Die Wespen-Zeit beginnt

So kommen Mensch und Tier gut miteinander aus

Die ein oder andere konnte schon am Grill oder in der Nähe der Limonade draußen gesichtet werden. Und es werden wohl immer mehr, denn die Wespe steuert auf ihre Hochsaison zu. Die aktuellen Temperaturen sind optimal. In Ruhe auf der Terrasse Kuchen essen oder im Garten grillen ist bald gar nicht mehr so einfach. Die Untere Naturschutzbehörde des Lahn-Dill-Kreises gibt deshalb Verhaltenstipps heraus, die einen Umgang mit Wespen erleichtern.

Tipps zum Umgang mit Wespen und Hornissen

  1. Wespen stechen, wenn sie sich bedroht fühlen
  2. Hektische Bewegungen sollten vermieden werden, Ruhe bewahren, die Tiere nicht wegpusten
  3. Nahrungsmittel im Freien abdecken
  4. Kindern nach dem Essen den Mund abwischen
  5. Offene (süße) Getränke vor dem Trinken immer auf Wespen kontrollieren
  6. Mit einem Gemisch aus Honig und Früchten kann man die Tiere weg locken
  7. Obst, das direkt vom Baum verzehrt wird, sollte kontrolliert werden

Doch ein Stich?

Keine Wespe sticht ohne Grund. Sie stechen dann, wenn man sich dem Nest nähert, nach den Tieren schlägt, sie in ihrem Flugverhalten einengt oder sie bedroht, indem man zum Beispiel in sie hinein tritt. Hat eine Wespe gestochen, ist sofortiges Aufreiben einer angeschnittenen Zwiebel oder das Bestreichen mit Obstessig sehr hilfreich und verhindert Schwellungen. Atemnot, Kreislaufprobleme und Übelkeit nach einem Stich weisen auf eine allergische Reaktion hin. In diesem Fall sollte sofort ein Arzt aufgesucht bzw. ggf. ein Notruf abgesetzt werden.

Wespen sind nützlich und stehen unter Artenschutz

Wespen fungieren als Reiniger ihrer Umgebung, weil sie Schädlinge fressen und säubern als Aasfresser ihren Lebensraum. Außerdem spielen sie eine wichtige Rolle bei der Bestäubung vieler Pflanzen. Wespen unterliegen, wie alle wildlebenden Tiere, dem allgemeinen Artenschutz. Danach dürfen wildlebende Tiere nicht mutwillig oder ohne vernünftigen Grund gefangen, verletzt oder getötet werden (§ 39 Abs.1, Nr. 1 Bundesnaturschutzgesetz). Auch Hornissen gehören zur Familie der Wespen. Sie unterliegen jedoch dem besonderen Schutz des § 44 BNatSchG.

Wespen dürfen nur dann bekämpft werden, wenn dafür ein vernünftiger Grund vorliegt
Da es verschiedene Wespenarten gibt, muss geprüft werden, um welche Art es sich handelt. Wespenarten, die ihre Nester freihängend bauen, sind in der Regel nicht aggressiv und suchen auch nicht den Kontakt zu Menschen. Diese Nester müssen daher oftmals nicht beseitigt werden. Nur die deutsche Wespe und die gemeine Wespe bauen ihre Nester in dunklen Hohlräumen. Dazu kommen natürlich auch Dachböden, Geräteschuppen und Rollladenkästen in Frage. Diese Arten sind auch naschhaft und interessieren sich für Speisen und süße Getränke. Wespennester werden eine Saison lang besetzt und danach aufgegeben. Das ist meist Mitte Oktober der Fall. 

Wespennest - und jetzt?

Wespennester dürfen ausschließlich durch zugelassene Schädlingsbekämpfer beseitigt werden. Wer ein Wespennest in seiner Umgebung entdeckt hat, kann sich gerne mit der Unteren Naturschutzbehörde des Lahn-Dill-Kreises in Verbbindung setzen, um sich von Fachleuten beraten zu lassen, wie mit dem Nest umzugehen ist:

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Telefon 06441 407-2250

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