Auf der Fläche des ehemaligen Kompostwerkes im Abfallwirtschaftszentrum Aßlar soll ein moderner Wertstoffhof entstehen. Die vorhandene Überdachung (im Bild unten) kann genutzt werden; die alten Komposthütten gegenüber sind bereits abgerissen (Foto: AWLD)

Wertstoffhof im Abfallwirtschaftszentrum Aßlar soll ausgebaut und modernisiert werden

Kreistag berät über den Wirtschaftsplan 2020 der Abfallwirtschaft Lahn-Dill

Die Abfallwirtschaft Lahn-Dill, Eigenbetrieb des Lahn-Dill-Kreises, plant den Ausbau des Wertstoffhofes am Standort Aßlar. Wie aus dem Wirtschaftsplan 2020 hervorgeht, soll die Annahmestelle im Abfallwirtschaftszentrum für ca. drei Millionen Euro grundlegend modernisiert werden. Vorgesehen ist eine Verlegung des Wertstoffhofes auf die Fläche des ehemaligen Kompostwerkes mit einer Gesamtfläche von rund 4.700 Quadratmetern. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2021 geplant. Über den Wirtschaftsplan wird der Kreistag in seiner Sitzung am 9. Dezember 2019 beraten.

Rampe und EC-Automaten

Der Wertstoffhof im Abfallwirtschaftszentrum Aßlar ist der größte von insgesamt 21 Wertstoffhöfen im Lahn-Dill-Kreis. Schon jetzt werden dort jährlich knapp 3000 Tonnen Bauschutt, Altholz, Grünschnitt, Altmetall und Altpapier umgeschlagen. Hinzu kommen rund 600 Tonnen E-Schrott. Dank einer Überdachung kann der Abladevorgang künftig witterungsgeschützt erfolgen. Eine Wertstofframpe mit Abwurfkante und zehn Containerplätzen soll das Abladen vereinfachen. Ebenerdige Lagerboxen für Bauschutt und Grünschnitt sowie ein geräumiger Bereich für Elektroaltgeräte ergänzen den Komplex. Eine neue Zufahrt mit Ein- und Ausgangswaage soll für einen geregelten Verkehrsfluss sorgen. Und bei Anlieferung kostenpflichtiger Abfälle wird an Selbstbedienterminals die Zahlung per EC-Karte möglich sein.

Vermarktung von Deponievolumen

Trotz der geplanten Investitionen stellt sich die Finanzlage der Abfallwirtschaft Lahn-Dill nach einem zuletzt negativen Jahresergebnis wieder besser dar. Der Eigenbetrieb schließt das kommende Jahr geplant mit einem leicht positiven Ergebnis in Höhe von 29.338 Euro ab. Das Eigenkapital wird sich auf voraussichtlich 2,6 Millionen Euro erholt haben. „Um unsere Ziele sicher zu erreichen, wollen wir die Nutzung von rund 30.000 Kubikmeter Deponievolumen in Aßlar vertraglich fixieren, um planbare Gewerbeerlöse in marktgerechten Umfang zu erzielen“, erläutert der Erste Kreisbeigeordnete Roland Esch. Ein aussichtsreiches Interessenbekundungsverfahren läuft. Insgesamt rechnet man im Bereich gewerblicher Direktanlieferungen mit ca. 88.000 Tonnen an Abfällen.

Dem Wirtschaftsplan zufolge werden die Bürgerinnen und Bürger im Lahn-Dill-Kreis (ohne Stadt Wetzlar) voraussichtlich rund 38.000 Tonnen Restabfall, 22.500 Tonnen Bioabfall und 13.250 Tonnen Altpapier durch die Abfallwirtschaft Lahn-Dill entsorgen lassen. Insgesamt werden im hoheitlichen Bereich durch die sukzessive Optimierung der Wertstoffhöfe leicht steigende Abfallmengen (119.000 Tonnen) erwartet. Für die vielfältigen Aufgaben der Abfallwirtschaft stehen dem Eigenbetrieb planmäßig 64 Gesamtstellen zur Verfügung. Die Rückstellungen, die insbesondere für die Nachsorge der Deponien Aßlar, Oberscheld und Steinringsberg zu bilden sind, belaufen sich auf 18,4 Millionen Euro. Darlehen werden wie in den vergangenen Jahren keine aufgenommen.

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