Eröffnung der ersten Hol- und Bringzone an der Albert-Schweitzer-Schule Wetzlar.

Kreisschuldezernent Heinz Schreiber enthüllt die erste Hol- und Bringzone.

Schulleiter Dietmar Schreier, Landrat Wolfgang Schuster und Mobilitätsmanagerin Nadine Lublow freuen sich gemeinsam mit den Kindern über die Enthüllung der ersten Hol- und Bringzone.

Hol- und Bringzonenschilder sollen den morgendlichen Verkehr vor Schulen entzerren.

Aktion „Gelbe Füßchen“ weist Kindern den Schulweg und motiviert Autofahrer zu mehr Umsicht.

Erste Hol- und Bringzone im Lahn-Dill-Kreis eröffnet

Albert-Schweitzer-Schule Wetzlar und drei weitere Modellschulen gehen voran

Morgens 07:45 Uhr: Schulkinder, Schulbusse und die PKWs der Eltern tummeln sich in der Schulstraße – eine alltägliche Situation. An vier Schulen im Lahn-Dill-Kreis wird sich das jetzt Schritt für Schritt ändern. Sogenannte Hol- und Bringzonen sollen dem entgegenwirken und die morgendliche Verkehrssituation, besonders vor Grundschulen, entzerren. 

Am 24. Oktober 2019 ist mit der Albert-Schweitzer-Schule in Wetzlar die erste Modellschule für den Landkreis an den Start gegangen. Nadine Lublow, Kreis-Mobilitätsmanagerin und Volker Mattern, Leiter der Straßenverkehrsbehörde der Stadt Wetzlar, haben die Beschilderung für die Hol- und Bringzonen gemeinsam mit Landrat Wolfgang Schuster, Kreis-Schuldezernent Heinz Schreiber, Oberbürgermeister Manfred Wagner und Wetzlars Ordnungsdezernent Jörg Kratkey enthüllt. 

„Die Kommunen stehen vor dem Problem, die Verkehrssicherheit für Schülerinnen und Schüler, aber auch für die Anwohner und alle anderen Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Bei dieser Aufgabe hat unser Mobilitätsmanagement sie erfolgreich beraten“, so Landrat Wolfgang Schuster. Im letzten Jahr hat sich der Lahn-Dill-Kreis mit einigen Modellschulen auf den Weg gemacht, das Thema aktiv zu bearbeiten. Dabei stehen die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen, der Beitrag zum Klimaschutz und die Verkehrssicherheit der Kinder im Fokus.

Wie sehen die Hol- und Bringzonen aus?

Wie laut ADAC Checkliste empfohlen, wurden in einem Radius von 250 Metern um die Schulen drei bis fünf Hol- und Bringzonen eingerichtet. „Bei der Planung wurden viele unterschiedliche Faktoren beachtet. Die Eltern sollen nach dem Absetzen der Kinder nicht wenden müssen und ihre Fahrtrichtung fortsetzen können“, erläuterte der Ehrenamtliche Kreisbeigeordnete Heinz Schreiber. Durch die gewählte Platzierung der Zonen können sich die Eltern möglichst reibungslos wieder in den fließenden Straßenverkehr einfinden.

Gekennzeichnet sind die Bereiche mit eingeschränkten Halteverbots- und eigens für diesen Zweck angefertigten Hol- und Bringzonen-Schildern. Sie werden zunächst auf mobilen Ständern angebracht, damit sie dem entsprechenden Bedarf an Halteflächen angepasst werden können.

Um die optimale Lage für die Zonen zu finden, wurde nach dem Leitfaden der Bundesanstalt für Straßenwesen „Schulwegepläne leichtgemacht“ ein individuelles Konzept für die einzelnen Schulen erarbeitet. Zu diesem Zweck wurden zunächst die aktuellen Gehwege der Kinder sowie die Fahrtwege der Eltern in einer Elternumfrage aufgenommen und ausgewertet. Basierend auf den Ergebnissen wurden dann die geeigneten Standpunkte für Hol- und Bringzonen ermittelt. Neben der Albert-Schweitzer-Schule stellen die Neue Friedensschule in Sinn, die Grundschule Rechtenbach und die Grundschule Manderbach die ersten vier Modellschulen in der Region. 

Wie geht es weiter?

Mit dem Einrichten der Hol- und Bringzonen ist es noch nicht getan, denn das Konzept soll auch im Alltag ankommen. Jetzt gilt es Eltern und Kinder zu motivieren, das Angebot auch zu nutzen. Die Neue Friedensschule in Sinn hat zu diesem Zweck bereits am 21. und 22. Oktober 2019 die Aktion „Gelbe Füßchen“ durchgeführt. Gemeinsam mit den Grundschulkindern wurden hierbei die Wege von den Hol- und Bringzonen bis zur Schule mit gelben Fußabdrücken markiert. Auch an den anderen Schulen sollen die Kinder zum Laufen animiert werden, u. a. durch Mobilitätserziehung im Unterricht. Darüber hinaus begleitet das Mobilitätsmanagement des Lahn-Dill-Kreises aktuell sieben weitere Grundschulen bei der Entwicklung ihrer Schulmobilitätspläne. Unterstützt wird das Ganze durch das vom Land Hessen geförderte Programm „Besser zur Schule“.

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