Den größten Einsatz verzeichnete die Zentrale Leitstelle in Solms-Oberbiel, wo am Sonntagmittag ein Erdrutsch ein Doppelhaus zerstörte. Foto: Freiwillige Feuerwehr Solms

Bei Aßlar erreichte die Dill Meldestufe 1 und trat über die Ufer, wie das Drohnenfoto der Feuerwehr Aßlar zeigt. Foto: Freiwillige Feuerwehr Aßlar

Hochwasser an Lahn und Dill und Erdrutsch in Oberbiel

Regenfälle der vergangenen Woche sorgen für mehrere Einsätze der Feuerwehren und des THW

Mehrere Straßen im Lahn-Dill-Kreis mussten wegen des Hochwassers an Lahn und Dill und deren Nebengewässern gesperrt werden, die Feuerwehren waren nahezu im gesamten Landkreis wegen überfluteter Keller gefragt. In Solms-Oberbiel beschädigte ein Erdrutsch ein Doppelhaus so stark, dass es abgerissen werden muss. Verletzt wurde an diesem Wochenende niemand. 

Eine genaue Bilanz der Zentrale Leistelle des Lahn-Dill-Kreises:
Vermutlich wegen des anhaltenden Starkregens in der vergangenen Woche ist es in Oberbiel zu einem Erdrutsch gekommen. Am Sonntagmittag erreichte die Zentrale Leistelle die Meldung darüber. Durch den Erdrutsch wurde eine Hauswand eingedrückt. Der hinzugezogene Fachberater des THW teilte nach seiner Begutachtung mit, dass beide Seiten des Doppelhauses massiv vom Einsturz bedroht sind. Außerdem drohe weiterer Felssturz. Gas und Strom mussten abgestellt werden. Die Ortsdurchfahrt Oberbiels war am Sonntag voll gesperrt. 

Die Feuerwehren im Kreis waren insgesamt wegen elf vollgelaufener Keller im Einsatz, unter anderem in Greifenstein, Greifenstein-Beilstein, Solms-Oberbiel, Haiger-Langenaubach und Dietzhölztal-Ewersbach. Fünf Einsätze gab es wegen des Hochwassers, um beispielsweise Straßen, Gehwege oder Radwege zu sperren, so im Wetzlarer Stadtgebiet und in Aßlar. Vier Einsätze gab es unter anderem in Leun-Stockhausen und Greifenstein-Allendorf, um Sandsäcke zu füllen und damit die Bevölkerung vor dem Hochwasser zu schützen. Ein Baum stürzte am Sonntag in Aßlar-Berghausen auf die Straße. Die Rettungsdienste waren am Samstag und Sonntag insgesamt 25-mal gefordert. 

Der Pegel der Lahn erreichte in Leun die Meldestufe 2 und ist am Sonntag auf 590 cm gestiegen. Auch die Dill trat über die Ufer und erreichte bei Aßlar Meldestufe 2 bis Sonntagabend mit 270 cm Höhe. In Dillenburg erreichte der Pegel gestern bis zum Mittag Meldestufe 1. Während die Wasserstände im Laufe des Sonntags überall noch stiegen, ist aktuell im Lahn-Dill-Kreis eine fallende Tendenz zu beobachten. 

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