Bundesligaspiele vor 800 Zuschauern in der Rittal Arena Wetzlar

Kreis-Gesundheitsamt genehmigt Hygienekonzept von HSG Wetzlar und RSV Lahn-Dill

Handball-Bundesligist HSG Wetzlar und Rollstuhlbasketball-Bundesligist RSV Lahn-Dill dürfen sich mit Beginn der Spielzeit 2020/2021 wieder auf Zuschauer freuen. Dies gaben die beiden Clubs am Montag zusammen mit Landrat Wolfgang Schuster, Wetzlars Oberbürgermeister Manfred Wagner, Gesundheitsamtsleiterin Dr. Gisela Ballmann sowie dem Leiter des Krisenstabes des Landkreises, Reinhard Strack-Schmalor, in einer Pressekonferenz in der Rittal Arena Wetzlar bekannt. Ein mit dem Gesundheitsamt und dem Krisenstab des Lahn-Dill-Kreises abgestimmtes Hygienekonzept, gestattet dabei den Besuch von bis zu 800 Zuschauern.
 
Dies bedeutet, dass die beiden langjährigen Wetzlarer Erstligisten nach rund einem halben Jahr Corona-bedingter Spielpause wieder eine Geschäftsgrundlage besitzen.
 
Das 71-seitige Hygienekonzept wurde federführend durch die Mitarbeiter der neuen Betreibergesellschaft der Rittal Arena Wetzlar, der Arenakonzept GmbH, erstellt und mit mehreren Abstimmungsterminen mit dem Lahn-Dill-Kreis finalisiert. Dieses sieht vor, dass ausnahmslos Sitzplätze gestattet sind und die Tribünen in acht autarke Zonen eingeteilt werden. Diese Zonen erhalten jeweils ihre eigenen Ein- und Ausgänge sowie Toilettenanlagen, Cateringstationen und Sicherheits- und Reinigungspersonal. Das bedeutet, dass pro Zone rund 100 Zuschauer Platz finden und die Nachverfolgung der Besucher für das Gesundheitsamt gewährleistet ist. Alle Zuschauer müssen sich beim Erwerb ihrer Eintrittskarten (ausnahmslos online möglich) registrieren und beim Betreten der Arena, auf dem Weg zum Sitzplatz einen Mund-Nasen-Schutz tragen – während des Spiels allerdings nicht. Bei den Partien herrscht bis auf Weiteres striktes Alkohol-Ausschankverbot.
 
Während der Rollstuhlbasketball-Bundesligist RSV Lahn-Dill erst Ende Oktober in die neue Saison startet, beginnen die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar bereits am Sonntag, den 4. Oktober 2020. Um 16 Uhr ist dann der Champions-League-Teilnehmer SG Flensburg-Handewitt zu Gast. Von den 800 verfügbaren Eintrittskarten gehen knapp die Hälfte an Sponsoren und Fanclub-Mitglieder. Der Rest der Tickets ist ab 21. September um 10 Uhr ausnahmslos im Onlineticket-Shop unter hsg-wetzlar.de erhältlich (Verkauf in 2er bis 10er Blöcken).
 
Landrat Wolfgang Schuster: „Wenn es die Inzidenz zulässt, wollen wir wieder gesellschaftliches Leben zulassen. Wir haben das Konzept der HSG Wetzlar, der Arenakonzept GmbH und dem RSV Lahn-Dill auf Herz und Nieren geprüft und genehmigen jetzt 800 Zuschauer. Es bleibt aber dabei, der Gesundheitsschutz steht bei uns an erster Stelle. Deshalb werden wir das Konzept immer wieder prüfen. Hier in der Rittal Arena mache ich mir aber nicht so große Sorgen, wie bei vielen kleineren Veranstaltungen.“
 
Oberbürgermeister Manfred Wagner: „Wir wollen ein Stück Normalität in die Sportstadt Wetzlar zurückbringen. Unser Profil ist hier sehr stark geprägt durch die HSG Wetzlar und den RSV Lahn-Dill und wir wollen unsere sportlichen Aushängeschilder wieder erlebbar machen. Ich bin allen Beteiligten in den Clubs und Behörden sehr dankbar, dass man miteinander geschaut hat, was kann in der Rittal Arena gehen, damit wir hier gesellschaftliches Leben und Sport wieder vereinen.“
 
HSG-Geschäftsführer Björn Seipp: „Der heutige Tag und die Entscheidung mit 800 Zuschauern starten zu dürfen, gibt uns jede Menge Kraft. Es war für uns elementar, diese Genehmigung zu bekommen, denn Profisport ohne Zuschauer ist nichts. Sie sind die Überlebensgrundlage für uns. Im   Vordergrund des Konzepts steht jedoch ohne Wenn und Aber die Gesundheit aller Beteiligten. Ich bin sehr zuversichtlich, dass es funktionieren wird, wenn alle Grün-Weißen diszipliniert mitziehen. Wir haben einen großen Vertrauensvorschuss von behördlicher Seite erhalten und wollen beziehungsweise müssen diesem auch gerecht werden, wenn wir in dieser Pandemie langfristig vor Zuschauern spielen und die Besucherzahl weiter ausweiten möchten.“
 
RSV-Geschäftsführer Andreas Joneck: „Dieses Hygienekonzept wird uns sowohl finanziell als auch logistisch Einiges abverlangen. Wir brauchen aber diesen Anfang, um Schritt für Schritt in die Normalität zurückzukehren. Es ist elementar wichtig, dass wir mit Zuschauern in die Saison starten, auch wenn die Besucherzahl noch nicht die ist, die wir uns wünschen. Der erste Schritt ist jetzt aber in Zusammenarbeit mit dem Landkreis, der Stadt, dem neuen Betreiber und der HSG Wetzlar getan.“

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