Schön, aber nicht ungefährlich: Jakobskreuzkraut sollte nicht in den Grünschnittcontainer geworfen werden. (Foto: AWLD)

Jakobskreuzkraut richtig entsorgen

In diesen Tagen sieht man es wieder an vielen Wegen und Weiden in kräftigem Gelb blühen: Das Jakobskreuzkraut.

Schön, aber nicht ungefährlich. Vor allem von Pferdebesitzern wird die heimische Pflanze, die sich in den letzten Jahren weiter ausgebreitet hat, nicht gern gesehen. Denn die Pflanze enthält leberschädigende Substanzen, die bei Weidetieren wie Rindern, Pferden, Schafen und Ziegen unter Umständen sogar zum Tod führen können. Viele Tierfreunde haben dem Kraut deshalb den Kampf angesagt und machen es samt Wurzel aus.

Bei der Entsorgung sollte man einiges beachten.

Jakobskreuzkraut sollte man nicht auf den eigenen Komposthaufen werfen, da sich die Samen weiterverbreiten können. Gleiches gilt für die Grünschnittcontainer auf den Wertstoffhöfen. Das dort gesammelte Biogut kommt zur Rotte in „offene Mieten“, so dass die Gefahr der Ausbreitung bestehen bleibt. Die Biotonne ist die bessere Wahl, ihr Inhalt landet in den geschlossenen Rotteboxen der Kompostwerke in Aßlar und Oberscheld. Dort werden rasch hohe Temperaturen erreicht, die zur Abtötung der Pflanzen und Samen führen.

Um ganz sicher zu gehen, rät die Abfallwirtschaft Lahn-Dill dazu, das Jakobskreuzkraut über die Restabfalltonne zu entsorgen. Der Restabfall aus dem Lahn-Dill-Kreis wird zu Ersatzbrennstoff aufbereitet und energetisch verwertet.

Eine Presseinformation der Abfallwirtschaft Lahn-Dill.

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