Drachen im Kornfeld und Hundekot am Baum

Abteilung für den ländlichen Raum wirbt für mehr Rücksicht auf Feld und Flur

Wanderer, Jogger, Radfahrer, Reiter und Hundehalter – sie alle sind auf den Feldwegen im Lahn-Dill-Kreis unterwegs und machen die eigentlichen Wirtschaftswege damit schnell zu beliebten Ausflugszielen. Häufig zum Nachteil der Landwirte. Denn diese bekommen wiederum Probleme, ihren Arbeitsplatz, die Felder und Wiesen, gut zu erreichen. Aus diesem Grund hat die Abteilung für den ländlichen Raum Lahn-Dill und Gießen nun den Informationsflyer 'Feld- und Flur-Knigge' neu aufgelegt und an alle Städte und Gemeinden im Lahn-Dill-Kreis und im Landkreis Gießen verteilt - zur Weitergabe an die Bürgerinnen und Bürger.

"Die Feldwege wurden früher eigens für die Landwirtschaft angelegt. Das ist heute den wenigsten bewusst", sagt Margot Schäfer, Leiterin der Abteilung für den ländlichen Raum. "Wir werben für ein rücksichtsvolles Miteinander, sodass alle auf ihre Kosten kommen." Seit 2014 wird der 'Feld- und Flur-Knigge' von den Kreisverwaltungen Lahn-Dill und Gießen sowie den ansässigen Landwirten verteilt und an Kommunen, Wandervereine, Hundeschulen usw. versandt. Dass die Interessen von Freizeitliebhabern mit denen der Landwirte auf der Flur kollidieren können, ist nichts Neues. Deshalb gebe es den Knigge auch schon seit über vier Jahren, so Schäfer. In letzter Zeit seien allerdings neue Phänomene hinzugekommen, die eine Überarbeitung des Flyers notwendig gemacht haben.

Den Menschen fehle immer häufiger das Wissen über die Kreisläufe in der Natur. Nur so könne man sich erklären, warum beispielsweise Kinder im Beisein ihrer Eltern Drachen im kniehohen Getreidefeld steigen lassen oder Spaziergänger mit ihren Autos die Zufahrten zu den Feldwegen versperren. Das sei aber noch nicht die Spitze des Eisbergs. "Landwirte haben uns erzählt, dass der Hundekot von den Wiesenrändern zwar entfernt, die gefüllten Kotbeutel dafür aber in die Mitte der Grundstücke geworfen oder im Wald oder an Zweigen von Obstbäumen angeknotet entsorgt wurden", so Schäfer.

Dabei ist ein angebrachtes Verhalten in Feld und Flur ganz unkompliziert: Wiesen und Felder sind Privatbesitz. Die Kreisverwaltung appelliert deshalb an die Bürgerinnen und Bürger, dort nichts zu tun, wovon sie nicht möchten, dass es bei ihnen zuhause passiert, beispielsweise im Garten: Kein Hundekot im Baum oder auf der Liegewiese, keine zertrampelten Gemüsebeete und keine zugeparkten Grundstückseinfahrten.

Den neuen Flyer 'Feld- und Flur-Knigge' gibt es zum Download oder in Papierform bei den Städten und Gemeinden des Lahn-Dill-Kreises sowie in der Kreisverwaltung selbst, am Karl-Kellner-Ring 51 in Wetzlar.

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