Umweltdezernent Heinz Schreiber mit den Mobilitätsmanagerinnen Nadine Lublow und Jana Schönemann. (Foto: LDK/N. Zey)

Für mehr Mobilität in der Region

Kreis stellt zwei Mobilitätsmanagerinnen ein

Beim Lahn-Dill-Kreis gibt es jetzt zwei Mobilitätsmanagerinnen. Jana Schönemann und Nadine Lublow wollen Anreize für ein bewussteres Mobilitätsverhalten schaffen. "Ich bin froh, dass wir durch das neue Mobilitätsmanagement kompetente Unterstützung und eine Erweiterung im Bereich des Klimaschutzes erhalten", so Umweltdezernent Heinz Schreiber. 

In einem Interview beantworten Schönemann und Lublow die wichtigsten Fragen zu dem neuen Aufgabenfeld:

Wo liegen die Schwerpunkte des Mobilitätsmanagements?

Unser erster Blick gilt der Verwaltung selbst: Wie sieht das das Mobilitätsverhalten der Kreismitarbeiter aus? Wie viele kommen mit dem Rad? Wie können Fahrgemeinschaften unterstützt werden? Können Dienstfahrten auch mal mit dem E-Bike gemacht werden? Wie kann der ÖPNV noch stärker eingebunden werden? Die Kreisverwaltung möchte damit einen großen Schritt nach vorne gehen, um eine Vorbildfunktion einzunehmen. Denn parallel dazu wollen wir die Kommunen und Unternehmen im Kreis unterstützen.

Wie sieht die Unterstützung für Kommunen und Unternehmen konkret aus?

Wir wollen einerseits die Mobilität in den ländlichen Regionen des Lahn-Dill-Kreises sichern. Das bedeutet zum Beispiel, dass wir uns dafür einsetzen, das ÖPNV-Angebot in Zusammenarbeit mit den VLDW durch Bürgerbusse zu ergänzen. Andererseits möchten wir Anreize für ein bewussteres Mobilitätsverhalten schaffen. Das bedeutet, die Menschen im Lahn-Dill-Kreis dabei zu unterstützen, alternative Verkehrsmittel zum eigenen PKW zu nutzen - wo immer möglich. Unsere Aufgabe wird sein, dafür neue Strukturen zu erarbeiten. Dabei haben wir natürlich den Klimaschutz im Blick. Generell verstehen wir uns als Ansprechpartnerinnen für die Kommunen, Unternehmen und die Bürgerinnen und Bürger im Lahn-Dill-Kreis. Wir unterstützen bei der Planung und Umsetzung von guten Ideen und Projekten. Das kann die stärkere Nutzung von Fahrrädern sein,  die Unterstützung bei der Anschaffung von E-Fahrzeugen oder eine Beratung zum Thema Car-Sharing. Auch die Schulen im Kreisgebiet spielen eine wichtige Rolle. Es ist wichtig, Schülern schon früh zu vermitteln, wie wichtig altbekannte Fortbewegungsmittel sind. 

Was ist euch besonders wichtig?

Wir möchten viele Akteure aus den Bereichen Mobilität und Klimaschutz zusammen bringen. Ressourcen, die schon vorhanden sind, möchten wir aufgreifen und weiterentwickeln. Das Thema Radverkehr ist ein Beispiel. Radwege sind zwar schon vorhanden, können aber an der ein oder anderen Stelle sicher noch ausgebaut und erweitert werden, um die Menschen im Kreis zu motivieren, auch im Alltag öfters mal auf das Rad umzusteigen. Ein weiteres Thema sind Fahrgemeinschaften. Es gibt schon viele, aber auch hier möchten wir schauen, wie wir bei der Optimierung helfen können.

Die Stelle des Mobilitätsmanagements wird zu 75 Prozent vom Bund gefördert und ist zunächst für die Dauer von zwei Jahren besetzt. Jana Schönemann und Nadine Lublow teilen sich eine volle Stelle. 

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