden durch Kooperationen Angebote entwickeln? Als Muster für die interkommunale Zusammenarbeit bei der Kita-Organisation wurde unter anderem die freie Kita-Wahl diskutiert, wie sie in einigen Städten und Gemeinden im Lahn-Dill-Kreis bereits Praxis ist. „Es sind viele Kontakte entstanden und Ideen ausgetauscht worden, die nun in die Kommunen weitergetragen werden“, zieht die Bildungsmanagerin des Lahn-Dill-Kreises, Nadine Lublow, ein positives Fazit des Treffens.

Schon Anfang 2017 will die Bildungslandschaft Lahn-Dill all ihre lokalen Partner zum ersten Bildungsforum nach Wetzlar einladen.

Zunächst aber stand für die Bildungsmanagerin und ihre Kollegin Sarah Schreiber (Bildungsmonitoring) noch ein Ausflug nach Berlin auf dem Programm. Dort nahmen sie an der „Bundeskonferenz Bildungsmanagement“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung teil und moderierten zwei Workshops zu den Themen „Kommunale Koordinierung“ und „Lebenslanges Lernen“. Erfreut zeigten sich die beiden LDK-Vertreter in Berlin darüber, dass Bundesministerin Johanna Wanka ankündigte, die „Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement“ um weitere fünf Jahre zu verlängern. Somit werden die Transferagenturen die Kommunen weiterhin beim Aufbau des Bildungsmanagements unterstützen können.

Mehr Informationen über die Bildungslandschaft Lahn-Dill gibt es ab sofort auch hier zu finden.

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