Herzlich Willkommen! (Foto: Lahn-Dill-Kreis)

Intensives Arbeiten für eine zeitgemäße Jugendarbeit (Foto: Lahn-Dill-Kreis)

Kommunale Jugendarbeit wichtiger denn je

Experten treffen sich zum Fachtag der Kommunalen Jugendarbeit im Lahn-Dill-Kreis

Kommunale Jugendarbeit muss dynamisch sein und sich den Bedürfnissen der Jugend permanent anpassen – so könnte man die Erkenntnisse des jährlichen Fachstages zur Kommunalen Jugendarbeit zusammenfassen.

Knapp 40.000 junge Menschen (U21) im Lahn-Dill-Kreis gilt es, in der Jugendarbeit der Kommunen bei den Herausforderungen des Heranwachsens zu betreuen. „Die Schnelllebigkeit der heutigen Gesellschaft, Demografischer Wandel, Familie, Migration, Medien, Bildung und Freizeit und auch die individuellen Lebenssituationen von Jungen und Mädchen stellen im Jugendalter große Herausforderungen für eine gelingende Persönlichkeitsentwicklung dar“, so Stephan Aurand, Jugenddezernent des Lahn-Dill-Kreises. Experten, die bei diesen Herausforderungen professionell unterstützen können, sind die hauptamtlichen Fachkräfte der offenen Kinder- und Jugendarbeit, die in den Kommunen selbst oder bei freien Jugendhilfeträgern im Auftrag für die Kommunen im Lahn-Dill-Kreis wirken. In Jugendhäusern, Jugendzentren oder -treffs bieten die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter regional in den Wohnorten offene Möglichkeiten, einen wichtigen Raum für Kinder- und Jugendliche zu schaffen, leisten einen starken Beitrag hinsichtlich der Bindungsarbeit, beraten diese in Problemlagen oder bieten gerahmte Gruppen oder Ferienangebote.

Die Jugendphase der Teenager dauert in ihrer Gesamtheit heute länger, als es früher der Fall war. Das können die Jugendzentren im Lahn-Dill-Kreis tagtäglich beobachten. War die Jugendphase vor etlichen Jahren – bedingt durch einen früheren Berufseinstieg – verkürzt, weitet sie sich heutzutage bis weit über die Volljährigkeit aus. Ging der Altersdurchschnitt von Besucher*innen der Jugendzentren noch vor einigen Jahren deutlich über die Volljährigkeit hinaus, nehmen heute vor allem jüngere Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren die offenen Angebote der Kommunen wahr. Gleichzeitig gehen Kinder schneller von der Kinder- in die Jugendphase über.

Die Arbeit in den Jugendbegegnungsstätten muss daher ständig konzeptionell verändert oder gar neu geschaffen werden, damit Jugendarbeit auch noch neben Modellen wie der Ganztagsschule attraktiv bleibt. Jugendarbeit leistet dabei einen wichtigen Teil der Bildung, die ergänzend zum Schulsystem stattfindet. Die Dynamisierung der Arbeit, die Aufgabe, ständig am „Zahn der Zeit“ zu bleiben, sei in der heutigen Zeit wichtiger denn je, um individuell auf die vielfältigen Jugendkulturen eingehen zu können, erklärt Eva Schleifer, Jugendhilfeplanerin in der Abteilung Kinder- und Jugendhilfe des Lahn-Dill-Kreises bei ihrem Impulsvortrag auf dem Fachtag. Quantität könne hierbei kein Messinstrument sein. Jugendarbeit mit ihrem hohen Maß an (informeller) Bildung ist maßgeblich für ein gelingendes Aufwachsen der Kinder und Jugendlichen und ein wichtiger Bestandteil der sozialen Infrastruktur einer Kommune.

Fachtag Kommunale Jugendarbeit – was steckt dahinter?

Einmal jährlich veranstaltet der Fachdienst Kinder- und Jugendförderung, der die haupt- aber auch die ehrenamtliche Jugendarbeit im Lahn-Dill-Kreis unterstützt und koordiniert, einen Fachtag für diesen niedrigschwelligen Bereich der Jugendhilfe. Mit dabei waren sozialpädagogische Fachkräfte der kommunalen Jugendarbeit in Aßlar, Dillenburg, Ehringshausen, Herborn, Hüttenberg, Lahnau und Wetzlar. Zudem war der Caritas-Verband Wetzlar/ Lahn-Dill-Eder vertreten, der als freier Träger der Jugendhilfe für Driedorf, Haiger, Mittenaar, Sinn, Schöffengrund die offene Jugendarbeit übernimmt. Weiterhin engagiert sich die Stadt Solms in der kommunalen Jugendarbeit.

Um weiterhin eine zeitgemäße Jugendarbeit zu leisten und auszubauen sowie auf neue Gegebenheiten eingehen zu können, werden die Erkenntnisse des Fachtags in Facharbeitskreisen und Qualitätszirkeln weiterentwickelt. Jens Groh und Yannick Mindnich vom Fachdienst Kinder- und Jugendförderung des Lahn-Dill-Kreises begleiten den Prozess, koordinieren die Jugendarbeit und sind Ansprechpartner für alle Fragen rund ums Thema: Tel. 06441 407-1530 oder -1533. Weitere Infos auch unter: https://jugendfoerderung.lahn-dill-kreis.de  

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