Tiere und Pflanzen müssen geschützt werden

Vorbereitungen für weitere Entbuschungen und Gehölzentfernungen laufen an

Im Lahn-Dill-Kreis stehen einige der Tier- und Pflanzenarten des Offenlandes auf der Roten Liste. Sie sind bedroht. Helfen kann man ihnen, indem man Platz schafft. Anfang 2018 konnte das durch die Entbuschung und Gehölzentfernung einiger Landschaftsbereiche im Kreisgebiet schon gelingen - weiter geht es im kommenden Herbst, also nach der Brut- und Setzzeit. "Dass die Entfernung von Bäumen und Sträuchern, die über viele Jahre gewachsen sind und das Landschaftsbild prägen, bei Bürgerinnen und Bürgern ein emotionales Thema ist, ist absolut verständlich. Die Maßnahmen sind jedoch dringend erforderlich, um die Lebensräume für die im Offenland lebenden Arten, wie etwa das Braunkehlchen, zu erhalten. Auch für bestimmte Pflanzenarten ist das Freischneiden wichtig", so Umweltdezernent und Erster Kreisbeigeordneter Heinz Schreiber.

Um bedrohte Tiere und Pflanzen zu retten, sind dringend Maßnahmen erforderlich, die die Lebensräume aufwerten. Der Lahn-Dill-Kreis hat sich deshalb für die Umsetzung in den Flora-Fauna-Habitaten und Vogelschutzgebieten Verstärkung an die Seite geholt. Mit Hilfe von Landesmitteln konnte die Kreisverwaltung die Landschaftspflegevereinigung (LPV) Lahn-Dill beauftragen, beim Arten- und Biotopschutz zu helfen.

Erste Erfolge im Nordkreis
Erste Maßnahmen der LPV konnten bereits im ersten Quartal 2018 in der Gemeinde Hohenahr vor der Brut- und Setzzeit abgestimmt und umgesetzt werden - mit dem Ergebnis, dass z. B. nach der Entfernung einiger Weidengehölze am Struhtbach das Braunkehlchen jetzt bessere Brutbedingungen vorfindet. In den kommenden Monaten stehen zunächst wieder einige Abstimmungsgespräche auf der Agenda, bevor die Maßnahmen ab Oktober 2018 in einer zweiten Kampagne umgesetzt werden können. Neben weiteren Gehölzentnahmen in Hohenahr sind auch Artenschutzmaßnahmen in Mittenaar, Bischoffen, Greifenstein, Driedorf, Breitscheid, Eschenburg und Haiger geplant.

Zum Hintergrund
Im Januar 2018 hat die Abteilung für den Ländlichen Raum des Lahn-Dill-Kreises die Landschaftspflegevereinigung (LPV) Lahn-Dill mit der Organisation und Umsetzung von investiven Landschaftspflegemaßnahmen in Natura-2000-Gebieten beauftragt. Bei den Maßnahmen handelt es sich um Entbuschungen und Gehölzentfernungen zugunsten von seltenen Tier- und Pflanzenarten im Offenland. Da sich die Landschaftspflegevereinigung in ihrer Organisation und Mitgliederstruktur gleichermaßen auf Landwirtschaft, Naturschutzverbände und Kommunen (Behörden) stützt, ist sie für die anstehenden Aufgaben prädestiniert.

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