Es kann nur ein Miteinander zwischen Züchtern, Haltern und Behörden geben, um die teils hochwertigen Zuchten zu schützen. (Foto: LDK)

Vogelgrippe im Lahn-Dill-Kreis – Rückblick und Ausblick

Info-Veranstaltung am 7. September 2017 in der Volkshalle Ehringshausen

2016 und 2017 waren nicht leicht für die Geflügelzüchterinnen und -züchter sowie die Hobbyhalter der heimischen Region. Ende letzten Jahres noch in den Schlagzeilen der Nachbarkreise, hatte Anfang des Jahres das hoch ansteckende Vogelgrippevirus auch den Lahn-Dill-Kreis erreicht. Ob Profession oder Hobby – jetzt sah man sich mit Themen wie Beobachtungs- und Sperrgebiet, Aufstallungspflicht, Biosicherheitsmaßnahmen, Verzicht auf Ausstellungen u. v. m. konfrontiert. Besonders schlimm für die Tiere: Hausarrest für fast ½ Jahr – da wird auch das Geflügel kirre.

Zeit für ein Fazit – Zeit für einen Ausblick

Am 7. September 2017 fand eine Informationsveranstaltung für alle Geflügelhalter und Interessierte statt. Eingeladen hatten der Kreisverband Dill der Rassegeflügelzüchter in Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt des Lahn-Dill-Kreises – rund 60 Geflügelhalter und Züchter aus den Kreisverbänden Dill und Wetzlar waren der Einladung in die Volkshalle Ehringshausen gefolgt. Ziel der Veranstaltung: Vorbereitung der Geflügelhalter auf ein mögliches neues Geflügelpestgeschehen und die Nachbereitung der Ereignisse 2016/2017. Die Akteure:

  • Jörg Philipps, Vorsitzender des Kreisverbandes Dill der Rassegeflügelzüchter;
  • Heinz Schreiber, Erster Kreisbeigeordneter und für den Tierschutz zuständige Dezernent des Lahn-Dill-Kreises;
  • Dr. Giuseppe Bosco, Amtstierarzt und
  • Iris Bergschwinger, Amtstierärztin des Lahn-Dill-Kreises

Jörg Phillips berichtete über die aus Sicht der Geflügelhalter beim Geflügelpestgeschehen 2016/2017 gemachten Erfahrungen und die sich für die Zukunft daraus ergebenden Fragen. Heinz Schreiber betonte, wie wichtig die Zusammenarbeit der Geflügelhalter mit der Abteilung Veterinärwesen und Verbraucherschutz ist, um den bestmöglichen Schutz für das gehaltene Geflügel zu erreichen. Dr. Giuseppe Bosco referierte über die Geflügelpest als Erkrankung und Schutzmöglichkeiten durch Maßnahmen der Biosicherheit. Iris Bergschwinger lieferte Ideen, wie Geflügel einfach und effektiv untergebracht werden kann, wenn eine Aufstallung wieder notwendig wird.

Aus Sicht der organisierten Geflügelzüchter wurde die Veranstaltung als sehr gut empfunden. Viele Fragen konnten beantwortet werden. Ein Fazit: Es kann nur ein Miteinander zwischen Züchtern, Haltern und Behörden geben, um die teils hochwertigen Zuchten zu schützen. Von den Verbänden wurde das Veterinäramt des Lahn-Dill-Kreises noch einmal ausdrücklich gelobt! Hier stand und steht man immer in engem und gutem Kontakt. Es wurde aber auch betont, dass das viele Hobbyhalter die Situation nicht ernst genug nehmen und somit alle gefährden. Der Kreisverband und das Veterinäramt weisen deshalb nochmals darauf hin, dass auch Hobbyhalter – auch dann, wenn sie nur ein Tier haben – dieses bei den zuständigen Stellen anmelden müssen. Dies sind das Veterinäramt und die Tierseuchenkasse. Bei einem Seuchenausbruch übernimmt die Tierseuchenkasse alle anfallenden Kosten für ihre Mitglieder. Bei einer fehlenden Registrierung besteht kein Anspruch des Geflügelhalters auf Entschädigungsleistungen für Tierverluste.

Fragen stellen, Erfahrungen austauschen, Tipps & Tricks kennenlernen – im Anschluss an den fachlichen Teil entwickelte sich ein lebhafter Dialog. Und die Idee, solche Treffen öfter stattfinden zu lassen.

Ihre Ansprechpartner beim Lahn-Dill-Kreis für Fragen zum Thema: Dr. Giuseppe Bosco, Tel. 06441 407-7718 und Iris Bergschwinger, Tel. 06441 407-7728; E-Mail: veterinaeramt@lahn-dill-kreis.de.

 

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