Die Insel 2 in der Aartalvorsperre muss saniert werden, weil sie bei mittlerem Pegelstand des Sees komplett unter der Wasseroberfläche verschwindet. (Foto: HGON/Schindler)

Wo ist die Insel abgeblieben?

Sanierungsarbeiten in der Aartalsperre ab nächster Woche

Wetzlar/Hohenahr (ldk): Wenn sich der Pegelstand der Aartalsperre auf mittlerem Niveau befindet, dann ist von der Insel nichts mehr zu sehen. Genau das ist der Anlass für die umfassende Sanierungsmaßnahme im Naturschutzgebiet der Aartalvorsperre. Dort gibt es insgesamt 21 Inseln in unterschiedlichen Größen - alle gut strukturiert angelegt und gestaltet, so dass sich das Gebiet zu einem wertvollen Biotop für die Tier- und Pflanzenwelt entwickelt hat. Eine Insel fällt aus dem Rahmen. Langzeitbeobachtungen haben gezeigt, dass die Insel 2 der Aartalvorsperre besonders beliebt bei Vögeln ist. Wegen ihrer guten Lage im See ist sie hoch frequentiert und wird häufig als Rastinsel genutzt. Mit ihren rund 14 Metern Durchmesser zählt sie zu den kleineren Inseln im Naturschutzgebiet. Das Problem von Insel 2 ist, dass sie manchmal komplett unter der Wasseroberfläche verschwindet. Nämlich genau dann, wenn die Sperre einen mittleren Pegelstand aufweist.

Das war natürlich nicht immer so. Im Laufe der Jahre wurde die Insel durch Abtragungsprozesse in Mitleidenschaft gezogen und automatisch verkleinert. Das passiert zum Beispiel durch den im See vorherrschenden, natürlichen Wellenschlag oder die witterungsbedingten, wechselnden Wasserstände in der Vorsperre. Aus Sicht des Natur- und Artenschutzes ist es dringend notwendig, die beschädigte Insel wieder aufzubauen. Die Erosionsschäden werden deshalb ab nächster Woche behoben. Rund 30 Kubikmeter Gestein werden dafür an die Aartalsperre gebracht, um mit einer Dicke zwischen 10 und 50 Zentimetern auf die Insel aufgetragen zu werden. Die Inselsanierung von Insel 2 im Naturschutzgebiet der Aartalvorsperre soll voraussichtlich vom 28. bis 30. August 2017 dauern. Der Rundweg um die Aartalsperre wird im Zuge der Bauarbeiten temporär gesperrt.

Durchgeführt werden die Arbeiten im Auftrag von Hessenforst für das Regierungspräsidium Gießen.

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