Impfpass-Check in allen sechsten Klassen

Gesundheitsamt gibt individuelle Impfempfehlungen an Schüler im Kreis

Wetzlar/Dillenburg/Herborn (ldk): Impfungen zählen zu den wirksamsten Maßnahmen, um Infektionskrankheiten zu verhindern. Sie sind wichtig, da sie Erkrankungen vorbeugen und helfen, die eigene Gesundheit zu erhalten. Zusätzlich können sie auch ungeimpfte Kinder und Erwachsene vor einer Erkrankung schützen. Nach wie vor gibt es insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen Impflücken. Das betrifft unter Anderem den Impfschutz bei Masern, Windpocken, bakterieller Hirnhautentzündung, Keuchhusten, Hepatitis B sowie die HPV-Impfung.

Unter dem Motto "Der Lahn-Dill-Kreis sucht den Impfpass" wird ein Team des Kreis-Gesundheitsamtes deshalb in diesem Jahr die weiterführenden Schulen im Lahn-Dill-Kreis besuchen und vor Ort einen Impfpass-Check anbieten. Dabei sollen die Impfpässe der Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen durchgesehen werden. Im Anschluss bekommen die Eltern eine individuelle schriftliche Impfempfehlung. Das Gesundheitsamt appelliert an alle Erziehungsberechtigten, das Projekt zu unterstützen. Damit jede Schülerin und jeder Schüler die Chance hat, seinen Impfpass kontrollieren zu lassen, wurden die Eltern der Sechstklässler bereits über den Termin informiert. Der Impfpass-Check in den Schulen findet voraussichtlich von Mitte September bis Ende Oktober 2018 statt. Die Impfungen selbst werden in den Schulen nicht durchgeführt. Das Gesundheitsamt verweist an die niedergelassenen Ärzte.

Zum Hintergrund

Das diesjährige Projekt der Schulgesundheitspflege des Gesundheitsamtes basiert auf den neuen Impfempfehlungen der STIKO vom 28.06.2018 (STIKO = Ständige Impfkommission, Expertengremium beim Robert-Koch-Institut, berufen durch das Bundesministerium für Gesundheit). Alle Schutzimpfungen, die als Standard-, Indikations- oder Auffrisch-Impfungen ausgewiesen sind, werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen. Zurzeit ist nur die Kostenübernahme für die HPV-Impfung für Jungen noch keine reguläre Kassenleistung. Daher ist diese Kostenübernahme vorab mit der Krankenkasse abzuklären.

Bürgerinnen und Bürger, die Fragen rund ums Thema Impfen haben, setzen sich am besten mit ihren behandelnden Ärztinnen oder Ärzten in Verbindung, zum Beispiel mit ihrem Hausarzt, Kinder- und Jugendarzt, Gynäkologen oder Urologen.

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