Helmut Bernhardt ist „Held des Alltags“

Bundesverdienstorden für 74-jährigen aus Aßlar

Wetzlar/Dillenburg/Herborn (ldk): Mit einem Mal ist nichts mehr, wie es war: Seit ihrem Herzinfarkt mit Atemstillstand vor 23 Jahren ist Hiltrud Bernhardt aus Aßlar schwerstpflegebedürftig. Die heute 71-jährige ist rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen. "Für mich hat sich niemals die Frage gestellt, wer sich um Hiltrud kümmern soll", findet ihr Ehemann Helmut die passenden Worte. Der 74-jährige pflegt seine Frau während der gesamten Zeit selbstständig und eigenverantwortlich. "Erst seit dreieinhalb Jahren bekomme ich jeden Morgen für eine Viertelstunde Unterstützung von einem Pflegedienst", erzählt Helmut Bernhardt weiter. Hinzu kommt, dass sich Bernhardt eigenständig um den gesamten Haushalt und das eigene Wohnhaus kümmert.

In einer feierlichen Stunde wurde Helmut Bernhardt deshalb nun stellvertretend für den Bundespräsidenten von Landrat Wolfgang Schuster mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet. Mit dabei waren Sohn, Schwiegertochter und die drei Enkelkinder von Bernhardt. "Euer Opa ist ein Held des Alltags. Was er leistet, ist mehr als außergewöhnlich", sagt Landrat Wolfgang Schuster zu den Kindern. Von 1972 bis 2004 war Bernhardt in der Kreisverwaltung des Lahn-Dill-Kreises angestellt, zuletzt als Sachbearbeiter in der Buchhaltung. Seine Verwaltungslaufbahn begann schon viel früher - und zwar mit seiner Ausbildung 1962 und anschließender Anstellung bei der Stadt Aßlar. Aus diesem Grund hat sich auch Aßlars Bürgermeister Roland Esch der feierlichen Übergabe des Ordens angeschlossen. "Das Engagement von Herrn Bernhardt ist unermüdlich, die Auszeichnung mehr als verdient", so Esch.

Bereits im Jahre 2015 wurde Helmut Bernhardt mit der Pflegemedaille des Landes Hessen ausgezeichnet. Jetzt kommt eine weitere Auszeichnung hinzu. Für sein jahrzehntelanges beispielgebendes Handeln wird er durch die Auszeichnung mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt.

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