Das Jugendfreizeitheim Heisterberg wird ab Mitte September als neues Ankunftszentrum für den Lahn-Dill-Kreis hergerichtet. Bis zu 110 Menschen finden in den bestehenden Gebäuden Platz. Foto: Lahn-Dill-Kreis

Jugendfreizeitheim Heisterberg wird neues Ankunftszentrum

Belegung mit Geflüchteten aus der Ukraine ab 30. September geplant / Wetzlarer Kestnerschule wird für Friedrich-Fröbel-Schule vorbereitet

Geflüchtete Menschen aus der Ukraine kommen ab 30. September 2022 zunächst im Jugendfreizeitheim Heisterberg unter, dem zukünftigen Ankunftszentrum im Lahn-Dill-Kreis. Damit löst es die Kestnerschule in Wetzlar als Ankunftszentrum ab. 

Die Kestnerschule wird ab Oktober für die Schülerinnen und Schülern der Friedrich-Fröbel-Schule vorbereitet. Der aktuelle Standort der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und einer Abteilung für körperliche und motorische Entwicklung wird modernisiert, sodass ein Ausweichquartier nötig ist. 

Das Ankunftszentrum Kestnerschule wurde kurz nach Beginn des Ukraine-Krieges eingerichtet, am 10. März 2022 erstbezogen und bietet Platz für 220 Menschen. Betreut werden die Geflüchteten aus der Ukraine von den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern des Lahn-Dill-Kreises sowie dem DRK-Kreisverband Wetzlar. Der Lahn-Dill-Kreis hatte den Betreibervertrag mit dem DRK bis Ende September verlängert. Wer Betreiber des neuen Ankunftszentrums in Heisterberg sein wird, wird derzeit noch geklärt. Ab dem 15. September 2022 wird das Jugendfreizeitheim als Ankunftszentrum hergerichtet. 110 Menschen könnten dort Platz finden. Sollten zusätzliche Plätze benötigt werden, könnte eine Containerlösung geschaffen werden.

Mit Einzug der Geflüchteten in Heisterberg steht das Jugendfreizeitheim nicht mehr für Freizeiten von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung. Gruppen und Schulklassen, die das Gelände für Aktionen oder mehrtägige Fahrten ab dem 15. September 2022 gebucht haben, werden derzeit einzeln kontaktiert und über die erforderliche Stornierung informiert. 30 Anfragen sind bereits für den Herbst und Winter dieses Jahres eingegangen. Davon betroffen sind auch kreiseigene Angebote der Jugendförderung ab Herbst. Über das aktuelle Programm informiert die Jugendförderung dann unter https://jugendfoerderung.lahn-dill-kreis.de

„Wir schaffen mit dem Ankunftszentrum Heisterberg ein alternatives Angebot, um möglichst viele Menschen aus der Ukraine weiter in einer kreiseigenen Immobilie unterzubringen und ihnen einen möglichst guten Start bei uns im Lahn-Dill-Kreis zu ermöglichen“, erklärt Landrat Wolfgang Schuster.

Der Lahn-Dill-Kreis hat die Gemeinde Driedorf bereits über das neue Ankunftszentrum am Heisterberger Weiher informiert. Denn dort, wo die geflüchteten Menschen ankommen, werden sie zunächst beim Einwohnermeldeamt vor Ort registriert.

Die Menschen, die im Ankunftszentrum unterkommen, werden dem Lahn-Dill-Kreis offiziell von der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung zugewiesen. Sie kommen jeden Montag an und bleiben für mindestens eine Woche.

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