Landrat Wolfgang Schuster (Mitte) hatte viel Unterstützung bei der offiziellen Verkehrsfreigabe. (Foto: LDK)

Sanierte Kreisstraße 373 für den Verkehr freigegeben

Offizieller „Freigabetermin“ am 30. März 2017 in Schöffengrund-Laufdorf

Landrat Wolfgang Schuster ist erfreut, dass nun nach einer längeren Bauphase die Maßnahme „grundhafte Erneuerung der K 373 in der Ortsdurchfahrt Schöffengrund-Laufdorf“ mit der offiziellen Verkehrsfreigabe am 30. März 2017 einen erfreulichen Abschluss findet. Die lange Bauzeit stellte die Organisatoren und Ausführenden der Maßnahme, aber insbesondere auch die Anlieger vor eine anstrengende Geduldsprobe.

Die Kreistraße 373 stellt die klassifizierte Straßenanbindung des Ortsteiles Laufdorf zum überörtlichen Verkehrsnetz dar.

Die 900 m lange Fahrbahn der neuen gelungenen Ortsdurchfahrt wurde mit

  • einer Deckschicht aus Asphaltbeton (AC11DS 50/70; 4,00 cm),
  • einer Asphalttragschicht (Schadstellen; AC 32TS; 4,00 cm),
  • mit einer Frostschutzschicht (0/32; 42,00 cm),
  • und Steinmaterial (0/150; 40,00 cm)

neu aufgebaut.

Die vorhandenen Gemeindestraßeneinmündungen wurden den neuen Gegebenheiten in bituminöser Bauweise angepasst.

Die erfolgreiche Geschichte dieser Maßnahme, so der Landrat, begann eigentlich bereits im Jahre 2014. Zu diesem Zeitpunkt sollte eigentlich der Straßenzustand der Ortsdurchfahrt Laufdorf nur mit einer Deckenerneuerung, also einem nur geringen Aufwand ausgebessert werden.

Dann aber wurde bekannt, dass die Gemeinde Schöffengrund die Gehwege und den Abwasserkanal ebenfalls sanieren wollte. Zudem signalisierte der Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke, dass auch von dort geplant war, die Trinkwasserleitung zu erneuern. Auch die Energie Netz Mitte plante in diesem Bereich eine Gasleitung und eine 20 KV Leitung neu zu verlegen.

Landrat Wolfgang Schuster: „Was lag da näher, als die notwendigen Einzelmaßnahmen in einem Gemeinschaftsprojekt durchzuführen? Mit der heutigen Verkehrsfreigabe wird die Realisierung dieser grundlegenden Idee auch nach außen hin sichtbar.“

Von Einzelmaßnahmen zum Gemeinschaftsprojekt

Bei der jetzt durchgeführten grundhaften Erneuerung der Ortsdurchfahrt konnte in einer vorbildlichen Gemeinschaftsarbeit mit der Kommune und dem Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke und der Energie Netz Mitte sowohl bei der Gehwegerneuerung, der Sanierung der Wasser- und Abwasserleitungen als auch bei der Verlegung der Gasleitung 20 KV Leitung Kostenvorteile erlangt werden. Gleichzeitig wurden die Anlieger nicht durch wiederholte Einzelbaumaßnahmen übermäßig belastet.

Die Gemeinschaftsmaßnahme basiert auf eine Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Lahn-Dill-Kreis, der Gemeinde Schöffengrund, dem Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke und der Energie Netz Mitte, in der die Aufgaben- und die Kostenaufteilung geregelt wurde.

Die Beteiligten der Baumaßnahme vergaben ihre spezifische Teilmaßnahme jeweils selbst. Da die Maßnahme aber als ein Gesamtprojekt ausgeschrieben wurde, war es möglich nur einen Unternehmer zu beauftragen. So war sichergestellt, dass die Teilabschnitte reibungslos aufeinander abgestimmt werden konnten.

Und was hat es gekostet?

Insgesamt ergab sich ein Baukostenvolumen für die Gesamtmaßnahme in Höhe von ca. 1,914 Millionen Euro, die sich wie folgt aufteilen:

  • Grundhafte Erneuerung der Kreisstraße: 740.000,00 Euro
  • Sanierung des Abwasserkanals: 500.000,00 Euro
  • Gehwegerneuerung: 458.000,00 Euro
  • Sanierung Wasserleitung: 190.000 Euro
  • Verlegung Gas und Strom: 26.000 Euro

Außerdem fielen Nebenkosten, u.a. für die Entsorgung des Asphaltaufbaues und des Unterbaus, Vermessungskosten und Verwaltungskosten von insgesamt 200.000 Euro an.

Landrat Wolfgang Schuster und die drei Projektpartner sind sich bewusst, dass durch die Baumaßnahme unausweichlich Belastungen durch Baulärm und Schmutz auf die Anwohner zukamen. Sie möchten die heutige Verkehrsfreigabe zum Anlass nehmen, sich bei den betroffenen Anliegern für die gezeigte Geduld während der Bauphase zu bedanken. Die seinerzeit geschätzte Bauzeit von 190 Tage konnte leider durch die Komplexität der Maßnahme nicht eingehalten werden. Die tatsächliche Bauzeit betrug ca.250 Werktage.

Ansprechpartner beim Lahn-Dill-Kreis für Fragen zum Thema: Reinhard Strack-Schmalor, Tel. 06441 407-2000 und Michael Reblin, Tel. 06441 407-2510.

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