Die Amerikanische Faulbrut bedroht die Bienen im Lahn-Dill-Kreis. (Archivfoto: LDK/N. Zey)

Seuche bedroht Bienen – Imker müssen sich melden

Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut in Ehringshausen

Wetzlar/Ehringshausen (ldk): Im Lahn-Dill-Kreis ist die Amerikanische Faulbrut (AFB) ausgebrochen. Wie der Landesbetrieb Hessischees Landeslabor in Gießen bestätigt, wurde die Bienenseuche bei einigen Bienenvölkern in Ehringshausen festgestellt.

Um den Fundort herum wird jetzt ein Sperrbezirk in einem Radius von rund zwei Kilometern eingerichtet. In diesen Bereich fallen - neben Ehringshausen - die Ortschaften Werdorf, Berghausen, Mühlbach und Daubhausen. Solange der Sperrbezirk gilt, dürfen keine Bienenvölker aus diesem Bereich heraus- oder in ihn hineingebracht werden.

Auf Anordnung des Kreis-Veterinäramtes müssen die betroffenen Bienenvölker saniert werden. Dazu wird die befallene Brut vernichtet. Außerdem müssen sich alle Imker aus dem Sperrbezirk beim Veterinäramt melden. Sie sind dazu angehalten, darauf zu achten, dass Waben, Wachs und Futtervorräte nicht aus ihren Bienenbeständen herausgeholt werden. Im Laufe der kommenden Wochen werden alle Bienenvölker im Sperrbezirk amtlich auf die gefährliche Bienenseuche hin untersucht. Imker, die in der Zwischenzeit die Amerikanische Faulbrut in ihrem Bienenstock feststellen, müssen dies umgehend beim Veterinäramt anzeigen.

Die Amerikanische Faulbrut ist für den Menschen ungefährlich. Für ein Bienenvolk hingegen nicht. Das Sporen bildende Bakterium wird über kontaminierten Honig verbreitet und befällt die Brut im Stock. Diese wird zersetzt. Das Bienenvolk bringt keinen Nachwuchs mehr hervor und zerfällt mit der Zeit. Geschwächte Völker sind Ziel anderer Völker, die den Stock räubern und das Bakterium in ihren eigenen Stock eintragen.

Fragen rund ums Thema
Imker können sich bei Fragen zum Thema gerne mit dem Veterinäramt des Lahn-Dill-Kreises in Verbindung setzen:


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Tel. 06441 407-7711

Kontakt

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