Landrat Wolfgang Schuster (Bildmitte rechts) und die Wirtschaftsdelegation Lahn-Dill mit Geschäftsführer Martin Bork(3. von rechts) sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Garten der Software- und Unternehmensberatung mbi Hüttenberg (Foto: Lahn-Dill-Kreis)

Die Wirtschaftsdelegation Lahn-Dill folgt den Erklärungen mit großem Interesse. Bildmitte von links: Wolfram Dette, Wolfgang Schuster, Burghard Loewe; rechts: Roland Esch und Christof Heller (Foto: Lahn-Dill-Kreis)

Software aus Hüttenberg nahezu konkurrenzlos

Wirtschaftsdelegation Lahn-Dill besucht das Unternehmen mbi Hüttenberg

„Wieviel Megabit habt ihr hier?“ eröffnet Landrat Wolfgang Schuster seine Begrüßung zum Besuch der Wirtschaftsdelegation Lahn-Dill beim Software- und Beratungsunternehmen mbi Hüttenberg. „Genug“, meint Firmengründer und Geschäftsführer Martin Bork. „Wichtig ist für uns, dass eine schnelle Leitung da ist!“, erklärt er und stellt sein 1994 gegründetes inhabergeführtes Familienunternehmen aus Rechtenbach der Wirtschaftsdelegation Lahn-Dill vor.

Kernkompetenz des Unternehmens ist die Realisierung digitaler Plattformen. So wurde etwa ein Redaktionssystem zur Offenlegung von Jahresabschlüssen und weiteren Bekanntmachungen für den Bundesanzeiger in Hüttenberg programmiert. In diesem System erfolgt die Prüfung, Aufbereitung und Weitergabe der von den Unternehmen übermittelten Abschlüsse an eine Webplattform, wo sie dann frei zugänglich eingesehen werden können. Bis 2012 wurde ein zentimeterdicker Bundesanzeiger gedruckt, mittlerweile erfolgen alle Veröffentlichungen digital.

Zu den Produkten der Firma zählt auch WINPACCS – eine Cloud Plattform für die Entwicklungszusammenarbeit. „Sie ermöglicht die Digitalisierung der Geschäftsprozesse international tätiger Hilfsorganisationen und Consultingunternehmen“, erklärt Michael Bork, Leiter der WINPACCS Konzeption und Sohn des Geschäftsführers. „Mit ihr können wichtige Geschäftsprozesse wie Finanzen und Berichterstattungen von überall auf der Welt einfach durchgeführt werden. Rund 4.000 Benutzer in 128 Ländern setzen diese Software bereits ein.“

Unternehmertum aus sozialer Verantwortung

Die Idee einer Software für Hilfsorganisationen kam nicht von ungefähr: Ethische Leitlinien sind für das Familienunternehmen zentral. „Als ich mich 1993 als IT-Berater selbstständig gemacht habe, befand sich Deutschland in einer Rezession und die Arbeitslosigkeit war relativ hoch. Gleichzeitig hatte ich mehr Aufträge, als ich alleine bewältigen konnte. Also habe ich Mitarbeiter eingestellt – um Menschen in Arbeit zu bringen“ so Geschäftsführer Martin Bork. Seitdem ist das familienfreundliche Unternehmen auf fast 40 Köpfe angewachsen und spiegelt die positiven Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt im Lahn-Dill Kreis wider. Der Großteil der Belegschaft wohnt in Hüttenberg oder Umgebung und genießt die kurzen Arbeitswege sowie das gute Betriebsklima. Die Eröffnung eines zweiten Büros in Wetzlar ist für 2020 vorgesehen.

Wirtschaftsdelegation Lahn-Dill

Die Wirtschaftsdelegation Lahn-Dill folgt den Erklärungen mit großem Interesse. „Wir besuchen Unternehmen im Kreis, weil wir uns als Dienstleister für die Region verstehen“, erklärt Landrat Wolfgang Schuster. „Nur, wenn wir auf Augenhöhe zusammenarbeiten, können wir unsere Aufgabe voll und ganz erfüllen!“ Mit dabei sind auch der Erste Kreisbeigeordnete Roland Esch und Wirtschaftsdezernent Wolfram Dette. „Der Kontakt mit Unternehmen ist für die Wirtschaftsförderung ausnehmend wichtig“, stimmt Dette zu. „Hier erfahren wir aus erster Hand, bei welchen Herausforderungen wir tatkräftig unterstützen können.“ Am Austausch mit dem Unternehmen beteiligen sich außerdem die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar Angelika Berbuir, der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lahn-Dill Burghard Loewe, der Kreishandwerksmeister Ralf Jeschke und der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Lahn-Dill Sebastian Hoffmanns. Komplettiert wird die Runde durch den Bürgermeister der Gemeinde Hüttenberg Christof Heller und den stellvertretenden Leiter der Geschäftsstelle Mittelhessen der Handwerkskammer Wiesbaden Manfred Weber.

In der Wirtschaftsdelegation sind vertreten: Lahn-Dill-Kreis (LDK), Industrie- und Handelskammer Lahn-Dill (IHK), Kreishandwerkerschaft (KH); Handwerkskammer (HWK), Arbeitsagentur Wetzlar-Weilburg sowie die / der jeweilige Bürgermeisterin / Bürgermeister Die Delegationsmitglieder besuchen – oft mit weiteren Gästen aus Politik und Verwaltung – regelmäßig (ca. 1 x im Monat) Unternehmen der Region.

 

 

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