Bereit für den Ernstfall?

Katastrophenschutzübung im Schlossbergtunnel in Dillenburg erfolgreich

Darüber hat fast jeder Verkehrsteilnehmer schon nachgedacht, wenn er mit seinem Fahrzeug durch einen längeren Tunnel gefahren ist: Was ist, wenn plötzlich ein Feuer ausbricht, wenn es im Tunnel unübersichtlich wird und zu Stau kommt, wenn Menschen verletzt werden und in Panik geraten?

Auch für Rettungskräfte ist ein solches Katastrophenszenario eine besondere Herausforderung. Ganz schnell stehen die theoretischen Vorgehensschritte auf dem Prüfstand: Tunnelleitzentrale und Zentrale Leitstelle müssen, genauso wie Polizei, Feuerwehr, Straßenmeisterei und Rettungsdienst, verlässlich zusammenarbeiten.

Und um genau ein solches Szenario zu üben, wurde am vergangenen Samstag der Schlossbergtunnel in Dillenburg vorübergehend gesperrt. Der Ernstfall wurde inszeniert: Ein LKW wurde im Tunnel deponiert. Er sollte später in Brand geraten. Autowracks an der Tunneleinfahrt dienten dazu, einen Stau zu simulieren und den Weg zu versperren. 16 Mimen spielten Verletzte. Nachdem eine Nebelmaschine für dichten Qualm im Tunnel gesorgt hatte, wurde um 9:30 Uhr der Notruf abgesetzt - der Startschuss für den Übungseinsatz. Feuerwehren und Rettungsdienste haben Hand in Hand zusammen gearbeitet. So waren das DRK und der Malteser Hilfsdienst vor Ort. Von Seiten der Wehren waren die Städte Dillenburg, Sinn und Aßlar vertreten. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, alle vier Jahre eine solche Großübung durchzuführen. Das Zusammenspiel der Rettungskräfte aus den verschiedenen Hilfsorganisationen wird dabei geschult, Schwachstellen können schnell erkannt werden.

Der Schlossbergtunnel

Mehrere Tausend Fahrzeuge fahren jeden Tag durch den 782 Meter langen Schlossbergtunnel in Dillenburg. Dabei sorgen unter anderem 32 Kameras, 38 Lautsprecher, zwölf Feuerlöscher und sechs Ventilatoren für die Sicherheit. Ein 550 Meter langer Fluchtstollen bietet Schutz im Notfall. Technisch ist der Tunnel auf dem neuesten Stand.

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