Der Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreises zu Gast in den Gewerblichen Schulen Dillenburg (Foto: Lahn-Dill-Kreis)

Gewerbliche Schulen in Dillenburg

Mitglieder des Kreisausschusses besichtigen den in 2018 bezogenen Neubau der Schule

Die vom Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreises durchgeführte Sitzung fand am 13. November 2019 in den Gewerblichen Schulen in Dillenburg statt. Im Vorfeld der nichtöffentlichen Sitzung stand eine Besichtigung des im Jahre 2018 bezogenen neuen Schulgebäudes auf dem Programm. Schulleiter Jonas Dormagen hieß die Ausschussmitglieder um Landrat Wolfgang Schuster und die Kreisbeigeordneten Roland Esch, Wolfram Dette und Heinz Schreiber herzlich im Schulrestaurant willkommen. Die Abteilung Ernährung/Gastronomie übernahm die Bewirtung der Gäste.

Nach einem Rückblick auf das Bauvorhaben durch die Schulleitungsmitglieder Manfred Schäfer und Burkhard Schneider erfolgte eine Besichtigung des Gebäudes. 14,2 Millionen hat der Lahn-Dill-Kreis in das innovative Schulgebäude investiert, davon 1,7 Millionen für die neue Ausstattung. Die Schule hat sich im Besonderen auf die Fahne geschrieben, die neuen Technologien um das zukunftsorientierte Thema Industrie 4.0 sowie die Digitalisierung im Unterricht zu etablieren. Für die Erreichung dieser Ziele steht eine hochmoderne Ausstattung bereit, u. a. eine Automatisierungsanlage, eine Robotermontagezelle, 3D-Drucker und eine Cyper-Physikal-Factory – auch Lernfabrik 4.0 genannt – zur Nachbilddung digitaler Fertigungsprozesse.

Studienrat Benjamin Krau demonstrierte eindrucksvoll die sinnvolle Nutzung der AcivePanels (86 Zoll große Touch-Displays), die die herkömmlichen Kreidetafeln im digitalen Klassenraum 4.0 ersetzen. Durch die Verknüpfung der ActivePanels mit einer geeigneten Tafel-Software ist es den Lehrkräften nun möglich, digitale Arbeitsblätter zu erstellen, die z. B. ergänzende Erklärvideos oder die Verlinkung lernbegleitender Internetseiten beinhalten. Diese Aufgabenstellungen können dann im Unterricht bearbeitet und weiterentwickelt werden und durch die Einbindung einer Cloud in Echtzeit auf den Endgeräten der Schülerinnen und Schüler abgerufen und genutzt werden. Die Unterrichtsplanung und Durchführung erfolgen mit Hilfe der Geräte, also in einer vernetzten Lernumgebung.

Bund und Länder wollen mit einer DigitalPakt-Schule für eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik sorgen. Dazu arbeitet im Moment die Schule mit Hochdruck an der Erstellung eines Medienentwicklungskonzeptes, das die Grundlage für den Antrag und die Bewilligung der Gelder aus den finanziellen Mittel des Digitalpaktes darstellt. Das IT-Konzept der Schule verzahnt den pädagogischen Ansatz stark mit dem technischen Konzept, u. a. liegen sämtliche für Schüler, Lehrkräfte und die Schulverwaltung benötigten Daten auf einer umfangreichen Serverlandschaft.

Der Rundgang durch das neue Gebäude schloss auch den Werkstattbereich ein, in dem neben der fachpraktischen Ausbildung die Metalltechnik, die Holztechnik und der Kfz-Bereich beheimatet sind.

Die Ausschuss-Mitglieder waren sich abschließend einig, dass die Gelder für eine gute und zukunftsfähige Aus- und Weiterbildung der jungen Menschen in der heimischen Region zielführend investiert wurden. Im Besonderen wurde das große Engagement der Lehrkräfte, die die Nutzung der neuen Ausstattung in vielfältigen Bereichen der Schule vorstellten, herausgestellt.

Text: Studiendirektor Burkhard Schneider, Gewerbliche Schulen Dillenburg

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