Naturschutzzentrum (NZH) und Naturschutzakademie sollen am Standort Wetzlar erhalten bleiben (Foto: Lahn-Dill-Kreis)

Naturschutz-Fachbehörde „Zentrum der Artenvielfalt“

Naturschutzzentrum (NZH) und Naturschutzakademie sollen am Standort Wetzlar erhalten bleiben

Der Kreistag des Lahn-Dill-Kreises hat sich mit Beschluss vom 7. September 2020 einmütig dafür ausgesprochen, dass das Naturschutzzentrum (NZH) in Wetzlar und die Naturschutzakademie am Standort Wetzlar erhalten bleiben sollen. Diese auf Initiative der CDU-Kreistagsfraktion verabschiedete Resolution war nunmehr für die im Kreistag des Lahn-Dill-Kreises vertretenen Abgeordneten des Hessischen Landtages Anlass, um sich in einer gemeinsamen Petition an die zuständige Staatsministerin Priska Hinz im Hessischen Umweltministerium zu wenden.

Parteiübergreifend fordern Jörg Michael Müller (CDU), Frank Steinraths (CDU), Dr. Matthias Büger (FDP) und Stephan Grüger (SPD) die Ministerin auf, die von ihr geplante neue Naturschutzfachbehörde  „Zentrum für Artenvielfalt“ am Standort Wetzlar anzusiedeln und dabei die Naturschutzakademie Hessen zu integrieren. Die Abgeordneten weisen in ihrem Schreiben darauf hin, dass der Standort der Naturschutzakademie in der Wetzlarer Friedenstraße nunmehr seit mehr als 45 Jahren eine erfolgreiche Bilanz zur Fort- und Weiterbildung im Zentrum von Hessen nachweisen kann und der Förderverein des NZH e. V. in den vergangenen Jahren mehr als 100.000 Euro  in die Aufwertung des Naturerlebnisgartens investiert hat.

Ferner weisen sie daraufhin, dass das Oberzentrum Wetzlar im Vergleich zu den übrigen Oberzentren in Hessen über relativ wenige Landeseinrichtungen verfügt und zudem noch in den vergangenen Jahren – wie z. B. das Arbeitsgericht – in andere Landkreise verlagert wurden.

Die zentrale Lage und die vergleichsweisen günstigen Mietbedingungen für die Anmietung einer zusätzlichen Liegenschaft in der Nähe des bisherigen Standortes würden eindeutig für Wetzlar sprechen.

Schließlich verweisen sie auf die außerordentlich gelungene Verbindung zwischen Tagungsmöglichkeiten und praktischem Erleben und Anwenden des Naturschutzes mit Obstbaumwiesen und dem kindgerechten Lerngarten in der Wetzlarer Friedenstraße. Ein zukünftiges „Zentrum der Artenvielfalt“ und die vorhandene Liegenschaft in Wetzlar würden sich damit in besonders attraktiver Weise ergänzen und wären ein gelungenes Beispiel für das Zusammenwirken von Theorie und Praxis.

Kreiseigeordneter Wolfram Dette begrüßt für den Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreises diese Initiative: „Wenn vier Abgeordnete des Hessischen Landtags sich fraktionsübergreifend an die zuständige Ministerin wenden, so besteht die Hoffnung, dass die gemeinsame Position des Landkreises und der Stadt Wetzlar auch in Wiesbaden Gehör findet.“

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