Von links: Sven Martens, Claudia Wagner und Wolfram Dette (Foto: LDK)

Lebendige Innenstädte

Zukunft von Stadt und Handel – Veranstaltung am 8. Mai 2018 im Kreishaus

Eventräume, Gastronomie, Aufenthaltsqualität, Wohnen, freier WLAN-Zugang, Gestaltung der Fußgängerzone… Wie muss sich eine Innenstadt präsentieren, um dem rasanten Strukturwandel Rechnung zu tragen?

Im Handel ist die Frequenz am Wichtigsten

Diesen Fragen gingen die Referenten Claudia Wagner, Industrie- und Handelskammer Lahn-Dill (IHK); Sven Martens, Center Manager FORUM Wetzlar und Prof. Dr. Jan Freidank, Stadtmarketing der Stadt Wetzlar nach. Moderiert wurde die Diskussionsrunde von Wirtschaftsdezernent Wolfram Dette. Prof. Freidank wies auf die Veränderungen und Auswirkungen des Online-Handels hin, die in der Altstadt von Wetzlar gut zu beobachten sind. Sein Fazit lautet, dass ohne weitere Attraktivitätssteigerung der Innenstadt, wie Erlebniseinkauf und Events, der Einzelhandel an Bedeutung verlieren wird. Dass bereits ein Branchenwechsel stattgefunden hat, erläutert Sven Martens, Centermanager FORUM Wetzlar, an den dramatischen Veränderungen in seinem Haus. „Handel ist im Wandel“ so seine kurze Zusammenfassung: Der Textilanteil von anfangs 50 % ist gesunken und wird abgelöst von mehr Gastronomie und Dienstleistungen. Neu in z. B. anderen Einkaufscentern ist die Präsenz von Autohändlern. Für den Handel ist nach wie vor die Frequenz das Allerwichtigste.

Mehr Geschlossenheit im Einzelhandel

In diesem Bereich fordert Wolfram Dette mehr Geschlossenheit der Einzelhändler vor Ort. Der Einzelhandel muss sich dem Gemeininteresse zuwenden, um gemeinsam dem Strukturwandel zu begegnen. Dazu gehören z. B. einheitliche Öffnungszeiten sowie eine Internetpräsenz. Letzteres war bei einer Umfrage in der Altstadt Wetzlar besonders deutlich geworden. Noch viel zu wenige Einzelhändler haben einen Internetauftritt, sehen aber gleichzeitig den Interneteinkauf als großes Konkurrenzangebot an. Diskutiert wurde über eine finanzielle Unterstützung, um dem Einzelhandel den Weg zu einer eigenen Homepage als Marketingstrategie zu eröffnen. IHK oder Kommunen könnten hier unterstützend tätig werden. Claudia Wagner, IHK Lahn-Dill, griff diesen Vorschlag gerne auf und kündigte eine Sitzung mit den Werbegemeinschaften und den Kommunen im Lahn-Dill-Kreis an.

Ansprechpartnerin beim Lahn-Dill-Kreis für Fragen zum Thema: Meike Menn, Wirtschaftsförderung, Tel.: 06441 407-1222, E-Mail: wifoe@lahn-dill-kreis.de

Kontakt

Susanne Müller-Etzold

Pressestelle

Karl-Kellner-Ring 51
35576 Wetzlar

06441 407-1105
06441 407-1051
presse@lahn-dill-kreis.de