Person an Masern erkrankt

Gesundheitsamt rät zur Vorsicht

Wetzlar/Herborn/Dillenburg (ldk): Diese Woche ist eine im medizinischen Bereich arbeitende Person im südlichen Lahn-Dill-Kreis an Masern erkrankt. Das Gesundheitsamt des Lahn-Dill-Kreises empfiehlt deshalb dringend, dass Kinder, Jugendliche und alle Erwachsenen, die nach 1970 geboren wurden, ihren Impfschutz prüfen lassen. Menschen, die älter sind, haben mit hoher Wahrscheinlichkeit die Masern in der Kindheit durchgemacht und sind vor einer neuen Ansteckung geschützt. Die Überprüfung der Impfausweise und ggf. erforderliche Impfungen werden durch die Hausärzte durchgeführt. Auch Menschen, die bisher keinen Masernschutz (durch zweimalige Impfung oder durchlebte Erkrankung) haben und Kontakt zu Erkrankten hatten, können sich noch zeitnah nach einer möglichen Ansteckung impfen lassen. Das kann den Krankheitsverlauf zumindest abschwächen oder den Krankheitsausbruch verhindern.

Was sind Masern?
Masern werden durch Viren verursacht, die weltweit verbreitet sind. Sie werden durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen, zum Beispiel beim Niesen oder Sprechen. Masern sind hochgradig ansteckend. In der Regel erkranken nahezu alle Personen, die Kontakt zu einem Erkrankten hatten - sofern sie nicht geimpft bzw. durch eine durchgemachte Masernerkrankung geschützt sind. Masern sind bereits mehrere Tage vor Auftreten der ersten Krankheitszeichen ansteckend.

Besonders für Erwachsene gefährlich
Masern werden landläufig als Kinderkrankheit bezeichnet. Das liegt daran, dass Masern hoch ansteckend sind, so dass früher die meisten Menschen bereits als Kind daran erkrankten. Ohne Immunschutz werden aber auch Erwachsene krank und haben sogar häufig einen schwereren Krankheitsverlauf. Masern sind nicht harmlos. Auch wenn die meisten Masernerkrankungen folgenlos ausheilen, kann es in einigen Fällen zu schweren oder sogar lebensbedrohenden Begleitkrankheiten wie Lungen- oder Gehirnentzündungen kommen.

Anzeichen
Eine Masernerkrankung beginnt mit Fieber, Bindehautentzündung, Schnupfen, Husten und einem Ausschlag an der Mundschleimhaut. Der charakteristische Hautausschlag (bräunlich-rosafarbene konfluierende Hautflecken) entsteht am dritten bis siebten Tag nach Auftreten der ersten Symptome. Darauf folgt eine vorübergehende Immunschwäche von mindestens sechs Wochen Dauer, mit der Konsequenz eines erhöhten Risikos für weitere Infektionen. Am häufigsten treten in diesem Zusammenhang Mittelohrentzündungen, Bronchitiden, Lungenentzündungen und Durchfall auf.

Fragen
Bürgerinnen und Bürger, die Fragen zur Masernerkrankung haben, können sich gerne mit dem Gesundheitsamt in Herborn in Verbindung setzen:

Telefon: 06441 407-1623
gesundheitsamt@lahn-dill-kreis.de

Kontakt

Nicole Zey

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