Schafe gehören zu den für die Blauzungenkrankheit empfänglichen Tieren (Foto: Lahn-Dill-Kreis)

Blauzungenkrankheit – Lahn-Dill-Kreis ist weiterhin Sperrbezirk

Neue Verbringungsregelungen ab dem 18. Mai 2019

Seit Ende letzten Jahres bedroht die Blauzungenkrankheit die regionalen Tierbestände. Am 22. Januar 2019 wurde der gesamte Lahn-Dill-Kreis zum Sperrgebiet bezüglich der Blauzungenkrankheit erklärt. Für das Sperrgebiet wurde u. a. Folgendes angeordnet: Wer empfängliche Tiere hält, hat – falls noch nicht geschehen – die Haltung und den Standort der Tiere (Stall, Weide, Triebweg) unverzüglich dem Veterinäramt des Lahn-Dill-Kreises anzuzeigen. Das Verbringen von empfänglichen Tieren, Embryonen, Samen und Eizellen aus dem Sperrgebiet ist verboten, soweit die zuständige Behörde keine Ausnahme zulässt.

Die bis zum 17. Mai 2019 befristeten erleichterten Verbringungsregelungen wurden nicht mehr verlängert. Für Halter der empfänglichen Tiergruppen ergeben sich ab dem 18. Mai 2019 wichtige Änderungen:

  • Ein Verbringen empfänglicher Tiere nach außerhalb des Sperrgebietes ist ohne gültigen Impfschutz nicht mehr möglich.
  • Die zu verbringenden Tiere müssen gegen den Serotypen BTV8 geimpft sein und sich in dem für den Impfstoff garantierten Immunitätszeitraum befinden.
  • Für das Verbringen von Kälbern, die jünger als 90 Tage sind, gelten zusätzliche Bedingungen bzgl. des Impfschutzes und der Verbringung in die Niederlande.

Die detaillierten Verbringungsregelungen und weitere wichtige Informationen zur Blauzungenkrankheit sind auf der Homepage des Lahn-Dill-Kreises unter www.lahn-dill-kreis.de/blauzunge zu finden. Kontakt beim Lahn-Dill-Kreis für Fragen zum Thema: Abteilung Veterinärwesen und Verbraucherschutz, Tel. 06441 407-7711, E-Mail: veterinaeramt@lahn-dill-kreis.de.

Und nach wie vor gilt: Wirksamer – und einziger – Schutz gegen die Blauzungenkrankheit ist eine zeitnahe Impfung der Rinder-, Schaf- und Ziegenbestände. So können Wiederkäuer wirksam vor einer Infektion mit dem Virus geschützt werden.

Hintergrund:

Im August 2006 trat die Blauzungenkrankheit erstmals in Deutschland auf. Empfänglich für die Tierseuche sind alle Wiederkäuer, also neben Rindern, Schafen und Ziegen auch Büffel, Rehe und Hirsche. Die Herden des Lahn-Dill-Kreises – vor allem Schafe und Ziegen – waren damals von der Erkrankung sehr stark betroffen und extrem geschädigt.

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Susanne Müller-Etzold

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